Shownotes
100 Episoden Silicon Weekly, zwei Jahre Tech-News! Unzählige Gespräche über KI, Plattformen, Regulierung, Gadgets und die Frage, wie Technologie unsere Gesellschaft verändert.
Für diese Jubiläumsepisode verlassen wir mal unsere gewohnten Rubriken und werfen einen Blick zurück. Nicht nur auf den Podcast selbst, sondern auf die digitale Welt, die uns seit Episode Eins beschäftigt. Welche Themen sind hinzugekommen? Welche großen Versprechen haben sich erfüllt? Welche Trends sind sang- und klanglos verschwunden? Und welche Probleme begleiten uns noch immer?
P.S.: Zum Schluss möchten wir noch Danke sagen. Und zwar an alle, die uns seit der ersten Episode hören und auch an die, die irgendwann unterwegs eingestiegen sind. Danke dafür, dass ihr jede Woche ein bisschen eurer Zeit mit uns verbringt.
Transkript der Episode
Das Transkript wird automatisiert erstellt
Jingles:
Herzlich willkommen zu Silicon Weekly zu einer neuen Folge. Es geht los. Apple stellt neue KI-Funktionen vor. Wir starten jetzt mal mit dem Thema Wikipedia und KI. Wir gucken uns ein bisschen an, was Google so macht. Ex, jemals Twitter. Und zwar geht es um die Europäische Kommission. Wir verlassen mal die Erde mit künstlicher Intelligenz. Willkommen zu Silicon Weekly 100. Vor zwei Jahren begann alles mit der Frage, was passiert eigentlich gerade in der Tech-Welt? 100 Episoden später suchen wir noch in meiner Antwort.
Elli:
Hallo und herzlich willkommen zur hundertsten Episode Silicon Weekly. Und wer sind wir überhaupt, falls ihr uns nicht seit hundert Folgen schon ertragt, sondern zum ersten Mal dabei seid? Ich bin Elli, hallo. Und auch in den letzten Folgen war ich nicht so häufig dabei, weil ich gerade eine kleine Auszeit habe. Aber heute bin ich da und sitze an einem Tisch mit zu meiner Linken.
Caspar:
Caspar, hallo Elli, schön, dass du mal wieder da bist.
Elli:
Hallo. Und zu meiner Rechten.
Stella:
Hi, Stella. Und ich freue mich auch, dass du wieder am Start bist.
Caspar:
100 Episoden Silicon Weekly.
Elli:
Ja.
Caspar:
Ehrlicherweise, natürlich habe ich daran geglaubt, dass wir es soweit schaffen. Aber die Zeit hat mich überrascht, wie schnell das dann doch irgendwie ging.
Elli:
Ja, es fühlt sich an, als ob wir gestern erst unseren ersten Geburtstag gefeiert hätten.
Caspar:
Ja.
Elli:
Ja, wir haben uns gedacht, wir machen unsere Sendung heute entsprechend ein bisschen anders. Grüße gehen raus an René, der sich gewünscht hat, dass wir kochen. Soweit ist es noch nicht. Vielleicht dann bei 300 Folgen, wer weiß.
Caspar:
Ja, aber Daniel hat vielleicht Glück. Der hat uns geschrieben und sich gewünscht, vielleicht macht er mal eine Laber-Podcast-Folge. Also für alle, die so eher nicht so, also eher Anti-Laber-Podcast sind, das wird jetzt eine etwas lockere Folge. Also wir werden natürlich inhaltlich werden. Wir werden auch inhaltlich miteinander sprechen. Aber es ist nicht so wie üblich, dass wir einen komplett roten Faden haben, wo wir uns irgendwie langhangeln.
Elli:
Und die festen Rubriken, die ihr sonst hier jede Woche hört, die haben wir auch ein bisschen umgemodelt. Und Grüße gehen auch raus an Armin, der sich gewünscht hat, dass ein Geheimnis verraten wird. Und es hat was mit Autos zu tun.
Stella:
Wir werden es auf jeden Fall lüften.
Caspar:
Ja, ich kann ja sagen, vielleicht an der Stelle jetzt mal in die Kapitelmarken, in eine Podcast-App gucken, die Bilder für Kapitelmarken kann. Dann seht ihr nämlich die Lüftung des Geheimnisses.
Elli:
Ach, und sonst möchtest du gar nicht drüber sprechen?
Caspar:
Nee, sonst möchte ich ja nicht drüber sprechen. Das sieht man dann ja.
Elli:
Okay, also für alle Leute, die jetzt nicht eine App haben, die Kapitelmarken kann, naja, es geht darum, welches Auto Caspar fährt und Caspar hat sich breit erklärt, ein Bild zur Verfügung zu stellen von diesem schönen Oldtimer.
Caspar:
Was haben wir denn heute überhaupt vor? Jetzt haben wir schon ganz viel drüber geredet, dass wir was anders machen, aber was genau ist unser Plan für heute?
Stella:
Also unser Plan ist, dass wir zurückgucken zu den 100 Folgen. Ich habe gerade gedacht, eigentlich sind es ja noch mehr, wenn wir zurückgucken, damals auf Ketchup.
Caspar:
Ja, stimmt.
Stella:
Also wir sind ja schon eine Weile in dieser Tech-Bubble unterwegs.
Caspar:
Ja, wir hatten eigentlich unseren vierten Geburtstag schon, was unsere Zusammenarbeit betrifft, vor zwei oder drei Wochen.
Elli:
Das stimmt.
Stella:
Aber so weit gehen wir nicht zurück, sondern wir wollen eben schauen, was hat sich eigentlich so in den vergangenen Jahren verändert? Welche Entwicklung haben wir gemeinsam auch beobachtet? Wie schätzen wir das auch ein? Was erwarten wir vielleicht auch? Ja, also wir machen nochmal so einen ganz wilden Ritt durch eigentlich die vergangenen zwei Jahre mit euch.
Elli:
Und damit das nicht ausufert und wir auch so ein bisschen einen roten Faden haben und euch nicht drei Stunden voll sabbeln, haben wir das Ganze so ein bisschen, gestaltet als Release Notes. Die Idee kam von Caspar und wem jetzt der Begriff Release Notes nichts sagt, das kommt aus der Softwareentwicklung. Wenn eine neue Version von einem Programm erscheint, dann schreiben die Leute, die daran mitentwickelt haben, auf, was sich verändert hat, was ist dazugekommen, welche Fehler sind behoben worden, und was ist jetzt gerade eben aktuell, woran wird gearbeitet. Und das sind dann die Release Notes. Und wir haben Silicon Weekly in den letzten zwei Jahren auch ab und an überarbeitet und auch so diese Digitalwelt hat sich verändert, würde ich sagen. Und dementsprechend dachten wir uns, wir machen mal Release Notes für die letzten 100 Folgen Silicon Weekly.
Caspar:
Und die erste Rubrik in so typischen Release-Loads ist Edit. Also was ist tatsächlich dazugekommen? Was hat sich seit der ersten Folge dazugesellt, thematisch, bei uns, im Podcast, aber auch in der Tech-Welt? Was haben wir hinzugefügt? Was hat sich thematisch hinzugefügt?
Stella:
Genau, und deswegen heißt unsere erste Rubrik eben, wie du gesagt hast, Edit. Also es geht jetzt erstmal um uns.
Caspar:
Ja, den Anfang macht unsere neue Webseite. Eine Webseite hatten wir von Anfang an, aber die war tatsächlich so, ich gebe es zu, ach, wir brauchen irgendwie eine Webseite, ich zimmer da mal was hin. Und inzwischen hat die ja einen ziemlichen Glow-Up, wie man neu Deutsch sagt, hingelegt bekommen.
Elli:
Sie wurde aufgehübscht.
Caspar:
Sie wurde aufgehübscht und ist jetzt tatsächlich auch mal eine Podcast-Landing-Page, was wir auch hinzugefügt haben vor ungefähr einem Jahr, glaube ich, oder? Ist es schon so lange her?
Elli:
Ich glaube nicht ganz.
Caspar:
Nee, okay, noch nicht ganz. Steady, also die Möglichkeit uns finanziell zu unterstützen. Ihr wisst ja, wir machen das hier in unserer Freizeit und privat und unabhängig von unseren Arbeitgebern und zumindest die laufenden Kosten können wir das damit decken. Aber falls ihr Interesse habt uns zu unterstützen, wir würden uns auch über mehr Geld freuen.
Elli:
Aber an der Stelle auch mal ein dickes Dankeschön an die Leute, die uns monatlich.
Caspar:
Schon unterstützen, ja.
Elli:
Man kann bei uns Kaffee und Keks oder Kaffee und Kuchen uns quasi ausgeben einmal im Monat. Und da sind schon Leute am Start und deswegen vielen, vielen lieben Dank, dass ihr das möglich macht, dass das Ganze aktuell sich finanziell zumindest trägt.
Caspar:
Genau, ist kein Minusgeschäft und das ist ja schon mal ein echter Anfang. Vielen Dank.
Elli:
Genau. Wir haben Transkripte jetzt zu den Folgen. Das heißt, man kann auch, also ich mache das tatsächlich mittlerweile gerne, dass ich mir auch einfach mal das Transkript durchlese, wenn ich gerade nichts auf den Ohren haben möchte. Also wenn ich nichts hören möchte, dann lese ich mir auch nochmal das Transkript der letzten Sendung oder so durch. Und wir hatten einen Adventskalender. Im Dezember haben wir ganz wahnwitzig 24 Türchen für euch produziert.
Caspar:
Jeden Tag.
Elli:
Beziehungsweise vorproduziert. Und was natürlich auch mit dazu gekommen ist, sind die beiden Katzen, die ab und zu mal bei uns bei Instagram zu sehen sind oder bei jetzt zu hören auch.
Caspar:
Die in Aufnahmen gerne mal rausgeschnitten werden, die sich gerne mal zum Beispiel auf meine Tastatur legen und dann dafür sorgen, dass die Aufnahme stoppt oder solche Dinge. Alles schon gehabt.
Stella:
Und vielleicht eine Sache, die ihr nicht unbedingt hört oder seht, beispielsweise in den Kapitelmarken, aber da müssen Elli und ich uns nochmal bei Caspar bedanken, denn wir haben ja angefangen mit einem Google Doc und sind quasi heute auch nochmal back to the roots, aber, wir haben jetzt seit so, ich würde mal sagen, vier Wochen circa ein eigenes Redaktionssystem, was uns wirklich die Recherche sehr erleichtert. Und das ist Caspar zu verdanken, der da sich so ein Tüftler-Wochenende gegönnt hat und dann plötzlich über unser Kommunikationstool uns mitteilte, ich habe da mal sowas gebastelt, schaut mal rein. Also auch hinter den Kulissen entwickeln sich Dinge weiter und das freut uns sehr.
Elli:
Ja, und man muss auch sagen, wir waren ja zum zweiten Mal dieses Jahr auch schon auf Betriebsausflug oder letztes Jahr.
Caspar:
Ja, das machen wir auch dieses Jahr wieder. Zwei Betriebsausflüge gemacht. Ab zwei ist es Tradition, also müssen wir dieses Jahr auch wieder hin.
Elli:
Ach so, okay. Ja, also das ist auch passiert.
Stella:
Das ist auch, weil ich habe gerade gedacht, wir wollen ja auch wieder die Schmalznudel haben.
Caspar:
Stimmt, in München eine Schmalznudel essen.
Stella:
Aber was ist denn so technisch noch passiert? Wir haben erstmal so einen kleinen Recap gemacht. Was haben wir so gemacht in den 100 Folgen? Was haben die anderen um uns herum gemacht?
Caspar:
Ja, die anderen.
Elli:
Und so ein bisschen kann man es auch verknüpfen. Denn zum Beispiel bei unserer Webseite, aber ich glaube auch beim Bau des Redaktionssystems, hat sich Caspar von KI helfen lassen.
Caspar:
Ja, ohne Vibe-Coding hätte ich das nicht hinbekommen. Das stimmt.
Elli:
Und da sind wir auch bei dem großen Elefanten im Raum. Ich glaube schon, dass seit wir diesen Podcast gestartet haben, seitdem ist KI immer mehr in den Alltag gekommen. Es geht mittlerweile auch weg von diesem nur, ich habe einen Chatbot, den kann ich irgendwie fragen, warum meine Toilette linksrum spült, hin zu, da werden Aufgaben gemacht.
Caspar:
Ist das eine Sache, die du, okay, da können wir nachher nochmal drüber. Ich wollte gerade sagen.
Stella:
Das Beispiel hatte ich noch nie.
Elli:
Ich versuche immer markante Beispiele für euch zu finden.
Stella:
Das kam jetzt überraschend.
