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Hör rein auf:
104 23. Juli 2026

Digitaler Euro: Was soll das eigentlich?

Shownotes

In dieser Episode klären wir, was hinter Europas digitalem Bargeld steckt, warum es eben nicht einfach nur Online-Banking ist und weshalb die EZB daran arbeitet. Außerdem sprechen wir über digitale Souveränität, Offline-Zahlungen und die Frage, ob der digitale Euro wirklich unabhängiger von Visa, Mastercard und PayPal machen kann.

Transkript der Episode

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Jingles:
Silicon Weekly. Der Tech-Podcast mit den wichtigsten News der Woche. Für dich eingeordnet von Elli, Stella und Caspar.

Stella:
Hallo und schön, dass ihr eingeschaltet habt, um mit uns den Ritt durch die Tech-Welt zu machen. Ich muss sagen, ich muss mich vorab bei unseren Zuhörenden entschuldigen, Caspar, weil vielleicht denke ich für dich gerade wie aus dem Aquarium und für euch danach hoffentlich besser, weil Caspar hat mir eben schon angedroht, Stella, ich jag dich durch die KI hinterher.

Caspar:
Ja, Stella, was ist passiert? Wieso klingst du so anders als sonst?

Stella:
Ja, also ich habe das gemacht, was für so Podcaster eigentlich ein Kardinalsdelikt ist. Ich habe mein Mikrofon vergessen. Das ist schon. Ja, nächste Woche habe ich dann wieder mein Mikrofon dabei.

Caspar:
Passiert den besten. Wir haben jetzt ausnahmsweise dann mal das Mikrofon von deinem Computer. und wie gesagt, es gibt inzwischen ja relativ gute Audiofilter. Ich denke, ihr werdet hören, dass Stella anders klingt. Ihr werdet sie aber glaube ich nicht ganz so hören, wie ich sie gerade höre. Es klingt im Moment so ein bisschen, ihr kennt das doch noch, das wird auch öfter gerne noch im Radio benutzt, wenn da eine Experte oder eine Experte per Festnetztelefon zugeschaltet ist. Für mich klingt das gerade so in der Qualität.

Stella:
Ich schäme mich. Ich glaube, ich möchte gar nichts mehr sagen.

Caspar:
Du bist einfach die Experte, die wir heute brauchen. Du bist zugeschaltet zu uns. Das ist doch ideal. Also, wenn es zum Radio geht, geht es bei uns auch.

Stella:
Und wisst ihr, was ich euch heute passenderweise mitgebracht habe? Ein Input zum Thema digitaler Euro. Damit ihr hinterher wisst, weil das geisterte jetzt so die vergangenen Wochen ja auch mehr und mehr, nochmal so durch die News spalten, würde ich sagen, was denn dieser digitale Euro ist, was dahinter steckt. Das wisst ihr auf jeden Fall nach dieser Podcast-Folge. Wir haben Updates dabei und wir haben oder beziehungsweise Caspar hat sich heute brandaktuell noch in unser Doc begeben, in unser Redaktionssystem, um ein WTF vorzubereiten. Und zwar geht es um, ja, eine KI, die quasi aus ihrem Käfig ausbrechen wollte.

Caspar:
Ja, das WTF ist also quasi noch warm. Wie wäre es? Wollen wir uns die drei kleinen kurzen Updates angucken und danach dann mal gucken, wie die so ausbricht im WTF?

Stella:
Wir haben auch eine gute Nachricht zum Abschluss. Die wollte ich nicht unterschlagen.

Caspar:
Ohne geht nicht.

Stella:
Alles am Start. Und wir schauen nach Frankreich. Und zwar machen wir das auch ganz schnell. Ich glaube, wer uns häufig hört, falls ihr das noch nicht tut, übrigens, ihr könnt uns auch abonnieren, dann verpasst ihr keine Folge. Kostenlos. Aber das Thema, das kommt sehr häufig bei uns vor. Es geht nämlich um das Social-Media-Verbot. Und Frankreich führt jetzt als erstes Land in der EU eben ein solches für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren ein.

Caspar:
Möglich geworden ist das, weil der Senat nämlich am Dienstag dieser Woche, also wenn ihr uns zu der Woche hört, wo wir rauskommen, auch die Nationalversammlung, also Senat und Nationalversammlung mit einer breiten Mehrheit sogar für ein entsprechendes Gesetz gestimmt haben. Und der französische Präsident, der hat auch schon angekündigt, dass dieses Verbot auch schon nach den Sommerferien in Kraft treten soll. Das heißt, wir sind nicht mehr weit davon entfernt. Das wird tatsächlich, du hast es gerade schon gesagt, das erste europäische Land haben, was so eine Sperre von Social Media für Kölner und Jugendliche umsetzt.

Stella:
Aber wie genau diese Umsetzung eben aussehen könnte, das ist noch unklar. Und interessanterweise ist ausgerechnet die EU-Kommission auch nicht glücklich über diesen Vorstoß Frankreichs. Und wieso das Ganze? Ja, also die technische Umsetzung einer Altersgrenze für TikTok, Instagram und Co. Fällt eben in die Zuständigkeit der EU und diese warnt nun vor unterschiedlichen nationalen Regelungen. Sprich, Frankreich ist da quasi vorgeprescht, aber hat nicht auf eine Regelung gewartet, die dann für alle Staaten in der EU gültig ist.

