Shownotes
Diese Woche tauchen wir mal wieder ab in die Welt des Gamings, genauer gesagt in die Welt von GTA. Das Spiel ist kein Spiel mehr, es ist eine Geldmaschine. Während Rockstar mit dem Vorgänger weiter Millionen verdient, wächst der Druck auf den Nachfolger GTA 6 ins Unermessliche. Kann ein Spiel überhaupt noch diese Erwartungen erfüllen? Wir analysieren den Hype, die Zahlen und das Risiko hinter dem größten Gaming-Release der letzten Jahre.
Links zur Episode
- Die Recherche zu der Umweltbilanz von Rechenzentren findet ihr unter anderem bei der Zeit
- Den ersten Trailer von GTA 6 findet ihr bei YouTube
Transkript der Episode
Das Transkript wird automatisiert erstellt
Jingles:
Silicon Weekly Silicon Weekly war's für heute.
Elli:
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Silicon Weekly. Draußen scheint noch die Sonne, es bleibt immer länger hell und wir sitzen drinnen, die reinsten Stubenhocker mit unseren Headsets auf und Caspar im braunen Poloshirt nickt schon und streicht sich die Haare aus der Stirn.
Caspar:
Ja, ich habe die Sonne so von schrägseitlich. Ich freue mich sehr. Aber wie das halt so bei TechNerds ist, wir müssen im Dunkeln sitzen und vorm Computer.
Elli:
Dafür bist du ganz schön angeschienen. Dafür, dass es dunkel ist. Bei Stella ist es tatsächlich weniger hell, weil die vorm Fenster sitzt.
Stella:
Und da ist eine Gardine vor, damit ihr mich auch sehen könnt. Aber bevor wir hier begonnen haben aufzuzeichnen, saß ich auf dem Balkon in der Sonne. Und ich möchte sagen, Caspar, nicht solche Klischees hier. Es gibt auch Menschen, die Tech mögen und die sehr gern draußen sind.
Caspar:
Ey, wir haben heute Gaming als Thema. Wir müssen über Klischees mal ein bisschen noch mal reden.
Stella:
Man kann auch draußen zocken. Das geht hervorragend zum Beispiel mit bestimmten Konsolen, die portable sind, wenn man sich in Schatten setzt.
Caspar:
Von der Firma, die mit N anfängt und Nintendo endet quasi.
Elli:
Nintendo.
Stella:
Unter anderem.
Elli:
So, bevor wir aber direkt schon in den Input reindippen, würde ich sagen, was machen wir hier eigentlich? Wir gucken mit euch auf die Tech-Welt, was ist diese Woche so passiert? Wir haben euch einen Input, ihr habt es schon gehört, mitgebracht zum Thema Gaming und warum wir darüber sprechen, obwohl wir eigentlich versuchen sehr allgemein verträglich zu sein. Das erklären wir euch im Input. Auch wenn ihr jetzt nicht so tief drin seid in der Digital- und Spielewelt vielleicht, ist es trotzdem ein spannendes Thema, haben wir gedacht. und wir haben es mal mitgebracht. Los geht es aber wie immer mit ein paar Updates.
Caspar:
Ja, und den Anfang macht Apple. Und zwar eine Personalie, die wir zu verkünden haben. Apples CEO tritt zurück.
Elli:
Und da war ich schon überrascht. Also jetzt, naja, der geht jetzt schon auch so altersmäßig Richtung Rente, ja. Aber der hat das jetzt 15 Jahre lang gemacht und war da auch sehr prägend. Also ich fand es ganz spannend. Aber was genau passiert denn jetzt?
Caspar:
Genau, also dass er wohl langsam ans Aufhören nachdenkt, das gab es schon gerüchterweise eine ganze Weile. Er hat aber erst vor kurzem im Interview gegeben, dass das nicht in naher Zukunft liegen würde. Das stimmt jetzt wohl dann doch nicht. Tim Cook, von dem reden wir, der erfolgte 2011 auf den berühmten Steve Jobs, der Apple mitgegründet hatte und in seine Zeit als Apple-Chef fallen unter anderem so Produkte wie die Apple Watch, die AirPods oder auch die Umstellung auf die eigenen Computerchips. Das heißt, Tim Cook war durchaus sehr erfolgreich als Apple CEO. Und er tritt auch nicht ganz sofort ab. Also es ist jetzt nicht so, dass er dann die Tür abgeschlossen hat, nachdem das rauskam und nach Hause gegangen ist, sondern er beendet seinen Job erst zum 1. September. Das ist insofern ein einigermaßen spannendes Datum, weil kurz danach traditionell die neuen iPhone-Modelle vorgestellt werden. Und das wird dann wohl in diesem Jahr der Nachfolger übernehmen müssen.
Elli:
Wer das ist, weiß man aber auch schon.
Caspar:
Genau, das wurde in der Pressemitteilung des Tim Cook geht auch gleich verkündet. Das Ganze ist John Turnus, der ist 50 Jahre alt und war bisher Apple-Hardware-Chef. Also man sieht, Apple hält ein bisschen Tradition fest und setzt auf Kontinuität und Stabilität, einen altgedienten Manager aus dem Apple-Reihen zu befördern. Und was noch dazu kommt, Cook verlässt Apple auch nicht komplett, sondern er wird Chairman im Verwaltungsrat.
Elli:
Also doch noch nicht ganz in Rente. Naja, ein bisschen was, sonst wird ihm ja langweilig wahrscheinlich.
Caspar:
Ja, ja, ja, so ein bisschen Verwaltungsrat.
Elli:
Vielleicht sucht er sich auch ein neues Hobby, zum Beispiel Laufen. Um Laufen geht es auch in unserem zweiten Update. Da allerdings mit einem Halbmarathon, glaube ich, da muss man schon ein bisschen trainiert haben vorher.
Caspar:
Ja, und es geht auch eher ums Laufen lassen, oder?
Elli:
Nicht ums Laufen.
Caspar:
Laufen.
Elli:
Genau, in dem Fall geht es ums Laufenlassen, denn wir gucken nicht auf einen menschlichen, menschlich gelaufenen Halbmarathon, sondern auf humanoide Roboter. Wenn ihr unsere ausführliche Folge dazu nochmal anhören wollt, dann scrollt mal ein bisschen runter im Feed. Da haben wir so ein bisschen drüber gesprochen, warum das spannend ist mit humanoiden Robotern und was sie schon so können und was nicht. Und schnell sein ist in manchen Umgegenungen zumindest noch eine Herausforderung. Aber in Beijing fand jetzt letzten Sonntag zum zweiten Mal in Folge ein Halbmarathon für humanoide Roboter statt. Und dabei soll offiziellen Angaben zufolge erstmals ein Roboter das Zeitlimit von 50 Minuten und 26 Sekunden geknackt haben.