Caspar:
Ich weiß ja, was du meinst. Also es ist nicht mehr dieses reine, ich chatte mit dem Ding, sondern es ist bei vielen, glaube ich, immer mehr im Alltag angekommen und auch im beruflichen Alltag. Also ich weiß, wir gucken ja immer wieder auf Statistiken und da sieht man ja auch, dass zum Beispiel, was sich noch überhaupt nicht eingestellt hat bei sehr, sehr vielen Firmen, ist dieses Effizienzsteigerung durch KI. Also das hat man ja immer gehofft, oh, da setzen wir jetzt KI ein, dann wird alles viel billiger und alles viel schneller. Ja, das tritt noch nicht so wirklich an in vielen Bereichen, aber dass man jetzt anfängt von dem reinen Hype hinzukommen zu einem, ich kann KI da einsetzen, wo es sinnvoll ist und auch wirklich Gewinn bringt, das merkt man immer mehr, finde ich.
Elli:
Was gleichzeitig geblieben ist, ist schon, glaube ich, die Erwartungshaltung teilweise aus gewissen Ebenen in Unternehmen von wegen, ja, mach das doch mit der KI, dann geht das schneller. Also ich glaube, das ist schon der Gedanke, der ist geblieben, auch wenn sich noch nicht alles so dazu hin entwickelt hat, dass es wirklich effizienter ist tatsächlich. Natürlich. Aber jeder und seine Mutter und sein Vater und sein Hund sind jetzt mit KI ausgestattet, auch programmmäßig. Es gibt kaum mehr einen Softwareanbieter, der nicht irgendwelche KI-Funktionen mit drin hat, gefühlt.
Stella:
Wobei, ja, die Ausstattung, ja, aber man sieht ja schon noch, dass es auch viele gibt, die noch keine künstliche Intelligenz nutzen, also auch keine KI-Chatbots. Deswegen, also das ist ja immer noch auch ein Thema, finde ich, wo sich so ein bisschen die Gruppen aufteilen, so die Hardcore-User und auch manche, die sagen, da habe ich ja, also, freu nicht, möchte ich nicht, will ich nicht. Und vor allen Dingen, du hast gerade gesagt, KI-Chatbots, jetzt mehr und mehr kommen ja die KI-Agenten. Ich weiß noch, wir haben zum Beispiel auch mal über OpenClaw geredet. All sowas ist ja jetzt quasi die nächste Stufe.
Elli:
Ja.
Caspar:
Ja, und wenn man vor allem zwei Jahre zurückblickt, die sind in der KI-Entwicklung natürlich enorm. Also ich habe mir den Spaß mal gemacht, zwei Jahre wirklich mal zu gucken, was war denn vor zwei Jahren Thema. Da war GPT-4O, da war das große Thema, dass das nicht mehr ein reiner Chatbot ist, sondern das multimodal wurde. Also dass die auch Bilder können und sowas, und auch Bilder verstehen und auch mit anderen Dateiformaten umgehen können. Rückblickend ist das inzwischen völlig normal, dass man da auch mal ein Bild reinschmeißen kann. Vor zwei Jahren war das das große Thema. Und da ging es schon um KI-Agenten. Da hieß es, uh, das wird das nächste große Ding. Ja, zwei Jahre später wurde das dann erst das nächste große Ding. Und auch da, wenn wir in OpenClaw drüber gesprochen, ich kann hier jetzt ja auch mal teasern, dass ich inzwischen auch so einen KI-Agenten habe. Per Telegram chatte ich mit dem. Das ist noch nicht so weit, dass das, wie ich vor zwei Jahren versprochen wurde, quasi nächste Woche fertig ist. Das wird also uns auch wahrscheinlich in zwei Jahren auch noch begleiten, wenn wir dann in vier Jahren nach dem vierten Geburtstag zurückgucken. Aber ja, es ist ein Thema, was jetzt langsam anfängt, Fahrt aufzunehmen. Also Agenten, das sind ja KIs, die dann selbstständig auch mal Aufgaben lösen. Man ihnen quasi nur noch sagt, was sie tun sollen und die machen dann den Rest.
Stella:
Und was auch Fahrt aufnimmt, gerade die Episode in der vergangenen Woche, war ja auch in die Richtung, das Thema digitale Souveränität. Wir haben ja vergangene Woche auch darüber gesprochen, Dass beispielsweise Anthropic, das US-Unternehmen hinter dem KI-Chatbot, Claude, auch den Zugang für zwei neue Modelle gekappt hat auf Bitten der Regierung, alle Nicht-Amerikaner auszustießen, ging nicht anders. Sie haben dann quasi die Dinger komplett offline genommen und sind auch... Wir zeichnen heute am 21. auf, noch nicht wieder verfügbar. Aber generell dieses Thema, wie können wir uns auch in Europa einfach unabhängiger von US-Firmen generell, von Tech-Firmen vielleicht auch aus China machen, ist auf jeden Fall prominenter geworden, aber auch mit einer 10-Umsetzung. Wir denken zum Beispiel an Paypal. Caspar, ich glaube, du bist nicht. Die Alternative ist Vero. Ich glaube, Caspar ist immer noch mit mein einziger Kontakt, der Vero nutzt. Ich habe neulich zu einer Freundin gesagt, hey, du kannst mir das auch bei Vero schicken.
Caspar:
Und die hat dich angeguckt wie ein Auto wahrscheinlich.
Stella:
Nee, es war über WhatsApp und die Nachricht war nur, was ist ein Vero?
Elli:
Ich weiß auch noch, als wir auf Betriebsausflug fahren im Herbst letztes Jahr, habt ihr euch beide erstmal kurz wieder daran erinnern müssen, dass ihr ja auch Vero habt und euch darüber Dinge schicken könnt, weil ihr sonst wieder den US-Anbieter genutzt hättet.
Stella:
Wir waren auch ganz aufgeregt. Das weiß ich nachher, dass das funktioniert hat.
Caspar:
Was aber immer noch nicht geht, zumindest habe ich das noch nicht feststellen können, ist Shoppen im Internet damit. Das ist ja das, wo der amerikanische Konkurrent groß drin ist, dass du quasi in jedem Shop mit PayPal bezahlen kannst. Und die Idee war ja, dass das mit Vero eben auch gehen soll. Ich habe es vor, Zwei Monate mal versucht, da stand auch meine Bank drin, aber das war nur die niederländische Variante meiner Bank, nicht die deutsche. Also mit einer niederländischen Konto hätte ich bezahlen können bei Vero, was natürlich in Europa völliger Blödsinn ist. Also ich muss dann mit jedem Konto zahlen können. Das hat nicht funktioniert. Also es dauert alles noch ein bisschen. Es ist ein bisschen zäh. Aber immerhin denken wir über Souveränität und unabhängige Dienste, europäische Dienste auch mal nach, weil das war vor zwei Jahren zwar eigentlich so in der Branche ab und an mal ein Thema, aber es war kein großes Thema.
Elli:
Ja, und jetzt, wo dann doch, wir hatten ja auch mal eine Folge, da ging es um einen Richter, glaube ich, vom Internationalen Strafgerichtshof, der da auch… Ja.
Caspar:
Dem Office abgedreht wurde.
Elli:
Also, wo man dann auch sieht, so, ist vielleicht doch ganz gut, auch gerade, weil man nicht weiß, wie sich die politische Lage beispielsweise in den USA weiterentwickeln wird. Und es ist vielleicht ganz gut, wenn man doch wieder auf eigene Sachen…, sich fokussieren würde.
Caspar:
Naja, und was in den zwei Jahren halt auch stattgefunden hat, ist, dass es Beispiele gibt, dass es geht. Also wir denken nur mal zum anderen Land Schleswig-Holstein, das ja umgestiegen ist, zwar mit, wir haben es ja auch darüber berichtet, ein oder zwei Haken und Problemen und zwischenzeitlich konnten E-Mails nicht zugestellt werden und solche Dinge oder Leute hatten auf andere E-Mails Zugriff. Ja, das gab es, aber inzwischen hat der Umstieg geklappt und das ist ein Beweis, es geht. Man kann eben auch als ein großes Bundesland zum Beispiel oder mehrere Behörden umsteigen und am Ende ist die Welt nicht untergegangen, wenn man plötzlich nicht mehr Windows und Microsoft benutzt.
Elli:
Das könnten wir fast schon in eine Kategorie auch stecken, zu der wir noch kommen, nämlich die Kategorie Removed, also welche Dinge fallen weg. Aber ich würde mal sagen, wir machen den Deckel bei Edit hinzugefügt drauf. Wir sind uns einig, KI wurde quasi überall mit reingeworfen und hat sich aber auch weiterentwickelt hin vom stupiden, ich habe einen Chatpunkt, mit dem mich schreiben kann, zu deutlich, multifunktionaleren Anwendungen, zu deutlich mehr, was kann man alles damit machen. Und ich würde sagen, ist auch hinzugekommen, die Perspektiven auf KI haben sich nochmal verändert. Also wie steht man dazu, wie positioniert man sich?
Caspar:
Ja, am Anfang war es ganz oft, dass wir gesagt haben, guck mal, das sind neue Funktionen und so weiter und so fort. Aber wenig war dann ein bisschen, also wir haben natürlich schon auch eingeordnet, aber jetzt wird öfter auch einfach die Machtfrage bei uns auch gestellt. Das war vorher halt nicht so. Also da haben wir die Features erzählt. Das war auch völlig in Ordnung. Aber inzwischen haben sich auch die KI-Firmen verändert. Und durch die politische Situation in den USA haben sich ein paar Dinge verändert. Und ja, das ist eigentlich fast eine Überleitung zum Thema Changed. Unsere nächste Rubrik.
Stella:
Ja, ich glaube, die meisten Tech-Konzerne, wir haben schon ein paar angerissen, Anthropic, OpenAI, sind gerade groß im KI-Bereich. Da gehört auch ein Nvidia zu. Ich weiß, wir haben an der Stelle auch schon mal über die KI-Blase, die mögliche KI-Blase gesprochen. Aber generell, so auch als wir mit dem Ganzen mal angefangen haben, ob jetzt vor vier oder vor zwei Jahren, Damals waren die Unternehmen nicht unbedingt Engel und im Auftrag des Allgemeinwohls unterwegs, sondern sie wollten schon Geld machen. Also wir denken mal zurück an Facebook, mittlerweile Meta mit Mark Zuckerberg oder Jeff Bezos, hinter Amazon Elon Musk, der jetzt gerade zum ersten Billionär der Welt geworden ist.
Caspar:
Das zum Beispiel ist eine Entwicklung.
Stella:
Vor zwei Jahren hatten wir die noch nicht gesehen.
Elli:
Da waren wir alle noch so, oh, der fährt jetzt gerade Twitter in den Sand.
Stella:
Also X. Let that sink in, das war so damals das, oder auch Tim Cook, der jetzt quasi abtritt von Apple.
Caspar:
Oh, den könnten wir eigentlich zu Removed fast noch packen.
Stella:
Stimmt, aber auch an der Stelle in der zweiten Amtszeit, der hat ja, wie aber eigentlich alle in dem Tech-Bereich, also die ganzen einflussreichen Tech-Männer in den USA haben sich ja mit US-Präsident Donald Trump verabschiedet. Ja, sehr, sehr gut gestellt. Aber ich glaube, gerade bei Tim Cook hat es viele auch besonders überrascht, weil Apple ja eigentlich immer ein Unternehmen war, was auch eher modern auftreten wollte.
Caspar:
Ja, Diversität.
Stella:
Für Diversität stand.
Caspar:
Tim Cook, der auch von Homosexuell lebt und so. Also es war alles ein bisschen verwunderlich. Mich hat nicht überrascht, dass sie es tun, weil Donald Trump ja schlicht und ergreifend sowas wie keine Regulierung verspricht und das für diese Tech-Firmen natürlich großartig ist. Mich hat die Geschwindigkeit und der Elan, mit dem sie sich an den Hals geworfen hat, überrascht. Und das hat tatsächlich, das ist so der größte Change für mich in den vergangenen zwei Jahren, meinen Blick auf diese ganze Silicon, Weekly, nicht Weekly, guck, es ist genau der Fehler, ich wollte es, im Kopf sagte ich noch, sag nicht Weekly, auf die Silicon Valley Bubble geworfen hat. Oder dieser Blick hat sich geändert. Wir waren vorher ja auch nicht naiv und haben die irgendwie als Heilsbringer, Du hast es ja gerade schon gesagt gesehen. Nichtsdestotrotz hat sich mein Blick auf diese Gansbubble stark nochmal verändert durch die vergangenen zwei Jahre.