Caspar:
Also mal gucken, was sich da noch so tut, wie sie jetzt schon untereinander streitig werden über Social-Media-Verbote. Mal gucken, was da passiert. Das zweite Update, das Thema an sich haben wir so noch gar nicht wirklich behandelt. Wir haben aber öfter schon über, wir bleiben bei der EU, über EU-Strafen gesprochen und über EU-Strafen vom Digital Markets Act und genau so eine, beziehungsweise auch den Digital Service Act, genau so eine Strafe um die geht es jetzt. Und zwar um eine Plattform, die wahrscheinlich die meisten von euch Hörerinnen und Hörer auch kennen. AliExpress, das ist ein globaler Online-Shopping-Dienst, eine Plattform der chinesischen Alibaba Group, die auch aus überwiegend chinesischen Händlern besteht und dort Produkte aller Art anbietet. Wirklich von den günstigsten Cent-Produkten bis hin zu Consumer-Elektronik und was man sich so vorstellen kann, ist dort. Es ist so eine Art asiatisches Amazon in quasi nochmal größer. Und man kann dort weltweit bestellen. Und eigentlich war AliExpress dazu aufgefordert, mithilfe von Moderationen und Überprüfung von Verkäufern, illegale, unsichere und gefälschte Produkte gegen diese Produkte vorzugehen.

Stella:
Aber Tests der Europäischen Kommission haben eben ergeben, dass es trotz solcher, Moderationsbemühungen von AliExpress weiterhin eine große Menge an illegalen Produkten, darunter zum Beispiel auch unsichere Spielzeuge und gefährliche Kosmetika in die EU geschafft haben. Und deswegen hat eben die Europäische Kommission AliExpress nun ja mit einer eigentlich schon rekordverdächtigen Geldstrafe von mehr als 550 Millionen Euro belegt. Und das ist tatsächlich, deswegen haben wir euch das hier nochmal mitgebracht, weil zugegebenermaßen, es gibt ja die eine oder andere Strafe und wir haben nicht jede immer in den Updates dabei, aber das ist jetzt so eigentlich bisher die höchste unter eben diesem Digital Services Act.

Caspar:
Mir geht es jetzt weiter. Aliexpress kann tatsächlich nochmal Rechtsmittel dagegen einlegen, hat auch schon sich dazu geäußert und hat gesagt, dass sie das unverhältnismäßig finden, die Höhe der Strafe und man habe ja proaktiv schon Verbesserungen durchgeführt und das würde sich nicht widerspiegeln in diesem Urteil. Ja, und man kündigt auch an, Rechtsmittel gegen die Entscheidung einzulegen. Das heißt, so richtig abgehandelt ist das Ganze noch nicht. Da ist niemand einsichtig so nach dem Motto und sagt, ja gut, dann zahlen wir. Ja, also auch da müssen wir mal gucken, ob wir vielleicht dann in den Absätzen nochmal darüber berichten, was sich da so tut.

Stella:
Und wir hatten auch mal vor längerer Zeit einen Input zu einem Thema und da haben wir jetzt ein Update mitgebracht. Surprise, das versprechen wir ja immer. Und zwar geht es um die Fusion von Paramount und Warner Bros. im Wert von über 100 Milliarden Dollar und Richter haben das Ganze jetzt eben pausiert.

Caspar:
Paramount Skydance, die planen eigentlich die Übernahme und das Ganze im Wert von 110 Milliarden Dollar ist der Deal und eigentlich war das alles auch schon abgefrühstückt und dadurch sollten dann so bedeutende Filmstudios und Streamingplattformen wie Paramount Plus und HBO Max vereint werden. Also es wäre ein riesiger Gigant entstanden und zudem auch eines der größten Portfolios an Fernsehsendern, darunter so Dienste wie Paramount, CBS, MTV, was früher vielleicht mal ein bisschen größer war als heute, sowie CNN und HBO, also alles ganz große Namen. Und wie gesagt, eigentlich war das schon in trockenen Tüchern, sollte bis September durchgezogen werden. Doch jetzt hat ein US-Bezirksrichter, die Fusion zumindest für 14 Tage mal pausiert. Warum? Weil nämlich zwölf Generalstaatsanwälte aus verschiedenen amerikanischen Bundesstaaten, angeführt von Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta, die haben nämlich geklagt gegen diese Fusion.

Stella:
Der Grund dafür ist eben, dass dieser Zusammenschluss Kinos, Kabelanbieter und auch das Publikum, also gefühlt eigentlich alle, die damit außer den Firmen direkt zu tun haben, benachteiligen würde. Und Rob Bonter hat auch erklärt, das sei eben so der erste quasi wichtige Sieg, um dieses, Mega-Fusionsprojekt zu verhindern und hat da auch nochmal die Bedeutung eines freien und fairen Marktes betont.

Caspar:
Und ein Sprecher von Paramount, der sich natürlich auch geäußert und sie sagen, dass die Antitrust-Argumente der Generalstaatsanwälte unbegründet seien, dass die Fusion rechtmäßig sei und auch den Wettbewerb sogar fördern würde. Wie genau und warum, haben sie nicht erklärt. Und das ist jetzt auch erstmal nur Aufschub für 14 Tage. Also mal gucken, wer da am Ende Recht behält, die Generalstaatsanwälte oder die Sprecher von Paramount. Wir werden das im Blick behalten und auch da vielleicht in den Updates dann nochmal drüber berichten.

Stella:
Aber jetzt lasst uns doch immer auf das WTF gucken. Wir haben es ja schon angekündigt, es geht um sich verselbstständigende künstliche Intelligenz.

Jingles:
Oh oh.

Stella:
Caspar, ich musste daran denken, ich weiß nämlich, als wir, ich meine, es war vergangene Woche, hatten wir das Thema auch so, ihr müsst euch vorstellen, immer in unserem Redaktionssystem so, haben wir ganz, ganz viele verschiedene Nachrichten, Themen, sammeln das alles und wählen dann manuell alles so nacheinander aus, was wir machen und dann fliegt halt das eine oder andere auch raus. Und das erinnere ich mich, hatten wir auch überlegt, können wir das irgendwie unterbringen, haben es dann aber nicht gemacht. Und jetzt ist es doch irgendwie am Start.