Stella:
Mit dieser Halbmarathon-Zeit wäre die Maschine, die so knapp 1,69 Euro ist, also zum Beispiel deutlich größer als ich, schneller als der amtierende menschliche Weltrekordhalter im Halbmarathon Jakob Kipp-Limo. Und im letzten Jahr lag die Zeit des schnellsten Robo-Marathon-Läufer ist übrigens noch bei 2 Stunden 40 Minuten. Also sieht man, wie schnell einfach die Entwicklung dann nach vorne geht. Und auch wenn es ein paar internationale Teams gab, ist vielleicht auch noch wichtig zu erwähnen, die am Rennen teilgenommen haben. Der Großteil des Feldes wurde von chinesischen Unternehmen gestellt.
Caspar:
Ich habe, der Verge hat zum Beispiel auch Videos davon gepostet in den Socials und ich habe mir die Kommentare mal angeguckt, da war ganz oft so drunter, ach wer braucht denn sowas, was ein Schwachsinn, das ist doch jetzt irgendwie Blödsinn und gerade mit Blick auf diese Veränderungen der Zeit, die die Roboter gebraucht haben, sieht man dann doch ganz deutlich, warum das gemacht wird. Das ist natürlich auch Marketing und ist irgendwie ein lustiges Event und so und eigentlich sieht es sehr sinnlos aus, aber es wird natürlich dafür genutzt, die Technik weiterzuentwickeln und Geräte zu bauen, die vor einem Jahr noch deutlich länger gebraucht haben für die Strecke, als sie es jetzt brauchen.
Elli:
Gleichzeitig wissen wir natürlich und ihr auch als fleißige Hörer von unserem Podcast, dass so ein Halbmarathon immer ein speziell designtes Event ist und auch eine Umgebung, die für so einen humanoiden Roboter möglicherweise leichter ist als eine reale Welt mit irgendwelchen spannenden Dingen, auf die der Roboter nicht explizit trainiert ist. Dementsprechend ist er da zwar sehr schnell gelaufen, aber die Frage, ob sich das dann auch so in ein reales Setting übersetzen lassen würde, ist noch offen und schwierig zu beantworten.
Stella:
Genau, da zur Ergänzung, das, was Caspar gesagt hat, ist einmal eben dieser Marketingaspekt, aber natürlich auch Forschung, einfach um zu schauen, wie schon belastbar sind zum Beispiel Gelenke, wann fällt er um. Also klar, es ist natürlich so eine künstliche Umgebung, aber auch dafür wird es dann natürlich genutzt. Vielleicht spannend in dem Feld, es gibt auch Roboterfußball, was auch genau dafür viel genutzt wird, nämlich um zu erforschen, wie ist es denn, du hast zwar eine abgesteckte Umgebung, aber musst halt quasi mehr reagieren als, vereinfacht gesagt, nur gerade auszulaufen.
Caspar:
Ja, und es gibt auch ein Formel 1, also nicht Formel 1, sondern es ist Formel, Fahrzeuge in die Roboter gesetzt werden, die dann autonomes Fahren testen sollen und autonome Rennen fahren gegeneinander. Wo man sich dann auch fragen kann, das ist doch nun besonders bescheuert. War auch beim ersten Mal sehr bescheuert, weil die fast gar keine Runde geschafft haben, die Roboter. Unter anderem die TU München war dann auch da, die hat dann am Ende das erste Rennen, glaube ich, gewonnen. Aber auch da geht es natürlich um Entwicklung und wird nicht so sein, dass das die nächsten Male dann gar nicht mal einmal um den Konflikus rumkommt.
Stella:
Apropos bescheuert. Es tut mir leid, aber ich wollte von der Hannover Messe, da gab es auch einen Roboterarm, mit dem konntest du um die Wette Basketbälle werfen auf den Korb. Also auch sowas dient ja dann einfach dazu zu zeigen, wie funktioniert so eine Technologie. Und der hat nicht immer getroffen, der Arm.
Caspar:
Okay, ich wollte gerade fragen.
Stella:
Nur in einem Korb hat er immer getroffen.
Elli:
Ob sie das wohl eingebaut haben, damit man sich auch mal erfolgreich fühlt? Naja, ihr seht schon, das Roboter-Thema lässt uns nicht los und vielleicht machen wir da dann doch nochmal irgendwann eine zweite ausführlichere Folge zu. Lustige Dinge, die mit Robotern aktuell irgendwie wettkampfmäßig betrieben werden, keine Ahnung.
Caspar:
Was geht und was geht nicht.
Elli:
Richtig, aber wir haben noch ein Update Nummer 3 und es hatte auch Potenzial für ein What the Fuck und sogar für einen Input, wir haben es aber als Update reingepackt. Und empfehlen euch eine Recherche von ganz tollen Journalisten, Kolleginnen und Kollegen. Es geht um Lobbyarbeit und um das Thema Rechenzentrum, Rechenzentren, beziehungsweise um die Frage, wie viel Energie verbraucht so ein Rechenzentrum eigentlich?
Caspar:
Das Ganze ist eine Recherche von einer europäischen Journalistenallianz oder einem Team. Die heißen Investigate Europe. Und diese Recherche ist dann auch erschienen in mehreren Medien. Also du hast gerade die Zeit erwähnt, dort ist sie zum Beispiel auch erschienen. So, und was kam da jetzt bei raus bei dieser Recherche? Die Quintessenz ist, eigentlich legt die EU-Kommission ziemlich genaue Zahlen vor, wie die Umweltbilanz von einzelnen Rechenzentren aussehen. Das Problem ist, die unterliegen einer Geheimhaltung. Also die Öffentlichkeit kann die gar nicht einsehen. Jetzt kann man sagen, okay, vielleicht kann man unter Umständen noch sagen, das ist eine sensible Information, das darf nicht jeder einsehen. Aber ein bisschen seltsamer und shady ist es dann schon, dass ausgerechnet die Umweltbilanz von Rechenzentren nicht aufgedeckt wird.