Elli:
Ich glaube, es ist einfach eine neue und nochmal deutlich schwerwiegendere Facette von Opportunismus sichtbar geworden, die man eigentlich schon immer hätte sehen können und die man auch so erahnt hat, die jetzt aber eben, durch diese politische Schwere, die dann eben nochmal gekommen ist, deutlicher geworden ist und wo man glaube ich auch immer die Gedanken dann nochmal weiterführt. Okay, was bedeutet das? Und da kommen wir auch gleich noch zum Thema bei Remove dazu. Was haben einige Firmen, da gab es Dinge, deren man sich gerne entledigt hat, auch im Sinne von kaum Regulierung mehr und so. Und das wirft dann, wenn man da mit einem journalistischen Blick drauf guckt, wirft das neue Problematiken beziehungsweise jetzt dringlichere Problematiken auf.
Stella:
Ich finde den Punkt, den du gerade angesprochen hast, sehr, sehr wichtig, weil ich glaube, das ist auch das, was sich so mit Blick auf das Silicon Valley so verändert hat, weil wenn man jetzt zurückschaut, diese ganzen, Denkmuster oder Denkschulen, die da dominieren sind, also wenn ich jetzt an Sam Altman denke oder Peter Thiel, der würde ich sagen insbesondere jetzt so in den vergangenen 24 bis 12 Monaten viel mehr auch in die breite Öffentlichkeit gekommen ist. Ich glaube, früher war das eher jemand, den kannte man in der Tech-Bubble, aber jetzt ist das einfach jemand, der viel mehr diskutiert und besprochen wird.
Stella:
Also der Investor, der, ich glaube, gefühlt in fast allen Groß bei Paypal mit dabei, also bei gefühlt allen Tech-Firmen irgendwie mit dabei ist. Da hat sich ja also diese eine Denkschule mit Transhumanismus beispielsweise oder wir wollen ins All quasi so ein bisschen auch den Übermenschen schaffen. Das sind ja Dinge, die sind nicht erst innerhalb der vergangenen zwölf Monate aufgetaucht, sondern die haben die Silicon Valley, ja auch Caspar, Mann, auf jeden Fall auch mitgeprägt. Und ich glaube, da sieht man einfach, wie Ellie gesagt hat, diesen Opportunismus. Die haben halt am Anfang die Firmen sehr geschickt auf der Welle mitgesprungen von, wir sind divers, wir sind modern, wir wollen nach vorne, wir sind quasi von euch allen der beste Freund. Guck mal hier, Social Media, Facebook ganz vorne dabei. Wir connecten Menschen, wir haben so nette, bunte Logos, wir verteilen Herzchen. Wir wollen uns liken und jetzt zeigt sich einfach, dass nun die andere Seite, die vielleicht da, marketingtechnisch in den vergangenen Jahren nicht so nach außen getragen wurde, jetzt in Teilen erschreckenderweise salonfähiger geworden ist und deswegen kriegen wir das jetzt auch in der breiten Öffentlichkeit viel mehr mit. Aber das ist nichts, was aus Heid im Himmel passiert ist, sondern auch das, die Ansätze sind von Anfang an da, auch in solchen Denkmustern wie hier Move fast, break things, also diese ganzen Glaubenssätze waren ja immer darauf ausgelegt, hey, nach dem Motto, Mach Sachen kaputt, dann kann Neues entstehen. Das ist einfach das, was auch diese ganze Szene mitgeprägt hat.
Elli:
Ja, und in einer Welt, wo es einfach politisch bedingt auch wieder salonfähiger geworden ist, zu sagen... Ist Demokratie wirklich so die Staatsform für alle? Also das ist ja tatsächlich einfach in den letzten zwei Jahren salonfähiger geworden, das anzugreifen verbal. Da gehen die entsprechenden Unternehmen und die entsprechenden Personen eben auch gerne mal mit, weil es ihnen eben gelegen kommt, im Zweifel.
Caspar:
Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber auch wenn das alles schon angelegt war und man das ja auch als Tech-Journalist wahrgenommen hat und gesehen hat, mich hat das zwischenzeitlich, ich war, weil wir sehr nicht an den Tech-News dran sind, ich habe zwischenzeitlich meine Lust an dem Thema verloren gehabt. So, also ich hatte wirklich so einen kleinen Durchhänger, wo ich mir gedacht habe, was ist das für eine, entschuldigt, auf gut Deutsch Scheiße, was machen die da, was ist das für eine beknackte Kackwelt, die aus dieser Tech-Welt geworden ist, weil am Anfang, ich bin ja auch mal Tech-Journalist geworden aus der Begeisterung für Tech-Themen und dass da ja viele spannende Dinge irgendwie, und das versuchen wir auch mit diesem Podcast immer rüberzubringen, dass die Tech-Welt spannend, divers und auch manchmal sehr toll ist, Stichwort gute Nachricht, da kommen wir zum Schluss noch zu, Aber zwischenzeitlich hatte ich echt so einen absoluten Durchhänger, wo ich gedacht habe, was ist das hier? Ich habe da keinen Bock mehr drauf.
Elli:
Ja, und das ist vielleicht auch eben ein ganz schöner Schwenk von jetzt, was hat sich in der Tech-Bubble getan zu uns als Host von Silicon Weekly. Und auch bei mir als Privatperson habe ich gemerkt, ich habe eine Zeit lang, wahnsinnig Bauchschmerzen gehabt, dass diese Themen mir alle durchzulesen, zu verarbeiten, zu fassen, was da schon wieder alles passiert ist, wer zum Beispiel ein Manifest veröffentlicht hat, was sehr, sehr menschenunfreundlich ist, Anspielung ist da eben Richtung Peter Thiel und Palantir und so weiter. Und, All diese Themen aufzunehmen, zu sortieren, im Kopf durchzudenken und auch zu sagen, okay, was wollen wir in diese Sendung mit reinpacken, hat mich phasenweise sehr an meine Grenzen gebracht. Und ich muss auch sagen, ich fand es in dem Moment sehr schön, mich dann auch auszutauschen und zum Beispiel von dem Caspar zu hören, hey, mir geht es auch so oder mir ging es auch so, einfach um sich nicht allein zu fühlen. Trotzdem glaube ich, habe ich jetzt auch in den letzten zwei Jahren immer wieder neu für mich lernen müssen. Okay, wie distanziere ich mich? Wie ordne ich Sachen ein? Wie werde ich nicht total pessimistisch in diesem ganzen Sog? Ja, also auch dann eine spannende Entwicklung. Das Allheilmittel habe ich leider noch nicht gefunden, muss ich auch sagen an der Stelle. Also wenn ihr auch mal in die Tech-Bubble guckt oder auch in die Politik-Bubble guckt und euch denkt so, au weia, ja, vielleicht habe ich auch noch nicht den heiligen Gral der guten Laune.
Stella:
Na, ich glaube, das wäre auch sehr viel verlangt, so der heilige, gerade der guten Laune, das geht ja auch nicht immer. Ich weiß gar nicht, bei mir war es tatsächlich persönlich gar nicht so in den vergangenen Jahren, also klar, eine gewisse Art von Frustration. Das, was ich mir genau denke, kann ich vielleicht nicht sagen.
Caspar:
Wir können ja ein EWI explizit an die Episode dranhängen.
Stella:
Also man hat mich schon gefragt, ob die alle ein bisschen, ob die eigentlich komplett gaga sind und nicht ganz, ganz dicht in der Birne. Ich weiß nicht, ob man das, ob das okay ist, das sozusagen. Aber bei mir war das nicht so unbedingt, ich sage mal, mich hat das eher so ein bisschen trotzig gemacht und angetrieben, weil für mich eben da auch einfach ein springender Punkt ist, dass das alles Männer auch relativ in einer Altersgruppe sind. Auch, ja, wie gesagt, mit diesen Denkschulen, die da auf jeden Fall eine Verbundenheit haben. Und deswegen gerade so als Frau auch in der Tech-Bubble aktiv zu sein und deine Stimme zu haben, das hat mich sehr, sehr angetrieben, das nicht aufzugeben und mir das von denen auch nicht kaputt machen zu lassen. Weil ich einfach immer noch der Überzeugung bin, dass Tech, dass auch KI sinnvolle Dinge tun kann. Also Positives für die Welt, so eine Entwicklung, man muss es nur richtig nutzen. Und ich finde es fatal, wenn man das einfach nur einer bestimmten Gruppe überlässt mit bestimmten Interessen. Deswegen für mich war das, sagen wir teilweise, eine Mischung aus Trotz und Antrieb, die aber auch dazu geführt hat, dass ich mittlerweile sehr zu schätzen gelernt habe. Einfach mal ins Grüne zu gucken und ich glaube, was ich so jetzt bisher in der Arbeit als Tech-Journalistin auf jeden Fall gelernt habe, ist...
Stella:
Da wird auch sehr viel overhyped. Also es ist immer entweder alles ganz, ganz toll oder genau das Gegenteil, die sich da auch, ich meine hier Anthropic, Amazon, gerade die besten Beispiele, da ist immer, es ist auch viel eigenes Geschichten erzählen im Interesse dabei und das auch zu hinterfragen. Da manchmal auch diesen berühmten Schritt zurück zu machen und mal zu gucken, okay, was ist denn, was sind hier eigentlich die Fakten? Das finde ich auch als Journalistin immer sehr lehrreich, sehr hilfreich. Und dann auch, dass wir eine gute Nachricht haben und manchmal sehen, wie zum Beispiel Tech auch wirklich gute Sachen bringen kann. Das freut mich dann einfach. Und dann denke ich, guck mal, da ist ja noch nicht alles verloren. Es gibt Hoffnung und diese positiven Geschichten, die brauchen einfach mehr Aufmerksamkeit. Und nicht immer nur das, was, ja, weiß ich nicht, manchmal die Elon Musk, Peter Thiels und auch Sam Ortmans dieser Welt so tun.
Elli:
Ja, und was bei mir noch passiert ist, ist mir gerade aufgefallen, dadurch, dass eben demokratiefeindlichere Aussagen, salonfähiger geworden sind und auch Ansätze in der Tech-Welt salonfähiger geworden sind, die demokratiefeindlich sind oder das Potenzial dafür haben, habe ich auch nochmal mehr für mich quasi diese Rolle im Journalismus mir angeguckt. Und man hört ja gerne so diese Aussage, als Journalist soll es zu neutral sein, als Journalistin. Gleichzeitig dieses Bewusstsein, so Journalismus und Demokratie sind ganz, ganz eng miteinander verknüpft. Und wenn ich Journalismus machen möchte, der unabhängig sein darf, dann muss ich die Demokratie dafür schützen, weil die ermöglicht mir das. Und das ist so ein Learning, was ich quasi... Und zeitgleich zu dem Ganzen, was da passiert ist und zu meinen Negativphasen auch, vielleicht als positives oder als gestärktes Bild mit rausnehme.
Caspar:
Trotzdem sind wir ja immer noch neutraler Journalismus. Also wir berichten ja über die Themen. Natürlich gibt es ab und an mal einen Meinungsblock und wir sagen auch unsere Meinung dazu und das finde ich auch gut, richtig und wichtig. Ich glaube, da hat sich der Podcast an sich auch nochmal ein bisschen hinverwandelt. Ich glaube, am Anfang war das sehr wirklich die Tech-News und das runterbeten klingt jetzt so negativ. Aber quasi die Welt beschreiben, wie sie ist, um jetzt mal von einem berühmten Medium einen Zitat halb und falsch zu zitieren. Und bei uns ist jetzt aber ein bisschen noch dazu gekommen, okay, manchmal ist die Tech-Rate scheinbar kacke in letzter Zeit und das ist das, was mich so ein bisschen wieder rausgerettet hat. Aber es hilft ja nichts, darüber nicht zu reden. Und vielleicht ist es ganz gut, wenn wir gemeinsam mit unseren Hörerinnen und Hörern einfach das beschreiben, wie es ist und dann versuchen vielleicht hinten raus noch was Gutes rauszunehmen, aber auch einfach genau zu sagen, wie es ist und auch offen und ehrlich zu sagen, weil auch das ist ja und das ist ja auch das, was mich dann auch wieder so ein bisschen runtergezogen hat mit Blick auf die USA und, Einmal ehemals eine der ältesten, wichtigsten, größten Demokratien der Welt und Journalismus, wissen wir alle, wie es in den USA gerade bestellt ist, auch nicht so richtig gut. Da den Widerspruch ein bisschen hoch zu halten und der Tech-Welt zu sagen, ihr könnt alles so ruhig machen, aber wir sehen das und wir berichten drüber. Das hat mir dann so ein bisschen wieder rausgeholfen.