Caspar:
Ja, den ersten Teil dieser Geschichte haben wir aussortiert, weil der war noch nicht groß und dann ist aber noch ein bisschen was passiert. Worum geht's? Vielleicht erinnert ihr euch noch, Anfang des Jahres haben wir auch über Open Claw hier gesprochen. Das ist ja eine agentische KI, die im Grunde alleine loslaufen kann und Dinge erledigt. Und wir haben euch damals auch erzählt die Geschichte der KI-Sicherheitsforscherin.

Caspar:
Und zwar heißt sie Summer You. Die hat Anfang des Jahres auf X eine Geschichte mit ihrem Open Claw Bot veröffentlicht. Und zwar hat sie ihm die Aufgabe gegeben, überprüfe den Posteingang, also ihr Mail-Posteingang und schlage vor, was du archivieren oder löschen würdest, aber führe keine Aktion durch, bis ich es dir sage. Was hat der Bot daraufhin gemacht? Der hat munter angefangen, ihr Mail-Postfach leer zu räumen und eine Mail nach der anderen zu löschen. Und zwar ohne Rücksprache zu halten mit ihr. Und ja, als dann Summer Yu schrieb, er soll sofort aufhören damit, hat das Ding auch nicht aufgehört. Sie musste tatsächlich wortwörtlich zu dem Computer rennen und den Stecker ziehen, auf dem dieser OpenClaw installiert war, um das Löschen weiterer Mails zu verhindern. So, warum erzählen wir euch das jetzt, wenn wir über eine aktuelle Nachricht reden wollen? Naja, weil ein bisschen sowas jetzt aktuell wieder passiert ist in einem deutlich größeren Rahmen und zwar einer Firma namens OpenAI. Ihr kennt sie alle, die stecken hinter ChatGPT.

Caspar:
Und da haben sich nicht nur ein kleiner OpenClawBot, sondern gleich eine ganze Reihe an KI-Modellen selbstständig gemacht und hat, und das ist das Interessante, eine andere KI-Plattform, nämlich Hugging Face gehackt. oder gehackt.

Stella:
Gehackt. Das war auch sehr gemeint.

Caspar:
Das ist schwierig.

Stella:
Wir müssen das jetzt mal der Reihe nach aufrollen. Und dann fangen wir doch einfach zum Einstieg mit der eigentlichen Meldung an. Wir sind wieder im Jetzt. Und zwar vor einigen Tagen gab eben HackingFace bekannt, dass diese Plattform Opfer von einem Hacker-Angriff geworden ist. Das ist die Nachricht.

Caspar:
Die wir nicht ausgewählt hatten.

Stella:
Da ist sie.

Caspar:
Naja, weil sie relativ klein klang. Und man so dachte, ja, mein Gott, hat halt jemand versucht, sich reinzuhacken. So what? So, das ist jetzt Das ist kein Thema, was wir euch hier dann mitnehmen, so nach dem Motto.

Stella:
Ist das nicht eigentlich auch schrecklich, Caspar, wie es mittlerweile schon so? Ich glaube, mittlerweile gibt es wöchentlich eben Nachrichten darüber, dass etwas angegriffen worden ist, dass etwas gehackt wurde. Und es ist dann eben aus dem Grund allein nicht mehr quasi sofort eine Nachricht, für die wir auch im Podcast holen. Aber gut, das ist ein anderes Thema. Lasst uns darauf schauen, was ist denn jetzt dieses Hugging-Face? Stellt euch das mal vor wie so eine Art riesige Online-Bibliothek und Austausch-Plattformen für KI. Das heißt, Unternehmen, Universitäten, EntwicklerInnen, die veröffentlichen da ihre KI-Modelle, Datensätze, Programme. Ich finde, das ist so ein bisschen eigentlich wie, geht auch in die Richtung von GitHub auch, vielleicht muss ich das so vorzustellen.

Caspar:
Ja, mit so einem KI-Fokus halt wirklich.

Stella:
Genau. Also GitHub ist auch einfach eine Plattform, wo eben ja Code, wo Software-Code veröffentlicht wird, der dann aber auch von anderen eben genutzt werden, weiterverarbeitet werden kann etc. Also zum Austausch. Und genau das ist auch der Sinn von Hugging Face mit einem Fokus auf KI, damit eben solche KI-Modelle weitergenutzt werden, weiterentwickelt werden können. Und laut der Plattform haben eben die Betreiber vor so ungefähr zwei Wochen einen Einbruch in einen, ja, in Teile ihrer digitalen Infrastruktur bemerkt. Und die sind dann auch dagegen vorgegangen und haben das natürlich einfach so laufen lassen. Was schon damals interessant war, der Angriff sei vollständig durch künstliche Intelligenz ausgeführt worden. Und auch Hugging Face gibt wiederum an, ihn quasi so entdeckt und analysiert, auch hauptsächlich mit KI zu haben. Das heißt, das ist so eine Interaktion von KI mit KI. Damals war aber unklar, welche Modelle oder was überhaupt für eine KI dahinter steckt. Welcher Initiator, in Anführungszeichen, ja, und das Caspar hat es ja eingangs schon aufgelöst.

Caspar:
Ja, das ist nämlich jetzt das Neue daran und das macht es jetzt auch so spannend, warum wir es als WTF auch mitgebracht haben. OpenAI hat nämlich selbst in einer Pressemitteilung inzwischen eingeräumt, ganz frisch, dass sie, nämlich heute, dass sie mehrere eigene KI-Modelle, dass die dafür verantwortlich sind, und zwar KI-Modelle von ihnen. Der Angriff auf Hanging Face soll während eines internen Sicherheitstests geschehen sein. Beteiligt gewesen sei unter anderem das neue Modell GPT 5.6 Soul, das auch schon von EndanwenderInnen genutzt werden kann. Also ihr könnt das alles schon einsetzen. Aber auch ein bisher unveröffentlichtes, leistungsfähigeres Modell soll daran beteiligt gewesen sein, bei diesem Sicherheitstest in Anführungszeichen.