Elli:
Ja, und ihr könnt euch denken, wer zum Team shady eher zählt, das sind die JournalistInnen und Journalisten, die diese Recherche betrieben haben, unter anderem. Aber auch Rechtswissenschaftler, die sagen nämlich, die Geheimhaltungsklausel, die dafür sorgt, dass diese Zahlen nicht an die Öffentlichkeit kommen, die widerspricht eigentlich den Transparenzvorschriften der EU. Also das ist Team Shady. Wer ist Team sensible Information? Ihr könnt es euch fast denken. Richtig, Microsoft, Amazon, Google und Co. also genau die Konsorten, die Rechenzentren bauen und betreiben. Die haben nämlich eigenständig bei Microsoft, im Falle von Microsoft, eigenständig oder als Bündnis unter dem Namen Digital Europe ordentlich Lobbyarbeit gemacht und, Komischerweise ist der Wortlaut der entsprechenden Geheimhaltungsklausel sehr, sehr nah an Formulierungen, die von dem Bündnis Digital Europe und von Microsoft an die EU-Kommission herangetragen wurden. Sagen wir es mal so.
Caspar:
Nur ein Zufall, bestimmt nur ein Zufall.
Elli:
Ja, die ganze Recherche, die juristischen Einschätzungen und auch einen Ausblick lest ihr zum Beispiel eben bei der Zeit, wir verlinken euch, so sind wir nämlich, den Artikel in den Shownotes.
Caspar:
Ja, wir bleiben nicht auf unserem Wissen sitzen.
Elli:
Wir halten es nicht geheim, ich sag mal so.
Caspar:
So, das war ja jetzt fast schon WTF-würdig und ehrlicherweise haben wir auch kurz darüber diskutiert, ob das ein WTF werden könnte. Wir haben euch aber was anderes mitgebracht und wir gehen über so ein bisschen in das Thema Jugendschutz, wo wir auch schon ein paar Mal hin abgedriftet sind.
Jingles:
WTF.
Elli:
Aber wir bleiben bei der EU-Kommission. EU-Kommission.
Caspar:
Ja, die hat nämlich eine App entwickelt bzw. Entwickeln lassen. Ich nehme mal nicht an, dass sich die EU-Kommissare da selber hingesetzt haben, das würde mich wundern, wobei Stichwort Vibe-Coding, also Entwicklung mit KI, das würde erklären, warum das ein WTF geworden ist. Also die haben eine App entwickelt oder entwickeln lassen, um auf Webseiten das Alter nachzuweisen. Zum Beispiel denkbar für Social-Media-Verbote, dass man quasi, wenn man sich dann meinetwegen bei Instagram oder TikTok oder so anmelden möchte, dass man mit dieser App sagen kann, ich bin so und so alt.
Elli:
Aber auch für sämtliche andere Inhalte, wo man aktuell zum Beispiel auf so einen Button klicken muss. Ja, ich bin über 18 Jahre alt, ich darf mir die Webseite eines Alkoholherstellers anschauen. Ach, klasse, Mensch, das ist ja wirklich sehr... Sehr rigide.
Stella:
Also und vorgestellt wurde jetzt das Ganze Mitte April. Und ihr habt ja schon gesagt, wofür das Ganze eigentlich ist, eben um das Alter nachzuweisen. Und das Besondere bei dieser App ist aber, ich meine, wie weiß man das Alter nach? Man könnte ja jetzt bei jedem App-Besuch, ich weiß nicht, ob ihr es kennt, wenn ihr euch beim Online-Banking anmelden müsst, oder irgendwie ein neues Konto eröffnet oder sowas, muss man auch sein Gesicht scannen oder irgendwie für bestimmte Verifizierung auf Plattformen Reisepass abfotografieren. Und all sowas soll es mit der App nicht geben, sondern es soll einfach quasi so funktionieren über den elektronischen Personalausweis oder über Dritte, die eingebunden werden. Das könnte dann zum Beispiel auch Online-Banking sein, wo man quasi schon, ja, verifiziert ist in Anführungszeichen. Das Ganze wird auch Zero-Knowledge-Proof genannt. Also der Anbieter von der Website, wo ihr halt sagen wollt, hey, ich bin über 18 und dann darf das Ganze hier eben sehen, fragt quasi die App an, ob denn der Nutzen volljährig ist. Und der hat sich dann eben in dieser App mit der entsprechenden Methode verifiziert übrigens. Das ist jetzt erstmal nur die Einleitung, damit ihr wisst, worum es eigentlich geht. Das ist noch nicht unser WTF.
Caspar:
Bisher klingt es gut.
Elli:
Ich wollte gerade sagen, an sich klingt das ja ganz sexy, dass man nicht bei Webseite A, B und C nochmal hier seinen Personalausweis, Reisepass oder sonst was hinterlegen muss. Ich finde das schon immer ein bisschen uncool, wenn ich das überall machen muss. Die Webseiten würden dann quasi einfach nur bei der App nachfragen und die Antwort bekommen, die Person ist alt genug oder nein, die Person ist nicht alt genug. Das heißt eben, Daten würden so ein bisschen bei der Person auf dem Smartphone in der App bleiben und nicht überall hin verteilt werden.
Caspar:
Genau, man wäre dann auch nicht nachverfolgbar und all solche Dinge. Das heißt, datenschutztechnisch ist das sehr hoch. Die App soll auch auf verschiedenen Geräten funktionieren und auch, und das ist auch ein spannender Punkt und mit auch ein Grund, warum wir gleich zum WTF noch kommen, sie ist Open Source und wurde mehrere Monate getestet, unter anderem in Dänemark, Frankreich, Spanien, Griechenland und Italien. So, jetzt zum WTF.
Elli:
Was ist das Problem? Ich wollte gerade sagen, wo ist das Problem?
Stella:
Das Problem, das hat ein Sicherheitsberater aufgedeckt, Paul Moore, der will nämlich diese App in nur wenigen Minuten gehackt haben. Und darüber hat er auch in einem ausführlichen Post bei X geschrieben, ehemals Twitter. Jetzt ist jetzt aber ehrlich gesagt, was ich mich bei der Recherche auch gefragt habe, Was wurde denn da jetzt nun gehackt? Weil angeblich, wenn nicht zurückverfragt worden sei, worum geht es denn genau? Und laut Moore soll es so gewesen sein, dass seine vertraulichen Daten auf dem Smartphone ungeschützt gewesen seien. Also, es geht nicht darum, dass die App quasi Daten preisgibt, mit dem Austausch mit anderen Diensten, zu viel davon, sondern dass es eine Lücke gibt, wo eben das Smartphone quasi selbst so gesehen zum Problem werden kann. Der Hintergrund, die biometrische Authentifizierung der App, die kann laut Moore umgangen werden. Und warum das eben ein Problem ist, ich weiß nicht, vielleicht kennt ihr das noch von früher, dieses Zigarettenautomaten, Wenn man den Personalausweis von jemandem Älteren sich geschnappt hat und dann damit an die Zigaretten gekommen ist, das ist quasi auch hier das Problem, denn die Minderjährigen könnten ja dann das Handy einer volljährigen Person haben, wo sie vielleicht den Zugang eben haben und sich damit quasi in Anführungszeichen ausweisen, wenn eben diese biometrische Autentifizierung und dieser Schutz der App nicht so funktioniert.