Stella:
Genau das. Also ich glaube, gerade auch nochmal sich selbst zu vergegenwärtigen, wie wichtig Journalismus ist. Also diesen neutralen Blick, wie Caspar ihn auch gerade beschrieben hat. Das ist auch etwas, was mich auch immer zu diesem Podcast hier wieder antreibt, weil na klar, wir machen das in unserer Freizeit. Aber ich finde einfach gerade im Bereich Social Media, das ist übrigens der Teil, wo ich in den vergangenen zwei Jahren gemerkt habe, da habe ich nicht mehr so Interesse dran. Also das muss ich sagen, das gibt mir sehr, sehr wenig solche Plattformen wie TikTok und Instagram.
Elli:
Merkt ihr vielleicht auch an unserem Instagram-Engagement, wir entschuldigen uns an der Stelle mal, dass die Aktivität da drastisch zurückgegangen ist, aber ja, hatte Gründe und wir sehen euch trotzdem noch mit euren Nachrichten, die ihr uns schickt.
Stella:
Ja, also ich gebe ganz ehrlich zu, ich frage mich schon, warum ich, keine Ahnung, Videos und Bilder, gerade auch von mir als Privatperson, einer Plattform wie Meta oder einem Unternehmen wie Meta zur Verfügung stellen sollen, damit die damit ihre KI trainieren, wo für mich als Endnutzer voll undurchsichtig ist, was genau die damit machen, quasi wie mein Material verwendet wird. Und das ist für mich ein großer Punkt, über den ich mir dann auch Gedanken mache. Aber ich glaube, gerade in dieser Social-Media-Bubble, wo es ja immer um die Hook geht, es muss ja alles emotionalisiert sein. Ab Sekunde eins und wir müssen uns immer alle ganz doll aufregen, aber irgendwie merken wir auch alle, wir wollen uns gar nicht so doll aufregen und dann geht es uns allen mental nicht so gut. Das ist was, was ich einfach sehr, sehr kritisch sehe und deshalb glaube ich gerade, dass neutraler Blick, der dann vielleicht auch nicht von Werbekooperationen etc. abhängt, wie das bei InfluencerInnen der Fall ist, sehr, sehr wichtig ist.
Elli:
Und das ist fast schon die perfekte Überleitung zur Rubrik Removed. Was ist verschwunden? Unter anderem Stellas Liebe für Social Media ein bisschen zumindest.
Stella:
Ob das vorher eine Liebe war, weiß ich jetzt auch nicht.
Elli:
Aber ich möchte ganz kurz noch zwei Begriffe in die vorherige Kategorie werfen in Changed. Ich sage einfach mal Kryptowährungen und NFTs. Als wir diesen Podcast angefangen haben, war das noch super, super spannend. Und auch ein bisschen in breiteren Diskurs. Ja.
Caspar:
Ja, es ist nicht removed. Also es ist nicht für die Kategorie removed, weil es ist immer schon noch da und der Bitcoin ist ja auch zwischenzeitlich nochmal ordentlich gestiegen.
Elli:
Aber es ist ein bisschen zurück in die Nische.
Caspar:
Ja, zurück in die Nische, wo es, Achtung, persönliche Meinung, vielleicht auch hingehört.
Stella:
Übrigens auch das Thema digitaler Euro. Ich weiß noch, das war eher so in unserer quasi Vorläufer-Podcast-Zeit. Aber da könnte ich mir vorstellen.
Caspar:
Ist auch still geworden drum.
Stella:
Ja, aber dass das jetzt nochmal so ein kleines Revival erlebt, also ich glaube, das Thema werden wir vielleicht in nächster Zeit doch nochmal irgendwie besprechen.
Elli:
Ja, so wiederauferstandene Totgeglaubte hatten wir ja schon einige in diesem Podcast. Was nicht totgeglaubt ist unsererseits, aber auch noch nicht so wirklich wiederauferstanden ist, kommt jetzt eben in der, Kategorie Removed und zwar den Anfang machen wir mit Metaverse und Augmented und Virtual Reality, weil Virtual Reality können wir gleich nochmal diskutieren, aber bei Metaverse, Ja, es ist ruhig geworden.
Caspar:
Ja, also zumindest die Vision, die Mark Zuckerberg ja mal hatte und ja sogar seine ganze Firma darauf umbenannt hat. Ich glaube, wenn man ihn fragen würde, was würdest du rückblickend vielleicht ändern oder was hättest du rückblickend anders gemacht? Ich glaube, diese Umbenennung Meta wäre vielleicht was, weil diese Idee eines Art Second Life, wie das eine Spiel ja auch heißt. Also das ist der digitale Ort, wo wir uns in Zukunft alle treffen. Die Idee ist langsam so gut wie tot. Ich glaube, Meta glaubt ja selber schon nicht mehr dran. Und ja, sicherlich gibt es Leute, die auch mit Virtual Reality und sich in solchen Orten dann auch immer noch treffen. Aber große, also das Metaverse zum Beispiel, also die Anwendung von Meta wird halt auch eingestellt oder ist sogar schon eingestellt worden. Und es ist eine Nische geblieben. Es ist nie groß geworden.
Elli:
Ich musste ein bisschen schmunzeln, als ich das jetzt wieder hier in unserem Doc gelesen habe, weil die Idee, dass wir uns alle irgendwann digital treffen und unser Leben digital leben, ist, Auf der einen Seite steht, auf der anderen Seite gucke ich auf Social Media, auf YouTube, auf Instagram und so weiter. Da trenden gerade Videos von Leuten, die zeigen, was sie sich für Körbe oder Taschen zum Beispiel packen mit Offline-Aktivitätssachen. Also was packen sie in einen Korb für dedizierte Offline-Zeit? Leute versuchen, aktiv wieder rauszukommen und Gras anzufassen, wie man so schön sagt. Ja, also irgendwie ist die Gesellschaft für dieses, wir leben komplett im digitalen Raum vielleicht auch einfach nicht bereit gerade.
Stella:
Ja, wobei dann denke ich auch mit Erschrecken daran, also persönliche Meinung, wenn nicht so gekennzeichnet, was gerade passiert. Nämlich, dass zum Beispiel gerade junge Menschen, auch wenn wir nochmal auf KI gucken, KI-Chatbots, so dieses ganze Thema Beziehungsschatbot, Liebesschatbot, dass da schon eine Nachfrage ersichtlich ist, was ich echt bedenklich finde, was das für unsere Gesellschaft heißt. Aber ich finde gerade auch da sieht man einfach so eine, wie es auseinander geht. Manche sehr bewusst eher so in die Offline-Welt, andere vielleicht eher in die Online-Welt. Vielleicht gibt es da auch Überschneidungen. Ich hoffe einfach, dass wir nicht vergessen, dass die Offline-Welt die reale Welt ist, die man dann auch anfassen kann, wie Elli sagt.
Elli:
Ja, apropos anfassen. Augmented und Virtual Reality haben wir hier noch stehen.
Caspar:
Ja, also ich glaube, es gibt sicherlich den ein oder anderen Verfechter von Augmented Reality, also der Mischung von realer Welt und virtuellen Inhalten. Ich lese schon in meinem Postfach, dass mir Leute schreiben, ja, aber Google arbeitet doch an Brillen und Apple ja wohl auch und so. Ja, das stimmt. Ich glaube, das Metaverse als diese Erzählung vom Raum der Zukunft, das ist tot. Ich glaube auch, dass Augmented Reality durchaus eventuell nochmal eine Chance hat, wenn die Brillen dann wirklich technisch mal soweit sind und wir von Brillengestellen reden und nicht von irgendwelchen klobigen Virtual Reality Headsets, die wir uns auf den Kopf kleben und dann nicht mehr mit der Außenwelt kommunizieren können. Gleichzeitig sehe ich aber auch, was Meta gerade mit seinen smarten Brillen macht und was für eine Protestwelle das auslöst. Im Sinne von Kameras mit drin, Gesichtserkennung, Leute lassen sich diese LED rausschrauben, um irgendwie heimlich Aufnahmen zu machen. In Social Media tauchen lauter Clips auf von Frauen, die heimlich gefilmt wurden am Strand und so. Das ist genau die Richtung, in die es eigentlich nicht gehen sollte. Und es geht genau in diese Richtung. Das heißt, ich glaube, diese Brillen werden es gesellschaftlich wieder sehr schwer haben, so wie es ja auch mit diesen Google Glasses dann war am Ende. Die Glassholes, das hat ja schon mal dafür gesorgt, dass diese ganzen Brillen für Jahre verschwunden sind. Ja, also mal gucken, wie sich das weiterentwickelt. Ich bin da sehr gespannt drauf. Aber zum Beispiel diese Metabrille, eigentlich kann man die guten Gewissens, auch nicht mehr so richtig aufsetzen. Also das ist zum Beispiel was, was sich gechanged hat, um nochmal die Rubrik wieder rauszuholen.
Elli:
Gleichzeitig muss man sagen, dass die Zeit, in der die Glass-Halls quasi gesellschaftlich geschämt wurden und Ärger ihr Fett wegbekommen haben, da war auch die gesellschaftliche und politische Situation eine andere. Also die Welt, in die diese Smart-Glasses damals eingeführt wurden, ist eine andere, als es jetzt ist. Ich weiß noch nicht, ob ich ganz so optimistisch bin, dass das nicht doch salonfähig auch wird. Da werden wir drauf gucken. Eine Sache, die jetzt doch irgendwie in den letzten zwei Jahren auch da war und dann wieder weg, war so die Geschichte von wegen, wir bauen ein kleines Gadget, was dein Smartphone ersetzen kann und mit KI funktioniert. Wir erinnern uns an so Ansteckbroschen, von denen wir hier erzählt haben oder an den Rabbit Air One. Ich glaube, mittlerweile ist der Gedanke so ein bisschen wieder eingemottet worden und man versucht jetzt doch weiter einfach Dinge aufs Smartphone zu bringen, weil das Smartphone ist halt schon da und alle sind dran gewöhnt und naja.
Caspar:
Ja, das war ja der große Gedanke, das ist das, die Zukunft nach dem Smartphone, die lösen das ab. Ja, siehe da, jetzt sind die Geschichten, also der Rabbit One wird zwar wohl auch noch mit Updates versorgt, aber das Thema ist durch.
Stella:
Ich wollte gerade sagen, den Hype, den das Ganze hatte, dem ist es auf jeden Fall nicht gerecht geworden. Aber bei diesem ganzen Thema mit Bosch und so, wenn ich einfach mal diesen Markt sehe mit Gesundheits-Gadgets, wenn wir sie so nennen wollen, wobei ich finde es irgendwie auch immer irre, sie so zu labeln. Also Dinge zur Selbstoptimierung, Whoop, Ura-Ring etc. Jetzt heißt es, vielleicht bringt Apple im September da auch so ein Armband zur Gesundheits-Sport-Tracking-Geschichte raus. Deswegen, dass da perspektivisch mehr KI mit einzieht, weil es ja auch immer mehr Menschen gibt, die eben künstliche Intelligenz mit Spracheingabe nutzen. Ich glaube nicht innerhalb so der nächsten fünf Jahre beispielsweise, dass es ein großes Ding wird, aber darüber hinaus, dass es mehr und mehr so Gadgets gibt, wie zum Beispiel hier eine Apple Watch, generell Smartwatches, da ist ein Bildschirm dran, also sprich, dass wir uns irgendwann, von dem mobilen Telefon, was ja das Smartphone mal war, verabschieden hin zu Apple. Nur Armband mit bestimmten Funktionen, das kann ich mir tatsächlich schon vorstellen. Ich glaube, das wird aber noch eine ganze Weile dauern.
Caspar:
Also ich bin sehr gespannt, da haben wir ja auch schon mal drüber gesprochen. Es soll wohl dieses Jahr noch einen Einblick geben in das Gerät, an dem OpenAI mit Apples ehemaligen Chef-Designer Johnny Ive arbeitet. Der hat ja jetzt erstmal mit dem neuen Ferrari zu tun gehabt, ging ja ein bisschen in die Hose. Jetzt kann er sich wahrscheinlich wieder komplett auf dieses OpenAI-Gadget konzentrieren. Niemand weiß genau, was das können soll, wie das dann aussieht, was die Funktionen sind. Aber es könnte natürlich ein bisschen in die Richtung gehen, die du gerade beschrieben hast. Vielleicht kommen diese KI der Gadgets als untrote dann ja doch nochmal wieder. Mal gucken, ich bin gespannt.
Stella:
Was aber wirklich weg ist, wir haben es jetzt noch nicht gehabt, ist die D-Mail, die MMS und 2G.
Caspar:
Die sind wirklich tot.
Stella:
Da müssen wir uns jetzt wirklich verabschieden. Ich weiß auch nicht, ob da irgendwas nochmal angestellt wird. Ich glaube es nicht. Aber ich glaube, da sind wir uns alle sehr sicher, das war es.