Stella:
Wobei auch da habe ich jetzt Fragen im Kopf, Caspar. Aber ich glaube, da müssen wir noch ein bisschen aufräumen, was OpenAI da genau getestet hat und wie es da zu einem Cyberangriff auf eine andere Plattform kommen konnte.

Caspar:
Ja, was haben die da getestet? Eigentlich wollte OpenAI ausprobieren, ob gewisse Modelle, die sie haben, komplexe Cyberangriffe durchführen können. Und für diese Tests wurden auch einige Sicherheitsbeschränkungen von den Modellen aufgehoben. Normalerweise ist es so, ihr kennt das ja, ihr kennt das ja von Anfang an, seit es diese Sprachmodelle gibt und wir sie alle nutzen können. Selbst ganz zu Beginn hat man JGPT nicht fragen können, wie man eine Bombe baut, weil dann hat das Ding eine Sicherheitskette quasi davor geworfen und hat gesagt, nein, halt, stopp, da rede ich nicht mit dir drüber, auch wenn es das theoretisch gewusst hätte. Und wenn ich jetzt frage, kannst du für mich mein Hugging Face einbrechen? Dann sagt das Modell auch, nee, nee, das machen wir hier nicht, das machen wir nicht. Und OpenAI hat diese Sicherheitsvorkehrung aber abgestellt, um einfach mal auszuprobieren, ob man damit auch Cyberangriffe durchführen könnte. Naja, und das Interessante daran und auch der eigentliche Teil des WTFs, Die Modelle haben es tatsächlich geschafft, in einer eigentlich stark isolierten sogenannten Sandbox-Umgebung auszubrechen. Das ist eine Art Käfig oder vielleicht auch ein Raum ohne Türen, ohne Fenster, in dem so ein Programm eingesperrt ist. Natürlich virtuell, jetzt nicht physikalischer Raum.

Caspar:
Und die KI hat auch nur auf das Innere dieses Raums quasi Zugriff. Das ist keine neue Erfindung, das gibt es schon sehr lange. Viele Programme laufen in Sandboxen. Auf dem iPhone ist das ein ganz großes Thema aus Sicherheitsgründen auch. Eine App läuft in einer Sandbox, kann oft nicht sehen, was in anderen Sachen passiert und so. Und das ist für KI-Agenten natürlich nochmal besonders praktisch als Sicherheitsvorkehrung. Wenn man die einsperrt, dann können die in ihrer Sandbox machen, was sie wollen, können nichts kaputt machen. Und solange die Secondbox zum Beispiel keinen Zugang auf die Mails hat, dann kann man auch keine Mails löschen. So, und trotzdem hat es die KI da irgendwie rausgeschafft.

Stella:
Und das ist ja auch der krasse Punkt daran, dass es eben diese Modelle von OpenAI aus diesen Sandboxen, in denen sie eigentlich gesichert sein sollen und wo sie auch nicht, vor allen Dingen schon gar nicht selbstständig ohne Aufforderung dazu herauskommen sollen, es dennoch eben passiert ist, dass sie diese quasi verlassen haben, Zugriff auf das Internet hatten und dann durch diese Ausnutzung von Sicherheitslücken und gestohlenen Zugangsdaten sich quasi Zugriff auf Hugging Face verschafft haben. Ja, und dieser Angriff wurde, wie schon beschrieben, dann halt erkannt von der Plattform. Und die hat dann wiederum diese angreifenden Systeme ausgesperrt. Aber ich glaube, wir müssen noch einmal vielleicht... Und klar ziehen, wieso wir jetzt auch gesagt haben, hey, das ist wirklich ein WTF, was da gerade passiert ist.

Caspar:
Ja, weil das eigentliche WTF ist gar nicht unbedingt, dass KI-Schwachstellen finden kann, auch wenn das jetzt groß durch die Presse auch nochmal geht. Uh, eine KI hackt die andere. Das an sich ist eigentlich nicht neu. Das geht schon seit längerer Zeit so. Das wissen wir ja auch. Entropic hat ja auch vor einer Weile schon Cloud Mythos nicht veröffentlicht oder zumindest nicht frei zugänglich gemacht. Sicherheitsforschende und WissenschaftlerInnen können ja darauf zugreifen, aber jetzt Otto-Normal-VerbraucherInnen eben nicht, weil Knoten-Mythos wohl relativ gut dazu da ist, um solche Sicherheitslücken zu finden und die man dann ja auch ausnutzen könnte. Das eigentliche WTF ist, dass ausgerechnet OpenAI mit gelockerten Sicherheitsmechanismen in so einer Sandbox testet und diese Modelle dann einen Weg nach außen finden und dass OpenAI ja eigentlich so passiert ist. Das hat mich erinnert und deswegen habe ich den Vergleich mal mitgebracht. Dadurch wird es nochmal ein bisschen deutlicher. Das hat mich erinnert ein bisschen an Jurassic Park. So nach dem Motto, wir forschen hier Medinos, wir stellen die wieder her aus Genen, aber wir haben alles unter Kontrolle. Wie dieser Film endet, wissen die alle. Also Vorsicht, Spoiler, wer Jurassic Park nicht gesehen hat. Es endet nicht gut. Die Dinos brechen natürlich aus, unter anderem ein T-Rex.