Elli:
Jetzt könnte man natürlich sagen, okay, Robert Moore ist jetzt eine Einzelperson, die das gefunden hat. Man kennt es in der IT immer, die Frage, kann man das nochmal reproduzieren? Also taucht das bei jemand anders auch auf? Und tatsächlich, der White Hat Hacker, eine schwierige Wortkombi, wir kommen gleich noch dazu, was das ist, ein White Hat Hacker. Ja, Baptiste Robert hat gegenüber dem Magazin Politico angegeben, dass er relativ viele Details, die eben Robert Moore gefunden hat, auch für sich quasi nochmal reproduzieren konnte, also das auch zugreifen konnte.
Caspar:
Genau, ganz unbekannt sind die halt auch nicht. Moore ist zum Beispiel Sicherheitsberater und Baptiste Robert nutzt seine Programmierkenntnisse, wie du es gerade schon gesagt hast, als Whitehead-Hacker und die sind dazu da, um Sicherheitslücken aufzufinden und legal zu finden und die dann weiterzugeben bzw. An die Firmen zu melden. Also man kann die quasi beauftragen und sagen, hier, guck dir das bitte mal an, findest du da eine Sicherheitslücke? Wenn ja, melde uns die.
Elli:
Da könnte man jetzt natürlich sagen, Glück im Unglück. Das Ganze ist also rechtzeitig den richtigen Leuten aufgefallen und das ging eben tatsächlich auch dadurch, dass die App Open Source ist. Der Code ist also öffentlich einsehbar und man konnte sich da durchtesten. Das haben die beiden gemacht. Ja, gucken wir mal Richtung Brüssel. Politico schreibt zumindest von einem PR-Desaster.
Caspar:
Ja, ein paar Minuten ist halt doch nicht wirklich viel, um sowas zu zeigen.
Stella:
Das ist das eine. Das andere ist aber auch die Reaktion, die für Verwirrung sorgt. So gesehen, denn die Europäische Kommission, die hat eben reagiert und gesagt, ja, diese Tests, die beziehen sich auf eine frühere Demo-Version. Und in der neuen App-Version sei diese Lücke eben behoben. Aber, ein bisschen Würze noch zum Abschluss für dieses WTF, Moore wiederum sagt und auch sein Kollege Blaisey. Nee, wir haben das mit der aktuellen Code-Version gemacht, widerspricht dem Ganzen also. Ja, jetzt sitzen wir natürlich zwischen den Stühlen. Was ist denn nun?
Elli:
Immerhin können wir zum Schluss unseres What the Fucks sagen, die App wurde zwar jetzt schon vorgestellt an sich, aber sie ist noch nicht verfügbar, auch wenn schon die Rede davon war, dass sie technisch gesehen fertig sei, man kann sie noch nirgendwo runterladen und benutzen und so weiter und so fort, das heißt, es gäbe da wohl noch Spielraum, um im Zweifel nachzubessern.
Caspar:
Das heißt, man könnte, und jetzt schlage ich den Bogen zu unserem Input, man könnte den Release der App noch ein bisschen nach hinten hinaus zögern, damit sie möglichst gut wird, so wie das bei dem Spiel, was wir jetzt behandeln, auch der Fall ist. Das wurde nämlich inzwischen schon zweimal verschoben, weil es schlicht und ergreifend wirklich gut werden muss.
Elli:
Ich habe einen ganz fiesen Ohrwurm gerade. Kennt ihr das Lied Release Me?
Caspar:
Ja.
Stella:
Danke.
Elli:
Viel Spaß damit. So, und damit gehen wir rein in unseren Input.
Caspar:
Schreibt uns an post at silicon-weekly.de, wenn ihr euch bei Elli bedanken wollt für den Ohrwurm.
Elli:
Vielleicht, das ist ein guter Song.
Stella:
Wer jetzt direkt denkt, oh Gott, Gaming, ich schalte ab, Leute, bitte bleibt dran. Wir werden jetzt nicht irgendwie über die Tiefen von GTA sprechen, wo jetzt seit 13 Jahren dann drauf gewartet wird, dass es einen neuesten, den sechsten Teil endlich gibt, Caspar. Du sagtest, es ist mehrmals verschoben, sondern es ist so ein kleiner Krimi eigentlich auch. Also es geht um Hacker primär und es geht auch um das Geschäftsmodell dahinter. Deswegen lasst uns loslegen.
Elli:
Ich wollte schon sagen, also wenn uns ja hier was interessiert, dann ist es meistens Macht und Zaster. Und das ist in diesem Punkt ganz viel vorhanden. Titel für die Folge.
Stella:
Bitte.
Caspar:
Vielleicht ist das der neue Untertitel generell für den Namen des Podcasts, Silicon Weekly, Macht und Zaster.
Elli:
Ja, naja, also die Gamingbranche ist einfach eine riesige Industrie. Man denkt immer so, ja, Lerum Larum, ein paar Leute, die spielen, aber da steckt enorm viel Zaster drin. Und wenn wir jetzt zum Beispiel ansonsten über Filme reden oder über Musik, da reiht sich Gaming relativ gut ein, was die Umsätze angeht.
Caspar:
Ja, eigentlich liegt es sogar vorne. Eigentlich könnte man fast sogar gemein sein und sagen, dass Filme und Musik zusammen gar nicht so viel einnehmen wie Games, um mal eine Zahl mitzubringen. Und deswegen haben wir uns auch GTA ausgesucht. GTA 6 soll ein Entwicklungsbudget von einer Milliarde US-Dollar haben. Das ist nicht bestätigt, aber das geht in der Branche um. Es hieß auch schon 2 Milliarden, das wiederum wurde vom Publisher dementiert, bei einer Milliarde hat man aber nichts gesagt, das könnte man also als stelle Zustimmung sehen. Und um das mal zu vergleichen, der teuerste Film der Welt bisher, Star Wars, das Erwachen der Macht von 2015. Ich will nichts über den, die qualitative Inhalt diesen Films sprechen, aber der hatte ein im Vergleich lächerliches Budget von nur 533,2 Millionen Dollar. Also Peanuts und ich würde für 533 Millionen wahrscheinlich nicht mal aufstehen, dann doch lieber eine Milliarde wie bei GTA 6.
Elli:
Ja, ihr fragt euch jetzt zu Recht vielleicht, warum spricht der Mann in Abkürzungen? GTA steht übrigens für Grand Theft Auto und das ist so ein, ja, ich sag mal Action-Abenteuer-Spiel.