Elli:
Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat, ah, geh mal.
Caspar:
Na, ich glaube, wenn du es ein bisschen, ja, du hast es zitiert.
Elli:
Was wir hier sonst noch haben, ist so ein bisschen der Mobilitätssektor. Wir gehen mal weg von Mr. Gadget und Co.
Caspar:
Wobei da ist ja die Frage, also die Themen, die du jetzt aufzählen willst, sind die wirklich removed oder sind das so Zombies?
Stella:
Wir diskutieren.
Elli:
Flugtaxis, ja, Zombie-Modus. Ich glaube, es gibt noch Menschen, die die retten wollen. Transrapid auch so wieder kommt alle x Jahre wieder. Haben wir auch mal eine Folge dazu gemacht.
Caspar:
Also so wie ich die CDU kenne, werden die die Flugtaxis sicherlich nochmal wieder ausgraben.
Elli:
Robotaxis würde ich sagen, sind nicht removed, aber die hat hier jemand ins Dokument geschrieben.
Stella:
Criminal Side-Eye zu Caspar übrigens.
Caspar:
Vielleicht war ich das. Also ich glaube, jetzt aktuell ist das Thema tot, weil das Das. Immer wieder hieß, ja 2024 fahren die in den Innenstädten, 2025 fahren die in den Innenstädten, 2026 ist es soweit, dass das schlechendeckend kommt. Ich glaube, tot ist es nicht. Also das Cybercar von Tesla ist ja jetzt wohl auch langsam mal Cylock Cap, ist ja langsam wirklich mal am Entstehen. Ich glaube, es wird halt einfach wirklich noch Jahre dauern, dass wir uns komplett autonome Fahrzeuge irgendwie an die Haustür bestellen können, die uns dann von A nach B fährt und niemand mehr ein Auto braucht. Das weiß ich nicht.
Elli:
Aber es ist nicht removed. Ich würde sagen, es ist postponed. Es wird auf die Warteliste gesetzt.
Stella:
Ich würde sagen, das ist auch ein Ding, da müssen wir differenzieren. In Europa würde ich auch sagen, Warteliste.
Elli:
Ja, stimmt.
Stella:
Mit vielleicht auch unklarem Ausgang, so ein bisschen für die nächsten fünf Jahre, was passiert. Ich meine, wir hätten, glaube ich, auch vergangene Woche über London gesprochen, wo es jetzt wieder Testfahrten gibt, auch in den USA. Weil Moistow ja durchaus, würde ich sagen, im Alltag angekommen in den Städten, wo es eben fährt. Aber es sind natürlich auch noch nicht alle. Aber in China ist gerade im Fahrzeugsement auch für Privatpersonen ist mittlerweile gang und gäbe, habe ich noch einen Artikel in der Wirtschaftswoche gelesen, dass die Autos quasi zumindest selbst aus der Tiefgarage fahren und dich dann beispielsweise vom Restaurant einsammeln oder so.
Caspar:
Oh, das wäre gut. Da bin ich neulich mal an meiner Tiefgaragenwand hängen geblieben. Das wäre dem Roboter wahrscheinlich nicht passiert.
Stella:
Nein, da möchte ich nur, ich kann es nicht, ich war noch bisher nicht in China, deswegen, es beruht wie gesagt auf dem Artikel, den ich da gelesen habe, aber ich glaube gerade in dem Bereich sind die Funktionen einfach übrigens aus verschiedenen Gründen natürlich verbreiteter, so, deswegen, ich bin ja unentschlossen, also in Europa auf Hold, aber in anderen Teilen der Welt, glaube ich, sehr, sehr, ja, integriert eigentlich schon.
Elli:
Eine Sache, die auf alle Fälle jetzt erstmal removed ist, ist der TikTok-Streit in den USA. Der hat uns auch ewig begleitet. Da haben wir, ich weiß nicht, wie treu 150 Mal drüber berichtet. Das ist jetzt durch das Thema. Haben wir abgehakt, kommen wir auch hoffentlich erstmal nicht mehr drauf zurück. Und eine Sache, die ich jetzt juxweise noch reingeschrieben habe, die geht aber auch in den Bereich der nächsten Rubrik schon über, das sind die Known Issues, die bekannten Probleme. GTA 6 ist immer noch nicht da.
Caspar:
Ja, aber es ist angekündigt und du kannst es ab Ende des Monats vorbestellen und ey, ich muss mal sagen, 100 Episoden Silicon Weekly vor GTA 6.
Elli:
Ja, damit, also ich würde sagen, die bekannten Probleme, die machen wir kurz, weil sonst sind wir wieder beim Thema schlechte Laune. Ja, es sind einfach viele Dinge weiterhin kaputt, die auch vor zwei Jahren schon kaputt waren in der Tech-Welt, die jetzt aber sich teilweise noch mehr als kaputt rauskristallisiert haben. Wir haben das Stichwort Plattform macht, dann hatten wir diesen KI-Hype, der jetzt sich einfach verändert hat, würde ich mal sagen. Geschäftsmodelle, die nicht wirklich gut funktionieren, Stichwort Spotify, die jetzt alles mögliche machen, um irgendwie mal schwarze Zahlen zu schreiben, gefühlt. Die bieten jetzt Sportkurse an und man kann jetzt Bücher gleichzeitig lesen und hören. Also es wird ganz wild, was die noch alles so einbauen jetzt in ihre eigentlich ursprünglich Musikstreaming-App. Ja, dann die Sache mit, wie werden Inhalte eigentlich gefunden? Thema Datenschutz ist auch auf unserer Liste, Ja, wollt ihr in irgendwas direkt reingehen?
Caspar:
Also wir können ja mal das Thema Plattform, Macht und Gatekeeper, so wie es ja die EU auch bezeichnet im Digital Markets Act. Das war ja vor kurzem bei uns Großthema wegen Apple, die ja ganz bewusst in die Konfrontation gehen. Ich finde, das ist immer so ein bisschen so, natürlich wollen die Firmen das nicht, andererseits die EU will da ganz stark irgendwie, dass es eben keine Gatekeeper gibt, also keine Firmen, die dann einzelne große Firmen auf Dingen drauf sitzen. Das wird uns auch die nächsten Jahre noch begleiten. Also deswegen auch Known Issue, das ist etwas, was nicht abgeschlossen ist, was nicht removed ist, was sich auch nicht so wirklich ändert, weil es schon eine Weile da ist. Das wird etwas sein, wo wir auch in Zukunft immer mal wieder draufblicken müssen und eben die Frage stellen, was passiert denn, wenn zentrale Dienste, Kommunikationsdienste, Wissensdatenbanken von einzelnen großen Firmen kontrolliert werden, von einigen wenigen Akteuren. Wir haben die Namen vorhin auch gerade aufgezählt, die vor allem mittelalten weißen Männer, die das dann machen. Was heißt denn das?
Elli:
Ja, und auch dieses Dilemma, was da seit Ewigkeiten mitschwingt zwischen, wenn ein Unternehmen wirklich eine große Marktmacht hat und auch sich darauf fokussiert, auf bestimmte Sachen, dann sind die Produkte auch oft, können einfach besser sein als die von Mitbewerbenden, weil sie eben, da wirklich viel Geld drauf gesteckt wird und auch viel Daten zum Beispiel dann benutzt werden. Und gleichzeitig haben wir dann eine Monopolbildung. Also dieses, wir hatten, glaube ich, mal über Ecosia zum Beispiel gesprochen als Suchmaschine und Google. Du hast einen Anbieter, der europäisch ist, der versucht, irgendwie datenschutzmäßig und so weiter Sachen anders zu machen und gleichzeitig weiterzugeben. Hast du dann teilweise in der Suche andere Ergebnisse, weil es nicht so funktioniert, wie wenn man datenmäßig alles melkt, was irgendwie geht?
Stella:
Das ist tatsächlich, glaube ich, auch das Thema, was mich mit am größten Stresst in der Tech-Bubble, einfach diese Alternativlosigkeit, die wir immer noch haben. Also klar, digitale Souveränität ist ein wichtigeres Thema geworden, vergleichsweise von vor ein paar Jahren. Aber genau das, ich kenne niemanden in meinem Umfeld, der sagen würde, hey, ich finde super, was Meta macht. Aber ich weiß genau, dass wir trotzdem alle WhatsApp, Instagram und Co. Nutzen, also ja auch weiter munter unsere Daten da reinfüttern. Und gleichzeitig, was da auch gerade auf wirtschaftspolitischer Ebene passiert, zwischen den USA, zwischen Europa, das glaube ich, wird uns auch in nächster Zeit intensiv, bis hin die nächsten Jahre gerade unter einem US-Präsidenten Donald Trump, begleiten. Weil da sieht man ja auch einfach, wie auch solche Firmen als Druckmittel eingesetzt werden. Also ich meine, was da gerade mit Apple und Siri, AI, auch das haben wir hier im Podcast besprochen, passiert, die meldet sich jetzt natürlich auch direkt, es tut mir leid.
Caspar:
Trigger-Warnung hätten wir geben müssen.
Stella:
Ja, stimmt. Und da auch zwischen der EU-Kommission, also sprich, dass Funktionen in Europa nicht eingeführt werden, angeblich wegen dem bösen, bösen Datenschutz hier. Also ich glaube, da werden wir auch in diesem Podcast noch an der einen oder anderen Stelle drüber sprechen. Auch ohne, und das finde ich immer so schade, da Lösungen präsentieren zu können, sondern nur verweisen zu können darauf. Ja, wir haben hier eine Plattformabhängigkeit. Was tun?
Elli:
Ich fand zum Thema Datenschutz einen Gedanken ganz schön. Ich weiß leider nicht mehr, von wem ich ihn gehört habe, sonst würde ich die Person explizit zitieren. Aber irgendjemand hat mal gesagt, was ist, wenn wir Datenschutz nicht als lästigen Datenschutz denken würden, sondern als Menschenschutz, als Schutz unserer eigenen Privatsphäre und unserer Rechte und auch als Schutz von Menschen, die irgendwann politisch ins Kreuzfeuer kommen könnten zum Beispiel.
Caspar:
Ja, weil das hat sich ja gerade im KI-Zeitalter ist das Thema Daten ja nochmal wieder größer geworden. Also das ist etwas, was wir immer wieder diskutieren, auch in Vorgängerformaten schon diskutiert haben und seit ich Tech-Journalist bin, ist das ein Thema. Aber KI hat ja einfach als Datenkrake alles eingesaugt und denen ist ja völlig egal gewesen. Die haben sich ja auch an kommerziell geschützten Werken bedient. Wir wissen es ja alles. Und dieser Datenhunger, der ist ja noch mal größer geworden. Das heißt, die Firmen haben jetzt noch weniger Interesse dran, datenschutzkonform irgendwie großartig Dienste anzubieten, bis auf einige wenige, die das auch als Marketing verkaufen. Ja, aber das ist auch nochmal so ein Known-Issue. Das wird uns weiter begleiten.
Elli:
Und auch da wieder das Dilemma, wenn ich viele Daten rausgebe, dann habe ich ein Produkt, das sehr gut auf mich zugeschnitten ist. Und was für mich vielleicht auch einfach sehr praktisch und einfach zugänglich ist, wenn ich versuche, meine Daten bei mir zu behalten, dann ist alles irgendwie friggeliger und unangenehmer.
Stella:
Ja, aber eins dieser ungelösten Probleme, genau das Daten ist dann das, womit wir kostenlose Plattformen dann quasi bezahlen und so dreht sich die Spirale ja auch immer weiter, aber auch was Caspar gerade angesprochen hat. Thema KI-Zusammenfassung, die den Traffic bedrohen. Und ich weiß auch gerade bei Google total krass, dass einfach diese KI-Antworten ganz oben auf der Seite uns immer in den Weg stehen zu den eigentlichen Suchergebnissen und undurchsichtig ist.