Caspar:
Und genauso wie bei Jurassic Park ist es jetzt auch. Aber, und das ist das eigentliche WTF, der T-Rex ist nicht das Problem. Der T-Rex ist nicht der Grund für die ganze Geschichte, sondern die Menschen dahinter, die auf die Idee gekommen sind, so einen T-Rex zu züchten und sich dann nicht um die Sicherheitsvorkehrung gekümmert haben, sodass der aus seinem Gehege ausbrechen konnte. Weil, und das ist der traurige Teil von der Geschichte, Sicherheit und IT-Sicherheit kostet immer Geld, macht wenig Spaß und ist eigentlich eher sogar hinderlich, wenn man an die Börse zum Beispiel möchte, wie zum Beispiel OpenAI.

Stella:
Caspar, jetzt muss ich dich aber doch an zwei stellen. Das eine, es gibt ja nicht nur einen Jurassic Park, sondern es gibt mehrere Teile, ältere und neuere.

Caspar:
Ja, ja, ja.

Stella:
So, das wollte ich, also falls ihr sie noch nicht gesehen habt.

Caspar:
Aber in allem brechen die Dinos aus.

Stella:
Das stimmt natürlich, aber was ich damit eigentlich sagen wollte, auch bei Jurassic Park ist es ja so, eigentlich wurden zum Beispiel diese Käfige und Sicherheitsanlagen durchaus so gebaut, dass die Dinos eigentlich nicht ausbrechen. Das heißt, die Menschen haben ja gedacht, das reicht und haben nicht damit gerechnet, was denn die Dinosaurier da plötzlich machen und wie klug die mitunter auch sind. Das ist ja so immer dieses, Katzmausspiel, was da auch in diesem Film immer hin und her geht. Warum erzählen wir euch das? Und deshalb ist das Beispiel sehr treffend, weil ich finde, das Ganze zeigt auch, Omeyer hat ja Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Es gab ja diese Sandbox-Umgebung, aber offensichtlich auch von einem Unternehmen wie OpenAI, die dazu ja, Man könnte sagen, diese Modelle weiterentwickeln, in gewisser Art und Weise auch forschen dazu, hat es nicht geschafft, obwohl sie ja direkt an der Quelle sitzen, eine Umgebung zu schaffen, die so abgesichert ist für einen solchen Test, dass es nicht so gesehen außer Kontrolle gerät. Und ich frage mich ehrlich gesagt auch, ist das direkt aufgefallen und man hat es einfach jetzt quasi erst später veröffentlicht, aus welchem Grund auch immer? Also wann genau kam denn der Zeitpunkt, dass OpenAI auch realisiert hat, oh shit, das waren wir? Ja, also das finde ich, da habe ich noch ein Fragezeichen.

Caspar:
Ja, es geht auch aus den Presseabteilungen, äh, Mitteilungen hervor, ob jetzt Huggingface sich bei OpenAI gemeldet hat, sondern aus dem Motto, kann es sein, dass bei euch irgendwas schief gelaufen ist? Oder ob die währenddessen schon gemerkt haben, upsie, das ist nicht so gut, wir schreiben Huggingface an. Das ist nicht so richtig klar. Ja, vielleicht kommt das die Tage noch raus. Es ist halt aber auch klar, jetzt gerade reden wir über KI-Plattformen, die sich gegenseitig irgendwie hacken. Das mag noch einigermaßen lustig sein, aber lass uns in nächster Zeit mal drüber nachdenken, dass es hoffentlich nicht in Nachrichten ist, dass es gehackte Krankenhäuser oder Kraftwerke gibt, weil dann wird das zu einem großen Problem. Und ich glaube, es wäre ganz gut, wenn das nicht erst zu solchen katastrophalen Sicherheitsbrüchen kommt, bis dann zum Beispiel mal auf Seiten von Regulierungsbehörden das Thema KI-Sicherheit und, IT-Sicherheit beim Thema KI angegangen wird. Wir behalten es im Blick und gucken mal, welcher T-Rex als nächstes durchs Sennicon Valley wandert.

Stella:
Okay, wer weiß, welche, oh Gott, was man da für Bilder mit KI zu generieren könnte. Vielleicht noch eine Sache für jeden, der auch hier zuhört und vielleicht KI interessiert ist. Ich weiß, KI-Agenten sind gerade ein großes Thema. Firmen wie Google, auch wie OpenAI, drängen ja regelrecht drauf und auch an Anthropic. Hey, schaltet eure Kalender frei, gebt uns die E-Mail-Accounts. Das ist super praktisch für euch. Ihr könnt hier automatisch E-Mails bearbeiten lassen. E-Mail kommt rein, Kalendereintrag zum Termin wird erstellt. Ihr habt weniger mit diesem, ja Entschuldigung, Kleinscheiß so zu tun, der halt tagtäglich immer mitläuft. Macht euch einfach nur bewusst, dass was hier gerade in einem ganz großen Stil passiert ist, das hat sehr viel auch mit Kontrollverlust zu tun und der kann eben auch passieren, wie dieses Beispiel, was wir eingangs mitgebracht hatten, wenn die Accounts so verbunden sind, weil die Berechtigungen, die ihr da gebt, wenn die gegeben sind, ist es mitunter sehr, sehr schwer einzufangen, was da alles passieren kann. Also bedenkt das bitte. Wir wollen gar nicht sagen, hey, oh Gott, böse KI macht nichts damit, aber habt da einfach den entsprechenden Umgang damit und seid euch über die Risiken auf jeden Fall bewusst, bevor ihr da quasi aus einer Oh, Bequemlichkeit, mega, alles freischaltet.

Caspar:
Das war das Wort zum Sonntag? Gute Nachricht? Nein.

Stella:
Sorry, so soll das gar nicht klingen.