Caspar:
Open World, ja, Autofahren.
Elli:
Ja, es gibt Autofahren, Rennen, auch Schießen teilweise. Ja, ja. Genau.
Stella:
Vielleicht sehr unspektakulär zusammengefasst, du kriegst immer eine Aufgabe, meistens irgendein Paket von A nach B bringen, dann sitzt du im Auto, kannst dir da im Radio die Musik auswählen, Release Me hab ich noch nie gehört, aber wer weiß, was es noch so gibt, dann fährst du da halt hin und ja, das stimmt schon, dann kommen, gewalttätige Abhandlungen in diesem Spiel, die da doch auch recht häufig sind, dann gibst du das Paket ab, dann kommt die nächste Quest und so geht das Ganze weiter.
Elli:
Ihr merkt, die Begeisterung ist, tut mir leid. Du hast es so unspannend geschildert, wie man es schildern kann. Ich glaube, wir sehen das gleich im Input noch im Laufe des Inputs. Es gibt Leute, die da deutlich begeistert davon sind als du. Und deswegen, wegen der Begeisterung, wegen der Finanzen, die dahinterstehen, gucken wir uns heute mal an, warum GTA 6 so ein großes Thema ist und was dahintersteht.
Caspar:
Also ab in euren Gaming-Stuhl, holt die Energy-Drinks raus oder was weiß ich auch immer, er trinkt, wenn ihr Gaming spielt, holt euch das Setzeit raus, setzt es auf und dann folgt mir in die Welt von GTA.
Elli:
Oder ihr packt mal kurz das Telefon raus und macht eine Reihe Candy Crush fertig.
Stella:
Stimmt, das ist auch Gaming. Wir haben hier heute Klischees, die Gaming-Energy, die Wörts sitzen im Dunkeln.
Elli:
Nee, eben deswegen. Ich möchte sagen, die meisten Spiele, die gespielt werden, werden auf dem Handy mittlerweile gespielt. Und die Zielgruppe von Games ist weit mehr als nur irgendwelche Menschen, die irgendwo im dunklen Keller hocken. Können wir hier mal kurz stehen lassen. Und jetzt sprechen wir über eine Hackergruppe, die sich Shiny Hunters nennt. Ich weiß nicht, wie ich die Überleitung dazu machen soll.
Caspar:
Da gibt's glaube ich keine.
Elli:
Zu den glänzenden Jägern.
Caspar:
Ja, wir müssen mit Shiny Hunters anfangen. Und ihr werdet auch gleich merken, was das mit GTA zu tun hat. Also, das sind HackerInnen, die nach dem Prinzip Pay oder Leak arbeiten. Das sind nicht nette HackerInnen wie eben in dem WTF, sondern die sind genau nach dem, was sie klingen. Das heißt, sie hacken Unternehmen, stehlen Daten und melden sich dann kurz darauf bei den Unternehmen. Nicht unbedingt, um nett zu sagen, ach guck mal, hier eure Daten, ihr kriegt sie zurück, sondern die schlagen einen Deal vor. Ihr ahnt schon, in welche Richtung es geht. Die sagen, ihr bekommt eure Daten zurück, müsst dafür aber natürlich eine Summe bezahlen. Und falls diese Firmen nicht bezahlen, dann werden die Daten schlicht und ergreifend im Internet veröffentlicht.
Elli:
So, und bei Weben haben sie das unter anderem schon gemacht. Wir haben mal in den englischsprachigen Wikipedia-Eintrag, ja, die haben einen eigenen Wikipedia-Eintrag, geguckt und da sind so ... Kleine Unternehmen, man kennt sie vielleicht aus Hinterbusemuckel, wie Microsoft, Google, Harvard und Pornhub mit drin.
Stella:
Das ist, Entschuldigung, diese Konstellation hätte ich nie gedacht, dass ich die mal so flott in einem Satz höre.
Elli:
Ich sag mal so, alle vier, Macht und Zaster.
Caspar:
Ja, Macht und Zaster, definitiv. So, der Name passt insofern auch gut zu einem Gaming-Input, also Shiny Hunters, weil er wohl auf Shiny Pokémon sich bezieht. Das sind besonders seltene Exemplare dieser kleinen digitalen Tierchen und die jagen die Leute in das Spiel und deswegen Shiny Hunters. Aber zurück zu den eigentlichen Hackerinnen, weg von Pokémon. Warum genau sprechen wir jetzt über sie und was hat das mit GTA zu tun?
Elli:
Wir begeben uns in der Zeit etwas zurück. Ich hole also wieder meine Erzählerstimme raus und wir reisen zwei Wochen zurück. Gar nicht mal so weit. Naja.
Caspar:
Nein, nicht so weit weg.
Elli:
Da haben die Shiny Hunters nämlich etwas bekannt gegeben, was den GTA-MacherInnen so gar nicht passen dürfte.
Caspar:
Sie haben nämlich gesagt, wir haben wieder mal Daten geklaut und zwar in diesem Fall von Rockstar Games. Rockstar, das ist das Entwicklerstudio hinter GTA und dort hat man dann auch relativ schnell bestätigt, dass da Daten abhandengekommen sind. Wir zitieren mal die Mitteilungen von Rockstar. Wir können bestätigen, dass im Zusammenhang mit einer Datenpanne bei einem Drittanbieter auf eine begrenzte Menge an unwesentlichen Unternehmensdaten zugegriffen wurde. Der Vorfall hat keine Auswirkungen auf unser Unternehmen oder unsere Spiele.
Elli:
Naja, bei Shiny Hunters hat man das wohl ein bisschen anders gesehen, unwesentlich und keine Auswirkungen und so weiter. Shiny Hunters, die wollten Kohle haben, sonst würde man die abgegriffenen internen Daten von Rockstar veröffentlichen.
Caspar:
200.000 Dollar sollen da wohl im Raum gewesen sein. Was hat Rockstar gemacht? Die sagen, wir lassen uns nicht erpressen und haben gesagt, wir machen das nicht. Genauso wie der GTA Publisher, also derjenige, der das Spiel dann quasi herausbringt. Take-Two heißen die, Take-Two Interactive. Beide haben gesagt, wir lassen uns nicht erpressen, deswegen wir zahlen keine Kohle.