Stella:
Was Google da nach welchem Parameter quasi wie zusammengefasst hat. Ich meine auch gerade dieses Urteil, dass Google sich da dann teilweise, beziehungsweise Gemini, die KI, Sachen zusammen halluziniert und es dann heißt, ja, gibt es eigentlich gar keine Quelle. Also, Also was das eigentlich für uns Nutzende auch bedeutet und wie viel Medienkompetenz wir alle benötigen, um einzuschätzen, ist das denn jetzt wahr? Wie gehe ich mit dieser Information um? Und ich finde, da ist KI auf jeden Fall etwas, wo wir, glaube ich, auch in Zukunft noch viel darüber sprechen werden, weil das klingt immer alles so, ich stelle eine Frage, der KI-Chatbot war jetzt der Einstieg, dann kriege ich eine Antwort, dann klingt die auch ganz nett formuliert. Chat-GPT fragt mich übrigens immer noch chronisch. Also ob ich nicht noch, da kriege ich immer eine Rückfrage. Klortet irgendwann auf. Chat-GPT, das ist nach wie vor das Ding, weil wir Nutzer sollen ja im Loop bleiben. Genauso wie bei den Meta-Plattformen. Und das ist auf jeden Fall ein Issue, wo fraglich ist, auch mit KI-Agenten. Wenn ich mir jetzt vorstelle, eines Tages wäre ich dann auch bei meinem Kalender immer noch weiter gefragt. Irgendwann werden Termine für mich gemacht. Ich weiß nicht. Vielleicht bin ich zu sehr kontrollerti, als dass ich das attraktiv finde. Also ich gucke gerne selber in meinen Kalender und schreibe gerne selbst meine E-Mails.
Elli:
Apropos Social Media, was du gerade schon angesprochen hattest, da möchte ich mich auch ganz kurz nochmal echauffieren. Achtung wieder hier als Privatperson, die sauer wird. Wir bekommen zwar die wunderschönsten KI-Lösungen für Probleme, von denen wir nicht mal wussten, dass wir sie haben, versprochen. Aber es ist immer noch nicht möglich, dass Social Media Unternehmen in den Kommentaren Hass und Hetze wirklich unterbinden und dass sie Bots, die zuhauf irgendwo auf Plattformen unterwegs sind, unterbinden können. Auch vermutlich, weil das Interesse dafür einfach nicht da ist, weil diese Plattformen genauso konzipiert sind, dass sie eben über Emotionalität und über hohe Emotionen funktionieren.
Caspar:
Das sorgt ja für Traffic. Also ein Shitstorm ist für eine Plattform ideal, weil dann eben was passiert und Leute drauf sind und mehr Zeit damit verbringen und immer wieder reingucken. Also sobald mit Scheiße um sich geworfen sind, freuen sich die Großen zur Social Media Plattform.
Elli:
Und da können wir auch zum 25. Mal das Social Media Verbot für Jugendliche hervorholen. Und am Ende ist das Problem auch noch da, wenn die Leute dann über 16, 17, 18 Jahre alt sind, dass da einfach Inhalte sind, die auf diesen Plattformen explizit nicht beseitigt werden von den Plattformen.
Stella:
Und natürlich, wenn wir jetzt an TikTok denken, wie teilweise Begriffe auch gebannt werden. Ich finde es schon krass, wie sich so eine Zweitsprache entwickelt, oder in Teilen entwickelt, damit du bestimmte Begrifflichkeiten durch andere ersetzt, damit du am Algorithmus vorbei informieren kannst etc.
Caspar:
Es gibt so Aufklärungskanäle bei TikTok, die dann gewisse Begriffe nicht mehr sagen dürfen, weil sie sonst runtergerankt werden.
Stella:
Also da funktioniert dann das Ganze plötzlich. Da geht blocken. Das finde ich auch sehr, sehr fragwürdig, auch mit dem demokratischen Verständnis. So generell auch dieses ganze Thema Überwachungspotenzial. Das eine sind natürlich Extrembeispiele wie Palantir. Wir haben oft auch jetzt in den vergangenen 100 Folgen darüber gesprochen, wie auch in Deutschland verschiedene Polizeien möglicherweise diese Software einsetzen wollen, bereits einsetzen, wenn auch in modifizierter Art und Weise, angepasst auf den deutschen beziehungsweise europäischen Markt. Aber generell dieses Thema gläserne Mensch, also ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber es beschäftigt mich auf jeden Fall schon und hält mich manchmal auch so von der Gadget-Nutzung ab. Ganz im Ernst, ich möchte nicht, warum geht es irgendein Unternehmen an, wie ich schlafe, wie viele Schritte ich gemacht habe, wann ich Sport gemacht habe oder whatever. Also das sind so persönliche Informationen. Weiß ich nicht.
Elli:
Ja, und gleichzeitig ist zum Beispiel, leben wir in einer Welt, wo zum Beispiel Dating-Apps zu benutzen ganz normal ist. Und auch da geben wir ja sehr, sehr intime Daten im Zweifel preis, wenn wir so eine App benutzen. Bei Bumble soll sich auch, ich glaube es war Bumble, soll sich insgesamt das Ganze nochmal verändern, wie die App überhaupt funktioniert. Also dieses Swipen, da ist gerade so die Überlegung, dass das nicht mehr passieren wird in Zukunft, sondern dass das KI-optimierter dir was angeboten wird.
Stella:
Was angeboten haben, genau das ist. Das ist eigentlich so krass.
Elli:
Und dieses Angebot funktioniert ja nur, wenn du vorher ganz genau erklärst, was du haben möchtest. Also auch da wieder, es ist spannend.
Caspar:
Ich bin so zwiegespalten. Ich habe die neue Siri ausprobiert, Siri AI, weil ich auf dem Mac die Beta habe. Auf dem Mac ist Apple ja kein Gatekeeper, weil sie ja da auch andere Software zum Beispiel zulassen, wo man da ja nicht nur bei den App Store zum Beispiel Software installieren kann. Das heißt, das werden wir auch in Europa kriegen, wenn es dann mal Deutsch kann. Ich habe es auf Englisch dann ausprobiert. Und ich verstehe diesen Datenhunger, weil plötzlich, wenn der KI-Bot auf alles auf meinem Mac zugreifen kann, sämtliche Nachrichten, sämtliche E-Mails, dann kann der plötzlich sinnvolle Antworten geben. Also neulich, ich habe dann bei Siri ausprobiert zu fragen, kannst du mir mal sagen, wann meine bestellte Lieferung ankommt? Und das Ding guckt dann schnell in den E-Mails nach, macht dann selber eine Sendungsverfolgung an, guckt dann nach und sagt, der Status ist da und da, vermutlich kommt es dann dann und dann an. Natürlich hätte ich das auch selber machen können, aber ich hätte mich in meine Mails reinwählen müssen, ich hätte die Mail raussuchen müssen, dann auf den Link klicken müssen, dann selber die Sendungsverfolgung und so. Und so war das viel schneller und bequemer. Und da muss man sagen, das ist angeblich alles auf dem Mac passiert beziehungsweise in einer sicheren Cloud-Umgebung. Ich hätte das jetzt zum Beispiel nicht gerne, dass gewisse andere Anbieter kommerzieller Art alles von mir wissen, Aber ich verstehe natürlich, warum das dann personalisiert viel besser funktioniert. Und dieser Zwiespalt, da stecken wir auch noch mittendrin und das haben wir auch noch nicht gelöst, glaube ich.
Elli:
Das ist fast schon ein gutes Schlusswort.
Caspar:
Eine Sache habe ich noch, Speicherkrise.
Elli:
Ja, ich habe auch noch eine.
Caspar:
Okay, gut, dann mache ich mal mit der Speicherkrise.
Elli:
Bitte, ja.
Caspar:
Die ist, glaube ich, auch noch nicht ausgestanden. Also ich kriege mit im beruflichen Umfeld, dass wenn man, dass zum Beispiel kleinere Firmen, wenn die jetzt anfangen zu sagen, okay, wir brauchen neue Hardware, dann sind die Laptops zum Beispiel doppelt so teuer, wie das noch vor zwei Jahren war. Und das sind die gleichen Geräte, sticht und ergreifend durch die Speicherkrise. Es ist ähnlich, wie die Straße von Hormuz für eine Ölkrise sorgt und dadurch für höhere Spitzpreise ist diese Speicherkrise so, dass alle Geräte, in denen RAM-Riegel verbaut sind und das sind heutzutage nun mal fast alle Geräte, weil sie alle kleine Computer sind, die werden plötzlich teurer und die werden teilweise 200 Prozent teurer und mehr und die Prognosen sagen, die werden auch noch teurer. Und dann sind wir wieder bei dem Punkt, wenn plötzlich ein Laptop, der mal 600 Euro gekostet, 1200 Euro kostet, dann sind wir auch schon wieder bei so einer Art Machtfrage, weil wer kann sich das noch leisten? Und das ist auch etwas, da sind wir auch noch lange nicht gelöst.
Stella:
Da wird ja auch im September mit Spannung erwartet, wie teurer die neuen Apple-Geräte werden.
Caspar:
Sie haben schon angekündigt, es wird teurer.
Stella:
Genau, aber wie viel teurer ist dann auch eine große Frage. Und generell, was du auch gerade gesagt hast, das schaukelt sich ja immer weiter hoch. Nvidia beispielsweise Also produziert immer leistungsstärkere Chips, ist auch über verschiedene Verträge beispielsweise mit OpenAI groß im KI verbandelt. Das heißt, man braucht auch nicht nur die Chips, die müssen ja wo rein, die müssen ja ihre Leistung bringen. Das heißt, du brauchst einmal die Modelle dafür, aber auch die ganze Umweltthematik. In den vergangenen Jahren haben wir, finde ich, mehr eigentlich über ökologischen Umgang auch mit bestimmten Themen gesprochen. Das ist deutlich zurückgegangen. Stattdessen in den USA geht es jetzt darum, beispielsweise irgendwie quasi Mini-Atomreaktoren zu bauen, um den Strombedarf zu decken.
Caspar:
Ja, oder Kohlekraftwerke werden aus dem Boden gestampft ohne Baugenehmigungen für KI-Farmen und so. Das passiert da alles.
Stella:
Genau. Und das finde ich auch nochmal, was heißt das eigentlich für die Umwelt? Ja, auch der Wasserverbrauch. Wir hatten das ja, glaube ich, hier auch mal an verschiedenen Beispielen. Was heißt das eigentlich für uns, wenn wir jetzt so eine Technologie haben, die teilweise ja auch sehr, sehr gehypt wird, die aber so viele Ressourcen verbraucht und gleichzeitig natürlich auch einen irren Markt antreibt? Also wir erwarten in diesem Jahr noch verschiedene Börsengänge von KI-Firmen, SpaceX jetzt gerade, wo XAI auch dazu gehört. Ich frage mich schon, wo das eigentlich so hinführen soll. Also das finde ich ist definitiv auch ein Issue.
Elli:
Das und gleichzeitig haben wir ja auch vor einigen Folgen darüber gesprochen, dass die Unternehmen hinter den Technologien, gelinde gesagt, wenig Interesse haben, dass öffentlich wird, wie viel tatsächlich Ressourcen verbraucht werden durch ihre technologischen Lösungen, die sie anbieten möchten oder tun. Ja, also Lobbyarbeit auch ganz großes Stichwort in dem Bereich.
Stella:
Übrigens auch für Frauen. Wir haben gerade XAI-Grog mit den Nacktbildern, gerade von Frauen und Minderjährigen. Und da sieht man einfach auch in den Datengrundlagen, es gibt zu weiblichen Personen weniger Daten als zu männlichen. Und du meinst mehr? Nee, weibliche weniger. Mehr Männer. Also es gibt ja mehr Daten zu Männern.
Caspar:
Also ich dachte, du meinst für die Deepfake-Geschichten. Ich habe ja spaßlosweise mal versucht, mit diesen Deepfake-Modellen Fotos von mir umzuwandeln. Und die KI-Modelle haben mir dann ja Bikinis angezogen, weil sie keine allein männliche Trainingsdaten hatten. Also an der Stelle gibt es leider dann mehr weibliche Trainingsdaten.
Stella:
Aber an vielen anderen Stellen beispielsweise, wenn wir auf den Bereich Medizin, blicken, eben leider nicht. Es gibt ja auch super viel das Thema, dass eben Klischees in verschiedener Art und Weise, nicht nur bei männlich-weiblich, sondern bei verschiedenen Merkmalen eines Menschen, ja, im Nachteil quasi reproduziert werden.
Caspar:
Ja, das ganze KI-Bias-Problem ist auch immer noch nicht gelöst, das stimmt.
Stella:
Ja, sehr, sehr bedenklich.
Elli:
Wir erinnern uns an... Ich weiß nicht mehr, wie die Folge hieß, aber da ging es um Vorurteile gegenüber Menschen aus Ostdeutschland, die in KI reproduziert werden.
Caspar:
Ja, wo alles von der KI, was ostdeutsch war, schlechter bewertet wurde, selbst die Körpertemperatur, schlicht oder ergreifen, weil so viele Vorurteile drin war.
Elli:
Schlechter, in Anführungszeichen.
Caspar:
Körpertemperatur, die muss schlechter sein als bei Westdeutschen.
Elli:
Das geht nicht anders. So, in dieser Stelle möchte ich kurz sagen, wir sind schon ein bisschen dabei, wenn ihr mögt und es bei euch auch so warm ist wie bei uns, trinkt mal einen Schluck.