Caspar:
Nein, so war es auch nicht gemeint. Es ist ein völlig richtiger und guter Hinweis. Das klang nur schon nach einem richtig schönen Schlusswort, aber wir haben für euch noch einen sehr interessanten Input, weil ich muss nämlich gestehen, wir reden ja jetzt über den digitalen Euro und eine Frage, die ich mich immer wieder gestellt habe bei diesem Thema, bis wir uns damit beschäftigt haben und du dankenswertenweise in diesen Input aufbereitet hast. Ich bezahle doch schon digital mit Euro im Internet. Warum brauche ich einen digitalen Euro? Das ist so eine der Fragen, die wir gleich im Input klären werden.

Jingles:
Input.

Stella:
Caspar, du bist mit dieser Frage nicht allein, denn genau das ist glaube ich mit die Kernfrage dieser Recherche. Was soll das eigentlich? Ich habe Online-Banking, wir haben hier schon mehrmals über Vero gesprochen, Alternative zu Paypal unter anderem. Warum denn jetzt zum Geiern digitaler Euro? Und Aufhänger des Ganzen, warum auch Caspar und ich nochmal drüber gesprochen haben, ist, dass eben Mitte Juni die Europäische Zentralbank 36 Zahlungsdienstleister, für eine Testphase des digitalen Euros ausgewählt hat. Und an diesem Pilotprojekt nehmen eben Zahlungsdienstleister und Banken aus ganz Europa teil. Und in Deutschland sind es etwa die Deutsche Bank, die DZ Bank und die Helaba. Vielleicht kennt ihr sie. Und wahrscheinlich genau dann, wenn ihr in Hessen-Thüringen ansässig seid, das ist nämlich die Landesbank Hessen-Thüringen. Deswegen habe ich es mitgebracht. Ich kann sie nicht.

Stella:
Ich würde mal sagen, gut Ding will Weil haben, denn eigentlich wird dieser digitale Euro seit 2021 geplant und Spoiler, 2029 soll es dann so richtig damit losgehen. Ein langfristiges Projekt und wir haben da jetzt das Ganze mal zum Anlass genommen, überhaupt die Grundfrage zu klären. Was zum Geher soll das eigentlich? Und gibt es das vielleicht auch schon weltweit an anderer Stelle? Das schauen wir uns jetzt nach und nach an.

Caspar:
Und an der Stelle, das fällt mir jetzt natürlich ein und natürlich ist es zu spät, aber es wäre interessant mal zu wissen, wie lange die Währungsumstellung auf den Euro gedauert hat. Ich kann mir vorstellen, dass das nicht acht Jahre waren. Aber gut.

Stella:
Caspar, du könntest ja jetzt einfach parallel mal die Suchmaschine deines Vertrauens ganz im Hintergrund fragen. Es wäre noch eine gute Frage.

Caspar:
Hier googeln wir noch live.

Stella:
Ja, wir reichen das nach. Aber jetzt mal ganz kurz und knackig, was soll der digitale Euro? Ja, der soll nichts Geringeres als die Funktion von Bargeld in die digitale Welt übertragen. Und der ist auch kein Ersatz, sondern soll unser Papiergeld ergänzen. Und um das genauer zu erklären und vielleicht verständlicher zu machen, schauen wir auch gleich nochmal auf unser Bezahlsystem. Aber wir gehen jetzt auch erst nochmal durch so ein bisschen, was soll ich denn sagen, die Geschichte des Euros. Weil bevor es den Euro gab, war es ja so, dass es in Europa verschiedene Nationalwährungen gab. Also vielleicht erinnert ihr euch zum Beispiel noch an die D-Mark.

Caspar:
Ja, den Schilling in Österreich, die Lira in Italien.

Stella:
Und Caspar, was musstest du immer machen, wenn du zum Beispiel von Österreich nach Deutschland gefahren bist?

Caspar:
Ja, Geld wechseln natürlich. Das war immer Pain. Und ich musste im Urlaub immer umrechnen, was denn was jetzt, wie viel wert sein könnte. Überraschung, ich glaube, ein Mickey-Maus-Heft hat irgendwie 25 Schilling gekostet.

Stella:
Ich finde das super, dass du das immer noch weißt.

Caspar:
Wenn sowas behalte ich, stimmt wahrscheinlich auch gar nicht.

Stella:
Könntest du das bitte auch nochmal nachrecherchieren?

Caspar:
Ich gucke auch, was das Mickey Moss früher gekostet hat.

Stella:
Und heute, bitte die Preissteigerung. Aber für VerbraucherInnen war das insgesamt einfach komplizierter. Zum Beispiel, wer in ein anderes Land gereist ist, musste zu einem bestimmten Wechselkurs wechseln. Jetzt muss man auch sagen, Urlaube, Auslandsreisen macht meistens der Normalo seltener. Für Unternehmen war das eben insbesondere auch ein zusätzlicher Aufwand, weil die insbesondere da einfach nochmal viel mehr bei Transaktionen auch auf die Wechselkurse angewiesen sind. Deswegen, der Euro hat schon mal dafür gesorgt, dass es eben vereinheitlicht wurde und damit auch Zahlungen in Euro oder in teilnehmenden Ländern vereinfacht wurden. Und das funktioniert, wichtiger Punkt, weil er eben überall akzeptiert ist. Hätte ja nicht funktioniert, hätte jetzt zum Beispiel, weiß ich nicht, irgendwie Österreich gesagt, nee, also wir akzeptieren den nicht so richtig.

Caspar:
Ja, oder so wie die Engländer, die ihr Pfund ja zum Beispiel behalten haben, was ja dann am Ende auch ein bisschen, also jetzt zurückblickend für den Brexit, für den Brexit war das positiv, für alles andere, wenn ich mal in England war, auch während sie noch zur EU gehörten, war es natürlich immer sehr nervig, weil man dann doch wieder umrechnen und umtauschen musste.