Stella:
Und wie ging das Ganze weiter? Es war erwartbar. Die HackerInnen haben gemacht, was sie angedroht haben. Sie haben nämlich diese erbeuteten Daten veröffentlicht. Und jetzt von der Logik her, vielleicht müsste man dazu sagen, Take-Two ist am Aktienmarkt und dementsprechend müsste man jetzt eigentlich erwarten, dass die Aktie eingebrochen ist. Ich meine, geheime Unternehmensdaten, frei verfügbar, einsehbar, das ganze Internet kann sie sehen, klingt erstmal nach einer Katastrophe. Aber jetzt kommt eigentlich auch nochmal so ein spannender Teil. Das Gegenteil ist nämlich passiert, die Aktie ist gestiegen. Und die Frage ist berechtigt, warum denn das Ganze? Und da müssen wir uns eben die Daten, die da veröffentlicht worden sind, anschauen.
Caspar:
In den Daten stecken nämlich keine Daten eigentlich zu GTA 6, zu dem kommenden Titel, das hatten viele gehofft, aber nicht minder spannende Zahlen, denn zwar Umsatzzahlen zu GTA 5, also zu dem Vorgänger, der aktuell schon draußen ist, der ist bereits 2013 erschienen und der bis GTA 6 kommt noch der aktuelle Teil der Reihe.
Elli:
Und diese bisher nicht veröffentlichten Zahlen, wahrscheinlich aus Gründen, zeigen vor allem eins. Zaster. GTA ist eine enorme Cash-Kauf für Rockstar und Tech2, also für die beiden Unternehmen, die dahinter stecken. Den Daten nach hat GTA 5 pro Tag, haltet euch fest, einen Umsatz von 1,3 Millionen US-Dollar erwirtschaftet. Das sind, wenn man es hochrechnet, fast 480 Millionen Dollar pro Jahr mit einem Spiel, das inzwischen mehr als zwölf Jahre alt ist.
Caspar:
Ja, ich denke, dass, also allein der Umsatz ist schon einzigartig, dass das Spiel aber nach zwölf Jahren immer noch so gut funktioniert, ist natürlich nochmal besonders einzigartig. Wie geht das? Naja, der Trick ist GTA Online. Das ist der Multiplayer-Modus von GTA 5. Dort können Spielerinnen und Spieler sich virtuell zusammenschalten in der ganzen Welt und aus der ganzen Welt und dann GTA Online zusammen spielen. Und sie kaufen dort vor allem virtuelle Inhalte, Währungen, Upgrades, Kleidungen, Autos. Ja, und das sorgt dann über diese virtuellen Gegenstände Stück für Stück jeden Tag für so ganz kleine Summen von 1,3 Millionen Dollar.
Elli:
Das Ganze ist also irgendwie auch ein laufendes Geschäftsmodell, der GTA-Club, in dem immer noch Leute dazugehen, weil er halt so gut ist anscheinend. Das klingt eigentlich super für die Firma. Ich habe aber jetzt eine Frage, also wenn das läuft, die Version GTA 5 von vor 12, 13 Jahren, 12, 14, ja, irgendwo dazwischen.
Caspar:
Mehr als zwölf unter 13.
Elli:
Es kommt Geld rein, es gibt eine große aktive Community. Warum was Neues machen?
Stella:
Naja, wahrscheinlich haben sich das auch Verantwortliche gefragt, weil es gibt ja in dem Sinne auch nach den Zahlen, die wir gerade genannt haben, keinen wirtschaftlichen Druck, da jetzt was neu aufzulegen, um zum Beispiel einen neuen Impuls zu setzen. Damit wird ja GTA 6 zu einem Risiko. Und es muss ja nicht nur gut werden, sondern eben besser sein als was, was seit über zehn Jahren sehr verlässig läuft und machen wir uns nichts vor. Menschen haben da auch investiert, die haben sich da Sachen aufgebaut, da hängt ja was dran. Also es konkurriert dieses neue Spiel GTA 6 eben nicht so mit anderen Spielen und Entwicklungsstudios, sondern quasi mit sich selbst in dieser Reihe.
Elli:
Ja, das ist schon eine schwierige Sache. Und jetzt kommt noch ein zweiter Faktor obendrauf, den packen wir jetzt mal. Also bisher noch gar kein Druck auf Rockstar Games. Nur das kleine, alte Spiel. Dafür erzählen nicht. Ja, na ja, doch. So ein bisschen.
Caspar:
Wenn GTA 6 eine Katastrophe wird?
Elli:
Ich wollte gerade sagen, es hält sich über die Zeit der Hype auf ein, da kommt noch mal irgendwas. Der Druck ist da und wir haben da mal noch eine große Zahl mitgebracht.
Caspar:
Ja, eine große Zahl zum Thema Hype. Bisher ist relativ wenig über GTA 6 bekannt, vor allem dafür, wenn man weiß, dass es schon am 19.11. diesen Jahres erscheinen soll. Es wurde zwar schon zweimal verschoben, aber jetzt am 19.11. Soll dann wohl wirklich soweit sein, zumindest bis Redaktionsschluss. Das Ganze hat auch so lange gedauert, dass es im Internet auch ein Meme gibt. Ich weiß nicht, ob ihr das kennt. Das ist so dieses noch vor GTA 6. Also wir könnten zum Beispiel sagen 100 Folgen und zwei Jahre Silicon Weekly noch vor GTA 6. Damit hätten wir nicht gerechnet. Nach dem Motto. Das ist ein typisches Internet-Meme. Aber wir haben euch eine große Zahl versprochen und einen neuen Rekord oder die nächsten Rekord, weil das, was wir bisher über GTA 6 wissen, stammt unter anderem aus einem von zwei veröffentlichten Trailer zu dem Spiel. Der erste wurde Ende 2023 veröffentlicht. Ja, und auch der bricht mal wieder alle Rekorde.
Elli:
Lieben, ich stelle mal bei 2023 ist auch schon wieder ewig her.
Caspar:
Ja, drei Jahre.
Elli:
Also wir reisen diese drei Jahre zurück und stellen uns vor, da wird ein Trailer gelauncht, die ersten 24 Stunden. Woran merkt man, dass auf dem Kessel ordentlich Druck ist? Daran, dass der Trailer in den ersten 24 Stunden mehr als 93 Millionen Aufrufe hat.
Caspar:
Ja, und das ist ausgenommen von einzelnen Musikvideos bis dahin das YouTube-Video mit den meisten Aufrufen innerhalb des ersten Tages und bisher auch immer noch. Es hat am zweiten Tag den zehn Jahre älteren GTA 5 Trailer überholt, der ja nun schon zehn Jahre Zeit hatte, Videos einzusammeln und war nach einer Woche der bisher meistgesehene Trailer eines Unterhaltungsmediums überhaupt.
Elli:
Jetzt können wir natürlich sagen, okay, das sind die Zahlen von vor drei Jahren. Aber ihr wisst ja, bei GTA, da tut sich immer irgendwie was. Das haben wir jetzt schon gelernt. Deswegen haben wir vor der Aufnahme nochmal kurz reingeguckt. Wie sahen denn da die Aufrufzahlen aus?