Caspar:
Ja, sehr gute Idee.
Elli:
Ja, sehr gute Idee. Und jetzt bin ich bereit für den Teil der Sendung, wo es darum geht, wo Dinge besser geworden sind.
Caspar:
Ja, wir beenden ja keine Sendung ohne eine gute Nachricht. Es gab schon Wochen, das können wir ja auch mal teasern, wo wir da saßen und gesagt haben, wir finden nichts. Und dann haben wir uns auch überlegt, wollen wir sie mal weglassen? Und dann haben wir aber gesagt, nein, es muss am Ende eine gute Nachricht geben.
Elli:
Da waren wir wirklich alle drei bockig.
Caspar:
Genau, da haben wir gesagt, nein, wir finden was. Wir gehen jetzt alle nochmal in dieses Internet rein und suchen. Und am Ende haben wir wirklich, manchmal sind die guten Nachrichten, gebe ich zu, mit einem sehr großen Aber, aber immerhin ist es eine gute Nachricht. Und die letzte Rubrik hier in dieser Sendung ist Bugfixes, also alles Dinge, die besser geworden sind, Dinge, wo sich etwas zum Positiven verändert hat oder eine positive Entwicklung gerade auch stattfindet.
Elli:
Ja, und ich würde gerne ein Thema, was Stella gerade schon hatte, als Überleitung nehmen, nämlich das Thema GROG und es ist tatsächlich mal was passiert nach so einer... Riesen, ich weiß nicht, wie ich es anders sagen soll, Scheißaktion. Es ist tatsächlich auf EU-Ebene was passiert und man hat sich wirklich mal Gedanken gemacht, wie wollen wir mit sexualisierten Deepfakes umgehen und dann sind da Gesetzesentwürfe und so weiter passiert.
Caspar:
Ja, und die Anbieter dieser Deepfakes müssen dafür sorgen, dass das eben nicht mehr sexualisiert möglich ist. Ich bin gespannt, angeblich ja am 2. Dezember wird es dann rechtskräftig das Gesetz. Mal gucken, was dann passiert. Wir behalten es natürlich für euch im Blick. Mal gucken, ob das am Ende wirklich eine Bugfix-Geschichte ist oder eine gute Nachricht. Aber insgesamt diese ganze EU-Regulierung, ich habe es mir getraut, in Bugfixes reinzupacken, also den AI-Act und den Digital Market Act, auch wenn die stark umstritten sind und es ja, wie wir ja sehen, wir haben es ja eben auch schon erzählt, zum Beispiel von Seiten von Apple, große Proteste dagegen gibt. Und insgesamt haben uns die, finde ich persönlich, aber gute Dinge gebracht. Also zum Beispiel, dank der EU reicht für mich für Reisen ein USB-C-Kabel. Das war vor zwei, drei Jahren noch anders. Da musste ich einen großen USB-C, ein USB-A, dann ein kleines USB-C, ein Micro-USB war manchmal noch fällig. Also diese Ladekabelgruppe, die es da irgendwie gab, die ich mit einschleppen musste, das ist vorbei, weil jetzt die Geräte zumindest auf Ladegeräteseite alle USB-C haben müssen. Und das ist ja was Positives.
Elli:
Ja, und auch das Recht zur Reparierbarkeit oder auf Reparierbarkeit zum Beispiel ist gekommen und, ja, da ist noch ein bisschen Luft nach oben, würde ich sagen, aber so diese Idee, dass dein Telefon a, auf alle Fälle gesetzlich vorgeschrieben eine bestimmte Weile halten muss und supportet werden muss.
Caspar:
Ja, Software-Updates bekommt, genau.
Elli:
Und dass du dann im Zweifel auch Ersatzteile dir kaufen kannst, einbauen lassen kannst, was auch immer. Gerade großes Thema Akku. Auch da, iPhones sehen jetzt anders aus übrigens. Das ist auch passiert in den letzten zwei Jahren. Also, naja, so ein bisschen. Thema Akku.
Caspar:
Also die Reparierbarkeit ist bei den Firmen zumindest ein Punkt. Also es ist die Frage, ob sie es vielleicht auch selber schon getan hätten. Aber man merkt den Geräten an. Das siehst du an diesem iFixit-Score, den es hier gibt. Also iFixit ist ja eine amerikanische Firma, die immer diese Geräte, sobald sie auf den Markt kommen, sofort auseinanderschraubt. Und die leben unter anderem davon, dass sie Ersatzteile verkaufen. Deswegen machen die das auch. Aber die machen auch Reparaturanleitungen, wo man dann selber anfangen kann, sein iPhone oder Mac oder was auch immer oder Android-Telefon auseinanderzuschrauben.
Elli:
Und im Idealfall nicht beim Zusammenbauen wieder schrauben.
Caspar:
Genau, weil man dann alles rückwärts wieder macht mit Fotos und allem. Man kriegt das hin, ich habe es schon ausprobiert. Und da merkst du, am Ende gibt es so einen Reparaturscore und der wird generell über den Markt hinweg besser. Das wird sicherlich unter anderem daran liegen, dass die EU sagt, das muss so sein, ihr müsst besser werden, was Reparierbarkeit betrifft. Und insofern, ja, positiver Aspekt.
Stella:
Und generell auch finden wir, glaube ich, auch hier in der Gruppe super. IPhone, Android. Man kann jetzt Nachrichten vernünftig verschicken. Und ich hoffe perspektivisch, dass auch dieses ganze Thema Interoperabilität, das ist wirklich warm hier drin, aber ich sage es war.
Caspar:
Schön, dass du das Wort gesagt hast. Ich habe es dir überlassen.
Elli:
Auch wenn es das nächste Mal Hangman spielt, ganz gutes Wort. Interoperabilität.
Caspar:
Oder Scrabble.
Stella:
Also verständlich ausgedrückt, dass man einfach über verschiedene Programme, verschiedene Systeme hinweg beispielsweise Nachrichten austauschen kann. Dass es hoffentlich eines Tages auch plattformübergreifend geht, dass ich zum Beispiel dann von Signal jemanden auf WhatsApp erreichen kann und Co. Das finde ich ist eine positive Aussicht auf jeden Fall. Und in Teilen funktioniert es ja auch schon.
Caspar:
Da wird sich sicherlich auch noch was tun. Und wie gesagt, Apples goldener Käfig. Ich bin gespannt, ob der sich ein bisschen öffnen muss jetzt mit EU-Regulierung oder ob sie sich sperren. Also da bin ich sehr gespannt, wie sich das weiterentwickelt.
Elli:
Ja, wobei wir auch da ja schon diverseste Male über Unwilligkeit durchaus berichtet haben.
Caspar:
Ja, oder Lösungen, die dann zwar umgesetzt werden, Stichwort alternative App-Stores, die dann aber so kompliziert sind, dass niemand sie nutzt. Also ich kenne niemanden, der über einen alternativen App-Store sich bisher in der App installiert hätte, in meinem Freundes- und Bekanntenkreis. Naja, mal gucken.
Stella:
Aber generell beim Thema Regulierung, also das ist auch ein Google, ein Apple, generell auch Meta, nicht einfach, zumindest in der Theorie, das ist natürlich in der Praxis, machen wir uns nichts vor, Gerichtsprozesse dauern teilweise sehr lange, dann heißt es auch, ja, ich sehe das aber anders, etc. pp. Aber, dass es zumindest erstmal eine Grundlage gibt und diese Firmen hier nicht einfach schalten und walten können, wie es denn gerade so passt.
Caspar:
Nicht wie in den USA.
Stella:
Das finde ich sehr gut. Ja, übrigens, also auch hier, Regulierung, Caspar, du hast es gesagt, immer hoch umstritten. Aber im Endeffekt haben in den USA in den vergangenen Wochen hat die Regierung gesagt, so Leute, ihr schaltet jetzt ein Programm ab. Und zwar aus heiterem Himmel, angeblich mit einer Zeit von 90 Minuten. Das ist auch eine knackige Ansage. Deswegen, dass es erstmal generell Gesetze gibt, die dann auch verbindlich sind und über einen vernünftigen Prozess beschlossen wurden. Caspar, ich bin da bei dir. Das kann man durchaus als gute Nachricht buchen.
Elli:
Und dann gucken wir nochmal in Richtung KI auch weiterhin und abgesehen von Large Language Models und eben Chatbots und so weiter tut sich ja doch auch einiges im Bereich KI, was super spannend und auch positiv bewertet sein kann. Wir gucken in Richtung Medizin, aber auch zum Beispiel, wir hatten hier mal die Papyrusrollen, die jetzt wieder entschlüsselt wurden. Dann haben wir Drohnen, die Medikamente ausliefern. Teleoperationen, sagt man das so? Also Operationen, wo der Operateur, die Operatörin nicht am gleichen Ort sein muss wie Patient oder Patientin, was einfach in versorgungsschwachen Gebieten tatsächlich spannend sein könnte für die Zukunft. Wir haben Wettervorhersagen, Klimaanalysen, biologische Auswertungen, die mit KI funktionieren. All sowas, wo Daten ausgewertet und analysiert werden können, die einfach Menschenmögliches auswählen. Bisher Menschenmögliches sprengen.
Caspar:
Barrierefreiheit. Wir hatten den Jugendforscht-Wettbewerb, der gewonnen wurde von einem Schüler, der ein leichte Sprachmodell entwickelt hat, was ohne KI so in dem Fall wahrscheinlich auch mindestens schwerer bis hin gar nicht möglich gewesen wäre.
Elli:
Ja, also da trotz all dem, was wir jetzt vorhin als Negativpunkte oder als Known Issues zum Beispiel hatten, es gibt auch Gutes, was noch passiert hier.
Caspar:
Ja, und ein Thema, was ich nicht in unser Doc reingeschrieben habe, was mir aber als du über unser Redaktionssystem auch nochmal geschrieben hast, ich glaube, wir haben ja auch eine Sendung dazu gemacht, dieses Vibe-Coding-Thema. Also das ist noch nicht an dem Punkt, wo man sagt, das ist jetzt für alle Gewinn bringt und es hat die ganzen negativen Aspekte, die du auch gerade aufgezählt hast, Ressourcenverbrauch, Datenschutz und den ganzen Krams. Aber diesen Weg, dass Leute, die vorher überhaupt kein Programm gut konnten, plötzlich anfangen können, sich ihre eigenen Dienste und Tools zusammenzubauen, wie zum Beispiel wir ein eigenes Redaktionssystem zusammenschrauben können an zwei Wochenenden in Nachtschichten, das war vorher nicht möglich. Und das ist dann da auch wieder so ein positiver Aspekt, den KI mit sich bringt, der dann vielleicht auch zu einer digitalen Souveränität irgendwie führt, weil wir jetzt plötzlich unsere eigenen Systeme bauen. Ich weiß nicht, ob die Firmen das so gut finden oder ob sie das bedacht haben, als sie damit anfingen. Und auch da gibt es ja auch wieder viele negative Aspekte. Stichwort, was braucht man noch irgendwann Entwicklerinnen und Entwickler oder nicht? Ich glaube, ja. Aber dieses Grundding, das sind wir wieder bei dem Punkt, das, was wir aus Technik machen, das ist dann das Entscheidende.
Elli:
Ja, und es schafft Potenziale und Möglichkeiten. Mal gucken, wie die Welt und wie wir in den nächsten zwei Jahren 100 Folgen, Silicon Weekly damit so umgehen.
Caspar:
Abschluss, eine Frage an euch in die Runde. Worüber reden wir in zwei Jahren noch?
Elli:
Hass und Hetze auf Social Media.
Caspar:
Ja, das wird leider immer noch. Ich glaube, das Thema KI wird auch nicht weggehen in zwei Jahren. Also ich glaube, dass, ich bin gespannt, wie wir in zwei Jahren zurückblicken und sagen, ach guck mal, wie süß sie haben vor zwei Jahren über das und das. Die ersten Agenten. Vielleicht ist es in zwei Jahren schon so weit, dass es welche gibt. Ich bin gespannt. Aber da werden wir weiter drüber reden, über die Themen.
Stella:
Ich glaube, das auf jeden Fall. Ich glaube, wir werden ein paar sehr große, freundlich ausgedrückt Fails erleben, wo Agenten sich verselbstständigt haben in nächster Zeit. Gerade so auf Unternehmensebene.
Caspar:
Ja. Das kann ich mir definitiv vorstellen. Unsere gesamte Datenbank gelöscht.
Stella:
Worüber wir jetzt gar nicht so viel geredet haben. Auch das Thema Weltraum. SpaceX jetzt gerade mit diesem riesen Börsengang. Ich kann mir vorstellen, dass da auf jeden Fall.