Stella:
Genau. Und so soll es aber eben jetzt mit dem digitalen Euro auch sein. Wir wollen jetzt hier gar nicht auf die Tiefen der Euro-Union und wer denn jetzt welche Währung hat. Aber generell, der digitale Euro soll eben eine Ergänzung sein, indem er in verschiedenen Ländern anerkannt ist. Und das Wichtige ist auch, dass er eben über verschiedene Bezahlsysteme vernünftig auch funktioniert. Beispiel, Frage, kennt ihr Bizum? Ich hoffe, ich habe es richtig ausgesprochen.

Caspar:
Noch nie gehört vorher, bevor ich in Stock geguckt habe. Es ist aber, glaube ich, was Spanisches, ne Stella?

Stella:
Es ist was Spanisches. Es ist nämlich das Online-Bezahlsystem in Spanien. Das habe ich von der Erklärseite zum digitalen Euro von der Bundesbank. Dementsprechend, ihr merkt, wir haben also schon mal verschiedene Bezahlsysteme, auch jetzt noch, auch wenn wir schon eine einheitliche, ich nenne es jetzt mal Bargeldwährung auch haben. Und der digitale Euro, wir wiederholen uns, ist eben eine Ergänzung von diesem Bargeld. Der soll für Online-Bezahlungen, zu Zahlungen in Geschäften und auch um Geld an Freunde oder an Familie quasi direkt senden, ist vielleicht der falsche Begriff, aber transferieren zu können. Denn was ganz spannend ist, und da fing dann bei mir auch langsam das Verständnis an, was dieser digitale Euro ist, der soll nämlich auch offline verfügbar sein. Denn das ist ja auch das Wichtige an Bargeld. Ihr geht zu einem Bankautomaten, ihr hebt das ab und könnt das von mir aus oder von mir aus lieber nicht, tut es nicht. Aber ein Film war es früher immer so, euren die Brotdose auf den Kühlschrank legen. Das heißt, ihr habt es wirklich haptisch in der Hand.

Caspar:
Ich wollte gerade sagen, ich muss mal auf deinen Kühlschrank nächstes Mal gucken, wenn ich bei dir bin, ob da eine Brotdose mit Geld steht. Aber offenbar nicht. Okay, also ich verstehe diesen digitalen Euro, also den Euro, den ich auf der Bank habe digital auf meinem Konto. Also in der Regel ist es ja so, mein Arbeitgeber beweist mir meinen Lohn und der taucht dann als Zahl auf meinem Konto auf und diese Zahl von meinem Konto, die kann ich dann abheben und in einen echten Euro umwandeln, wenn ich es zum Beispiel aus dem Geldautomaten rausziehe und deswegen wird dann entsprechend was rausgelöscht. Jetzt nehmen wir mal einen ganz krassen Moment an. Die Bank stürzt ab, hat ein Sicherheitsproblem oder ein IT-Problem und die Server sind für fünf Tage nicht erreichbar. Es passiert ja manchmal, wenn die Sparkasse zum Beispiel Updates durchführt, liest man ja immer mal wieder, dass es heißt, für drei Tage ist kein Online-Banking verfügbar oder solche Sachen. Dann ist da zwar eine Zahl, aber mit der kann ich nichts anfangen. Beim digitalen Euro ist das aber ein bisschen anders, ne?

Stella:
Genau. Der landet dann quasi nicht in der Brotdose, die wir hier als Sprachbild gebraucht haben, sondern auf dem digitalen Endgerät, also zum Beispiel auf dem Smartphone. Und da wird er dann eben auch gespeichert, falls es zum Beispiel zu Stromausfällen kommt. Und auch richtig, das Ganze natürlich gebührenfrei, denn es ist ja auch wieder ein öffentliches Gut. Das heißt, auch die Zentralbanken geben den ganz offiziell aus. Aus und vielleicht auch zum Thema anonymes Bezahlen, das fand ich mir auch wichtig. Digital, wie soll das funktionieren? Ich meine, wenn ich Caspar jetzt 5 Euro gebe, weiß das eigentlich keiner. Dann kann man vielleicht sehen, dass ich die irgendwann mal abgehoben habe, aber generell lässt sich das nicht zurückverfolgen. Jetzt auf der Seite der Bundesbank heißt es zum Beispiel dazu, Zitat, die Zentralbanken des Euroraums können Online-Zahlungen mit dem digitalen Euro nicht den zahlenden Personen zuordnen. Zitat Ende.

Stella:
Und das soll so funktionieren, indem eben zur Transaktion notwendigen Daten nur Auftraggeber und Empfänger kennt. Sprich, ich bin Auftraggeber, wenn ich Caspar Geld gebe. Caspar ist der Empfänger. Wie das technisch aussehen könnte, da gucken wir später nochmal ganz grob drauf. Aber last but not least soll der Euro tatsächlich auch Unternehmen zu neuen Geschäftsmodellen verhelfen. Der digitale Euro, das darf ich nicht unterschlagen, und technologische Entwicklung vorantreiben. Weil die Idee dahinter ist auch, dass einfach der Zugang zu verschiedenen Märkten noch leichter möglich sein soll. So, jetzt müssen wir aber auf die Feinheit schauen. Caspar, du hast nämlich gerade schon was ganz, ganz Wichtiges gesagt. Zum Beispiel dein Arbeitgeber überweist Geld an dein Konto, was du bei einer Bank hast. So.

Stella:
Jetzt müssen wir darauf gucken, wenn ihr jetzt oder wenn ihr auch in euer Portemonnaie guckt und ihr Bargeld habt, dann könnt ihr euch das vorstellen wie so eine Forderung gegenüber Zentralbanken. Das ist nämlich dieses Bargeld, das hat einen Wert, der wird durch diese Banken geschützt.