Caspar:
Ja, bis Redaktionsschluss hatte der Trailer 277 Millionen Aufrufe und auch das vergleichen wir nochmal mit Star Wars, weil es so schön ist. Der Star Wars Trailer zu dem Star Wars Teil Erwachende Macht hat inzwischen bis Redaktionsschluss 112 Millionen, also weniger als die Hälfte und der Trailer ist schon zehn Jahre alt. Auch das hat mich überrascht, dass der Film schon so alt ist, aber ja, da sieht man mal den Unterschied zwischen GTA und Star Wars.
Elli:
Ich möchte mich an der Stelle outen, ich habe weder noch gesehen, aber was ich sehe ist, die Erwartungshaltung an GTA 6 ist enorm.
Caspar:
Wir haben ja im Podcast öfter auch schon mal über Hypes gesprochen und dass sie vor allem für Firmen nicht immer nur ein Segen sind, sondern auch mal zum Problem werden können. Denn je größer so ein Hype ist, desto kleiner wird auch der Spielraum für Fehler. Ihr wisst es, die Leute erwarten oder steigern sich in Dinge rein, erwarten das absolut beste Spiel aller Zeiten. Das ist ja auch das budgettechnisch größte. Wir haben jetzt 13 Jahre fast darauf gewartet. Ja und deswegen, wenn GTA 6 relativ gut wird, reicht das tatsächlich nicht. GTA 6 muss ein perfektes Spiel werden.
Stella:
Ich glaube, wir müssen jetzt zum Abschluss noch einmal vielleicht so den Bogen machen. Wir haben erst über den Hack gesprochen und waren dann aber sehr schnell dabei, was eben für einen Hype um natürlich auch Rockstar Games, aber auch um GTA besteht. Also abschließend, Fazit. Was heißt denn das Ganze jetzt, was wir besprochen haben?
Elli:
Die eigentlich spannende Geschichte ist ja an der Sache nicht, dass das jetzt ein Hack gegeben hat und wahrscheinlich auch nicht, dass das sich sogar noch positiv auf die Aktie ausgewirkt hat, sondern dieser Hack hat einfach die Zahlen hinter dem Ganzen gezeigt. Man hat es schon immer so erahnt, dass GTA, also wenn man sich irgendwie im Blick auf die Gaming-Branche hatte, dann wusste man, oh ja, GTA, das ist wohl ein ordentlicher Brocken. Jetzt weiß man eben, wie groß das Ganze ist und GTA ist längst kein normales Spiel mehr.
Caspar:
GTA ist eigentlich eher ein System, ein System, das seit über zehn Jahren jeden Tag sehr, sehr gutes Geld verdient und ein Spiel, das man eigentlich längst schon ersetzen müssen. Das ist ja auch so ein Grund, warum wir wahrscheinlich so lange auf GTA 6 warten, weil sich Rockstar zum einen Zeit nimmt, damit GTA 6 besonders gut wird, aber sie sich auch die Zeit nehmen können. Das darf man auch nicht vergessen. Ein Entwicklungsstudio, was so viel Geld einnimmt, hat auch eben gar keinen Bedarf, jetzt über vorhastig irgendwas rauszubringen. Ich gehe mal stark davon aus, wenn dann GTA 6 wirklich im November rauskommt, dann wird es auch zum Beispiel. In letzter Zeit gab es sehr viele Spiele, die sehr verbuggt waren, als sie rauskamen. Das kann ich mir vorstellen, wird zum Beispiel Rockstar Games nicht passieren. Ja, also ihr seht schon, die eigentliche Frage ist nicht, wird GTA 6 gut, sondern wird es gut genug, um das Beste zu sein, was Rockstar je gebaut hat und was die Gaming-Branche bisher gesehen hat.
Elli:
Also wir sehen schon, Caspar, wenn es dann soweit ist, du wirst dir vielleicht ein oder zwei Wochen freinehmen, um das Ganze mal zu testen.
Caspar:
Nicht vielleicht. Grüße an meinen Chef.
Elli:
Um zu gucken, wie es läuft.
Caspar:
Wenn es rauskommt, bin ich zwei Wochen im Urlaub.
Elli:
Und alle anderen, vielleicht eben auch die von euch, die sich nicht für Gaming an sich interessieren oder eben nicht für Spiele wie GTA spezifisch, aber so wie wir für Macht und Zaster. Ihr wisst jetzt auch Bescheid und guckt vielleicht im November einmal genauer hin, wenn es heißt, da ist was rausgekommen oder oh mein Gott, das ist total gefloppt und so weiter und so fort, dann wisst ihr, was das für das Studio hinter dem Spiel und für den Publisher bedeutet.
Caspar:
Und ich werde berichten, wenn ich dann im November ein bisschen abgetaucht bin.
Stella:
Wir freuen uns drauf. Was machen wir da eigentlich mit dem Podcast? Wir müssen noch mal sprechen, ob wir dann so Live-Berichte quasi kriegen. Aber was halte ich Ihnen davon? Wir machen jetzt noch so eine gute Nachricht zum Abschluss. Soll ich danach? Wie sieht es aus?
Caspar:
Ja, sehr. Finde ich gut. Immer.
Jingles:
Gute Nachricht.
Elli:
Da ist er wieder, unser Erzählbogen. Wir hatten es in den Updates von Energiebilanzen, die man nicht einsehen durfte. Jetzt schauen wir wieder auf Bilanzen, die aber veröffentlicht wurden.
Caspar:
Und wir hatten zwischendrin Bilanzen, die gehackt wurden und veröffentlicht wurden.
Stella:
Es ist Folge der Bilanzen.
Elli:
Bilanzierung, direkt nochmal hier ein kleines Modul belegen dafür. Nee, das war was anderes. Moment, es gibt wieder eine Anstalt, nee, ein Institut diesmal. Und zwar, kennt ihr das EASY?
Caspar:
Nein, ich kenne EASY, das englische Wort, aber das EASY, was du meinst, wird anders geschrieben.
Elli:
Richtig, das schreibt man ISI.
Stella:
Seitdem es bei uns im Notizen-Doc steht, kenne ich es. Aber mir geht es da ganz ähnlich wie Caspar. Elli, klär uns auf, was steckt dahinter?
Elli:
Das ISI ist das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung. Und das hat mal wieder, wie es das regelmäßig und immer tut, geforscht. Diesmal im Auftrag des Bundeslandes Baden-Württemberg. Das ISI hat geschaut, welche Maßnahmen könnten dabei helfen, den Verkehrssektor in Baden-Württemberg bis 2040 klimaneutral zu machen. Denn das ist das Ziel, was man sich in Baden-Württemberg gesteckt hat.