Caspar:
Ich wage eine Pukenhose. Wir werden in zwei Jahren nicht auf dem Mond gelandet sein. Jetzt könnt ihr mich festnageln. 200. Episode. Vier Jahre ist Heikon-Wiki. Dann gucken wir zurück. Die Stelle werden wir einspielen. Und dann werden wir sagen, ja Caspar, hast recht gehabt. Oder wir sagen, was war denn das für ein Blödsinn?
Stella:
Also ich glaube tatsächlich in zwei Jahren wird auf jeden Fall irgendeine Art von Robotaxi auch über deutsche Straßen gerollt sein, auch in einem größeren Testversuch. Also wir haben ja schon die ersten autonomen Busse und sowas. Ich glaube, dass das zugänglicher wird, definitiv.
Caspar:
Ich kann ja mal versprechen, wenn das wirklich so ist, dass es einen ersten kommerziellen Dienst gibt, dann setzen wir uns mit Mikrofon da rein und machen mal eine Testfahrt.
Stella:
Das machen wir.
Caspar:
Ich bin gespannt, ob das innerhalb der nächsten zwei Jahre passiert.
Stella:
Und ich glaube auch innerhalb der nächsten Jahre wird sich bei diesem ganzen Thema OpenAI, Anthropic, da wird sich, die sind ja jetzt gerade, OpenAI war erst fehlerführend, weil sie einfach unzeitlichen Vorsprung hatten. Anthropic hat aufgeholt. Ich glaube, da wird sich einer mehr durchsetzen. Ich bin auch gespannt, was Google da macht.
Caspar:
Vielleicht hat sich der ganze KI-Markt so ein bisschen, also vielleicht platzt die Blase, von der viele reden oder nicht. Ich weiß nicht, ob das innerhalb der nächsten zwei Jahre ist, das muss man gucken, aber vielleicht gibt es nicht mehr alle Anbieter, die es jetzt noch gibt. Genauso wie vor zwei Jahren, OpenAI, JetGPT, das war der Marktführer. Und wie du ja gerade gesagt hast, inzwischen mit Gemini, mit Entropic, mit Open-Source-Modellen, die lokal laufen, mit chinesischen Modellen, der Markt ist viel diverser geworden. Ich bin gespannt, wie das in zwei Jahren aussieht.
Stella:
Also ich glaube, wir reden nur über KI und ich glaube, wir reden weniger über Social Media, weil ich könnte mir vorstellen, dass diese Plattformen haben auf jeden Fall ihren Zenit überschritten und wie er ja auch gesagt hat, diese Bewegung mit mehr rausgehen, aber gleichzeitig auch höherer Personalisierung über KI-Chatbots, ich glaube, das wird auch noch eine Veränderung nach sich bringen, wie genau die aussieht. Weiß ich nicht, aber ja.
Elli:
Ich würde sagen, Social Media ist in zwei Jahren noch Thema. Also ich stelle quasi die Gegenthese auf, auch wenn sie mir nicht viel Freude macht. Gut, ich meine, vielleicht sind es andere Plattformen, die dann benutzt werden, aber irgendwas, meine Vermutung wird noch benutzt werden. Ich glaube, im Bereich autonomes Fahren werden wir vielleicht die ersten LKWs auf deutschen Straßen haben, die autonome Strecken fahren, also autonome Strecken fahren. Und ich weiß nicht, ob wir nicht vielleicht doch auch mehr noch über Umweltaspekte diskutieren wieder in zwei Jahren, weil ich vermute, dass, klimatechnisch die nächsten zwei Jahre sehr anspruchsvoll und spannend werden und wahrscheinlich auch, Also Vermutung, dass ein oder andere Extremwetterereignis kommen wird. Ich weiß gar nicht.
Caspar:
Was du meinst hier bei 30 Grad in der Dachgeschosswohnung.
Elli:
Genau, und dass da in irgendeiner Weise die Tech-Bubble sich auch mit beschäftigen wird. Also sei es, wie wir Geräte optimieren für Extremwetterbedingungen, für extreme Hitze zum Beispiel. Wie geht so ein Smartphone mit 36 Grad um? Sei es, wir gucken mal wirklich, wo kommt der Wasserverbrauch her oder sowas.
Caspar:
Ja und sind lokale Modelle die Lösung, was ja oft versprochen wird, sind die dann schon so weit, dass die wirklich, weil bei Lokalmodellen hättest du den Vorteil, du hast nur noch den Stromverbrauch von dem Gerät, auf dem du es benutzt und sind die gut genug, dass man sie einsetzen kann. Im Moment können die mit den großen Modellen noch nicht mithalten in vielen Bereichen. Ja, also auch das wird die nächsten zwei Jahren spannend.
Elli:
Und worüber wir glaube ich auch sprechen werden, also ich vermute, dass so ein, zwei neue Player, hippe, coole Kids dazukommen werden, die wir jetzt noch nicht kennen, über die wir dann in zwei Jahren sprechen. Und Regierungen und Technologien wird glaube ich uns weiterhin begleiten. Auch gerade so die Frage mit, autokratischen Tendenzen und wie Technologien da dann eingesetzt werden in einigen Ländern. Wir gucken immer noch nach Iran aktuell zum Beispiel. Auch das wird in zwei Jahren, glaube ich, also vielleicht nicht Iran explizit, aber auch da werden wir weiterhin leider immer wieder die Themen haben.
Stella:
Was ich aber auch noch spannend finde an der Stelle, wir haben es so angerissen mit dem Thema KI-Zusammenfassung. Ich bin wirklich gespannt, wie sich dieses KI-Thema weiterentwickelt. Caspar, du hast gesagt, es gibt noch nicht so die großen Produktivitätsgewinne, aber die Firmen geben gerade ordentlich Geld aus. in der Wirtschaftstage, die eh schon angespannt ist. Ich kann mir auch vorstellen, dass dieser KI-Hype, es gibt ja immer diesen typischen Verlauf, mir fällt gerade der Fachbegriff nicht einer, der Gartner-Hype-Sekel.
Caspar:
Auch umstritten übrigens in der Fachwelt.
Stella:
Genau, aber ich kann mir vorstellen, dass da auf jeden Fall das Tal kommt und dieser Hype jetzt, merkt man ja auch schon, zurückgeht.
Caspar:
Ich glaube, wir sind schon im Tal bei KI.
Stella:
Ich glaube, das geht noch ein bisschen tiefer tatsächlich.
Caspar:
Ja, okay, aber wir sind schon auf dem absteigenden Ast. Also auch wie ich zum Beispiel in Social Media, wenn du da generative KI-Einsatz siehst, kannst du dir sicher sein, dass 100 Leute drunter schreiben, ihr mit einem KI-Slobe. Also auch die Rezeption von den Leuten ist immer negativer, was KI betrifft.
Stella:
Und da bin ich gespannt, was die Unternehmen daraus machen, weil jetzt gerade ja die Diskussion ist, ey, was passiert eigentlich, wenn Google sich ja einfach unseren Content, den wir erarbeiten, schnappt und unser Geschäftsmodell, auch diesen Deal, den wir eigentlich hatten. Okay, Google, du darfst auf uns verweisen, darfst auch mal links, wir geben da auch Geld, damit du uns hier in bestimmten Bereichen ausspielst, etc. Und das wird alles gerade so in Frage gestellt und da bin ich echt gespannt, ja, ob das Unternehmen, ob das Gesellschaft einfach so hinnimmt oder was da so als nächstes passiert. Das kriege ich jetzt aber keine Prognose. Ich bin einfach journalistisch neugierig generell auf die nächsten zwei Jahre.
Elli:
Ja, mit einer journalistisch neugierigen Frage schließe ich mich an, weil ich zum Beispiel ganz gespannt bin, ob Authentizität als Werbeversprechen nochmal ein großes Thema wird, wenn wir eben zunehmend KI-Slop haben, wie, also ob Marken dann auf den Zug aufspringen, hey, das ist bei uns hier noch selber gemacht und wenn ja, wie und wie das funktionieren wird oder ob das einfach ein Argument ist, was untergehen wird. Mal gucken, also da bin ich sehr gespannt.
Caspar:
Aber egal wie, wir freuen uns sehr, dass ihr uns hoffentlich in den nächsten zwei Jahren auch dabei zuhört, wie wir gemeinsam mit euch das auch entdecken und herausfinden, wie sich das weiterentwickelt, wie die KI-Welt wird. Und auch wenn ich zwischendrin mal gesagt habe, ich hatte so ein bisschen meinen Spaß verloren, ich freue mich drauf, die nächsten zwei Jahre zu entdecken, auch wenn da sicherlich das ein oder andere WTF dabei sein wird, wo wir den Kopf sehr stark schütteln. Und es wird sicherlich auch nochmal Meta dabei sein und Elon Musk. Aber da werden trotzdem sehr viele spannende KI-Themen bei rumkommen.
Stella:
Wollen wir vielleicht noch wetten, ob Zuckerberg noch irgendwie sein Unternehmen nochmal umbenennt?
Caspar:
Nein.
Stella:
Ich meine Meta mit Metaverse.
Caspar:
Ich würde eher wetten, ob die Firma da noch existiert. Aber da bin ich, glaube ich, zu naiv. Also nicht naiv genug, um zu sagen, in zwei Jahren gibt es die nicht mehr.
Elli:
Ja, nee, ach so. Nee, dann, genau. Also ich glaube, wir werden die alten Bekannten noch ein Weilchen mit uns rumtragen.
Stella:
Ich glaube auch. Oder auf SpaceX und Tesla zusammengehen. Also wir stellen hier keine Wirtschaftswetten auf. Ich muss auch sagen, es liegt auch daran, dass ich das hier mit euch machen kann. Also so oder so. Also das ist auch, ich meine, ihr kriegt ja immer nur die Aufnahmen in Anführungszeichen mit. Ihr kriegt ja nicht unsere Vor- und Nachgespräche mit.
Caspar:
Ja, die können wir auch leider nicht bei Steady anbieten. Das geht leider nicht.
Stella:
Aber es macht mich jede Woche tatsächlich sehr, sehr froh. Ja, und manchmal müssen wir auch die Folge mehrmals beginnen, weil wir dann doch jedes Mal wieder lachen müssen.
Caspar:
Ja, aber ehrlicherweise, ohne dass wir drei uns gut verstehen würden, auch auf einer privaten Ebene, Würde es, glaube ich, auch nicht funktionieren, in der Freizeit einmal die Woche mit ja durchaus auch Aufwand diesen Podcast zu produzieren.
Elli:
Also das geht wirklich nur ganz authentisch im echten Leben und so weiter und so fort, ihr wisst. Ich würde sagen, wir gehen jetzt mit den Katzen spielen.
Caspar:
Ja, gute Idee.
Stella:
Kaltgetränk.
Caspar:
Sehr gut, Eiswürfel.
Stella:
Übrigens, Grüße an, ich glaube, du weißt, wenn du gemeint bist, das Thema Kekse. Wir sind da dran bei Caspar. Wir wollen auch mal so eine Folge machen, Silicon Weekly Backed, und zwar Weihnachtskekse vielleicht, wenn da Interesse besteht.
Caspar:
Vielleicht ja für die Weihnachtszeit.
Stella:
Ihr habt uns ja auch so nette E-Mails geschrieben bei Instagram. Caspar ist noch nicht so überzeugt.
Caspar:
Vielleicht in der Weihnachtszeit, mal gucken.
Stella:
Wir bräuchten noch ein bisschen Zuspruch.
Elli:
Und ansonsten auch immer gerne, meldet euch bei uns, wenn euch irgendwas auf dem Herzen liegt, wenn ihr irgendwie eine Frage habt, wenn ihr ein Anliegen habt, wenn ihr irgendwas blöd findet, auch immer sehr gerne. Empfehlt uns weiter, das hilft uns sehr. Bewertet uns auf den gängigen Podcast-Apps, Plattformen, wie auch immer.
Caspar:
Da sind sie wieder.
Elli:
Und wir freuen uns ganz, ganz arg, dass ihr bei uns dabei seid, entweder seit ein, zwei, drei Folgen erst oder schon seit 100 Folgen, wie auch immer. Ohne euch wird das Ganze hier natürlich auch nicht funktionieren, deswegen Shoutout an der Stelle.
Caspar:
Vielen Dank und wir hören uns nächste Woche wieder mit einer normalen Folge.
Elli:
Bis dahin.
Caspar:
Tschüss.
Stella:
Tschüss.
Jingles:
Das war's schon wieder für diese Woche. Folgt oder abonniert uns gerne in eurer Podcast-App und lasst uns dort eine Bewertung da. Das hilft uns sehr! Bis zum nächsten Mal!