Stella:
Und das klingt bis jetzt alles noch gar nicht nach so einer guten Nachricht. Wir haben hier ein Institut, ich weiß, die Lieblingsinstitute und so, ich weiß nicht, ob sich das damit einreiht, aber jetzt Klima, Auto, okay, also die haben sich wahrscheinlich Maßnahmen angeschaut, die schon laufen, sowas wie kostenfreie Parkplätze für E-Autos und hoffentlich was rausgefunden, was gut funktioniert. Ja, geht das so in die Richtung?
Elli:
Ja, ich muss zugeben, die gute Nachricht hat diesmal zwei A-Bars. Aber wir gucken erst mal drauf, was denn an sich passiert ist.
Caspar:
Da sind wir noch nicht. Wir sind noch nicht bei den A-Bars.
Elli:
Wir sind erst mal bei den kostenfreien Parkplätzen für E-Autos. Also das Easy hat sich mehrere Maßnahmen angeschaut, die schon gelaufen sind oder noch laufen in Baden-Württemberg. Und in Stuttgart gab es zwischen 2012 und 2022 kostenfreie Parkplätze für E-Autos. Also wenn man irgendwo in der Stadt geparkt hat und man hatte ein E-Auto, musste man nichts bezahlen. Von den Menschen, die darüber nachgedacht haben, sich ein neues Auto zuzulegen in dem Zeitraum, war das schon wohl als recht attraktiv empfunden. Denn laut Easy-Berechnungen könnten sich Menschen von 2018 bis 2022 beim Autokauf für bis zu 15.460 rein elektrische Fahrzeuge und 10.160 Plug-in-Hybride statt Verbrenner entschieden haben, wegen des kostenlosen Parkens. Und das wiederum, so die Berechnungen vom Easy, würde eine Ersparnis von 63.000 Tonnen CO2 gleichkommen. Also schon mal nicht schlecht.
Caspar:
Jetzt hast du aber zwei Abers angekündigt. Was war denn das Erste?
Elli:
Ja, also es handelt sich um Hochrechnungen und Schätzungen und so. Und natürlich ist da wissenschaftlich sauber gearbeitet worden. Aber man kann in der Wissenschaft nicht immer wirklich trennschhaft sagen, das lag jetzt nur daran, weil die Parkplätze kostenlos waren in dem Zeitraum. Und apropos Waren, wie schon gesagt, das mit dem kostenfrei Parken ist mittlerweile vorbei. Denn es wurden am Ende einfach zu viele E-Autos, um alle kostenfrei irgendwo parken zu lassen. Dementsprechend weiß man jetzt, das kann schon auch eine Anregung sein, aber es ist halt nicht für immer und überall möglich.
Caspar:
Ja, ich finde es ja fast eine halbe gute Nachricht, dass es aufgrund von zu viel Nachfrage eingestellt werden musste. Es hätte ja auch andersrum laufen können.
Elli:
Ja, und gleichzeitig muss man aber sagen, es geht, wir reden hier von einer Stadt, von einem städtischen Umfeld, wo sich so ein E-Auto vielleicht auch mal eher anbietet, weil es einfach kürzere Strecken sind oder so. Dementsprechend für den städtischen Raum gewährleistet. Ganz gut so als Hintergrundinfo und beim Rest. Ich bin ja gespannt, wie das mit Bade-Württemberg und den Zielen oder dem Ziel weitergeht. Aber bis 2040 ...
Caspar:
Du meinst jetzt, wo die Grünen da die Regeln übernehmen?
Elli:
Also ich sag mal so, bis 2040 müssen wir noch ein paar Podcast-Folgen machen und ihr hört sie euch hoffentlich an.
Caspar:
Das sind, warte mal, wir haben jetzt in zwei Jahren 100 Folgen.
Stella:
Während Caspar rechnet, Baden-Württemberg natürlich auch großer Autostandort von Herstellern. Deswegen auch da natürlich spannend in dem Bereich. Aber Caspar, rechnest du noch?
Caspar:
Ja, ich rechne noch.
Stella:
Er hat sich ein Taschenrechner zu Rate gezogen.
Elli:
Ich weiß gar nicht, ob ich das wissen möchte. Das würde mich erschlagen, die Zahl.
Caspar:
1400 Episoden haben wir dann.
Elli:
Müssen wir noch machen bis dahin. Also eine davon habt ihr jetzt hiermit schon geschafft und wir auch. Wir hören uns dann nächste Woche wieder. Ihr wisst, wir haben jetzt was vor uns. Und bis 2040 hat es wahrscheinlich auch GTA 6 geschafft. Ihr wisst, ihr kennt den Witz jetzt.
Caspar:
Ja, oh ja, vielleicht, nee, GTA 7 ist da noch nicht draußen. Das wird wahrscheinlich nochmal 30 Jahre dauern.
Stella:
Sven hört es hier auf jeden Fall.
Caspar:
Genau, ich gucke mir jetzt den Trailer nochmal an von GTA, damit es 278 Millionen werden.
Elli:
Ich wollte gerade sagen, die ganzen Aufrufe kommen doch von dir, gib es doch zu.
Caspar:
Ja, der Leuchtchen-Dauerschleife.
Elli:
Wie ist die Energiebilanz dafür?
Caspar:
Schlecht.
Stella:
Also ich würde sagen, bis nächste Woche. Es war wie immer schön mit euch und natürlich auch mit euch, die uns dazuhören, die wir nicht sehen. Aber schaltet gerne nächste Woche wieder ein.
Caspar:
Achso, eine Sache noch, bevor du ganz verabschiedest. Letzter Punkt. Schaut doch vielleicht mal auf unserer Webseite vorbei. Vielleicht hat sich da ein bisschen was verändert.
Elli:
Caspar hatte mal wieder die Nacht um die Ohren geschlagen.
Stella:
Aber Caspar war nicht allein, sondern Caspar hatte kleine Wichtel am Werk. Vielleicht müssen wir nächste Woche da mal was zu sagen.
Caspar:
Vielleicht reden wir da nochmal drüber. Aber guckt doch mal vorbei und schreibt uns, wie es ihr findet.
Elli:
In diesem Sinne. Macht es gut. Bis nächste Woche.
Caspar:
Bis dann.
Stella:
Tschüss.
Caspar:
Tschüss.
Jingles:
Das war's schon wieder für diese Woche. Folgt oder abonniert uns gerne in eurer Podcast-App und lasst uns dort eine Bewertung da. Das hilft uns sehr. Bis zum nächsten Mal.