Caspar:
Ja, weil das Papier, auf dem das gedruckt ist, ist nicht der Wert, also zum Beispiel 50 Euro Schein, ist deutlich mehr wert als das Papier, auf dem er gedruckt ist. Es hat ja einen echten Gegenwert und der muss ja irgendwo liegen quasi oder muss von irgendwas bestätigt werden. Und das sind zum Beispiel die Zentralbanken.

Stella:
Genau. Wenn ich jetzt aber Geld auf meinem Bankkonto dagegen habe, sprich, ihr müsst euch das wie so die klassischen Buchwerte vorstellen, dann kann ich meine Forderung nicht wie bei Bargeld direkt an die Zentralbank richten, sondern kann sie nur an die Bank richten. Und jetzt mal ganz hart gesagt, es gibt natürlich auch Sicherungseinlagen, das lassen wir jetzt mal weg. Aber im Worst Case, wenn alle Stricke reißen und auch diese Einlagen nicht mehr erreichen und ziehen, geht die Bank pleite, ist auch mein Geld klöten. Jetzt der digitale Euro, und das ist der wichtige Punkt zur Unterscheidung, wäre die Ergänzung zum Bargeld auch eine direkte Forderung an die Zentralbanken. Das heißt, alles, was ich, und das war für mich eben der wichtige Punkt, auf meinem Online-Banking-Kabel, das bleibt ja an meinem Bankkont. Aber so ein digitaler Euro müsst ihr euch wirklich vorstellen, wie quasi Bargeld, was den Weg in ganz viele Einsen und Nullen gefunden hat und dann auf meinem mobilen Endgerät landen kann, quasi wie Bargeld im Portemonnaie.

Caspar:
Ja und die Zentralbanken geben diesen Einsen und Nullen dann den entsprechenden Wert. Also wenn da jetzt 50 digitale Euro in meinem digitalen Portemonnaie auf meinem Smartphone liegen, dann sagt die Zentralbank quasi, das ist das Wert. Genauso wie beim Papier oder bei den Metallen in den Münzen. So funktioniert das dann halt. Also die Idee ist wirklich eine Art, also das, was bisher beim Online-Banking einfach nur nackte Zahlen sind, die man hin und her schiebt, du hast ja auch schon Buchgeld gesagt, das wirklich in einer Art materiellen Gegenwert wirklich umzusetzen beim digitalen Euro.

Stella:
Das könnte man aber nach wie vor sagen, das habe ich mich auch gefragt bei der Recherche, ja alles schön und gut, klasse. Aber was genau ist denn jetzt dieses, also wieso soll das für digitale Souveränität auch helfen und unabhängiger machen von zum Beispiel Paypal, oder auch den berühmten Kreditkartendiensten hier Visa und Mastercard, weil bei einem Ostern kann ich diese mit Kreditkarte zahlen, gehe teilweise auch mit Girokarte. So, ich war dieses Jahr erst in Schweden, da gibt es keinen Euro, aber trotzdem, Karte drauf, fertig, kann ich auswählen, in welcher Währung möchte ich bezahlen. Also, wofür brauche ich das denn? Und das gucken wir uns im nächsten Schritt an, nämlich beim Thema digitale Souveränität. Da soll der digitale Euro auch ein Baustein sein. Mir fällt übrigens gerade auf, ich möchte dazu nicht anregen, ihr könnt ja mit Tee spielen, aber ich glaube, wenn ihr in diesem Input daraus ein Trinkspiel macht und jedes Mal trinken müsst, wenn ich digital, dann tut es nicht.

Caspar:
Auch mit Tee, wobei, ja, aber da müsst ihr wahrscheinlich relativ schnell auf Klo, bevor die gute Nachricht anfängt.

Stella:
Das stört uns ja nicht. Ihr könnt uns ja mitnehmen.

Caspar:
Das ist das Schöne. Ihr könnt es entweder mitnehmen oder ihr pausiert einfach. Das ist ja das Tolle am Podcast.

Stella:
So, deswegen. Aber wir müssen uns jetzt nochmal genauer das Zahlungssystem angucken, damit das alles Sinn ergibt. Wir machen jetzt auch keine Geschichtsstunde, aber wir müssen so ein bisschen nochmal auf die Wurzeln schauen. So, und zwar so richtig auf die Wurzeln. Denn was ist denn eigentlich Geld? Ist ein Tauschmittel und auch eine Recheneinheit. Das heißt, Caspar hat es ja gerade gesagt, der Wert des 50-Euro-Scheins, wenn wir uns den Materialaufwand anschauen, ist deutlich geringer als der Wert des 50-Euro-Scheins für uns in der Gesellschaft. Das heißt, wir haben uns einerseits auch einen Wert verständigt, den wir alle akzeptieren, was uns auch im Alltag hilft. Wir können damit auch käuflichen Dingen eine Vergleichbarkeit geben, weil beispielsweise, ich muss nicht jetzt mit Caspar immer einzeln verhandeln, wenn du jetzt, weiß ich nicht, Caspar kocht hervorragenden Kaffee, der ist Hobbybarista. Wenn ich jetzt bei dir wäre und müsste diesen Kaffee bezahlen, müsste ich nicht im Gegenzug einen Kuchen mitbringen. Dann müssten wir verhandeln, ob ein Kuchen quasi den Wert von zwei Kaffee aufwiegt. Sondern ich könnte dir rein theoretisch sagen, ich möchte 5 Euro für den Kaffee und keine Ahnung, für so einen ganzen Kuchen 10 Euro oder so.

Caspar:
Ja, ganz früher hat man halt einfach wirklich, A mit B getauscht und wie du gesagt hast, musste man das dann entsprechend aufwiegen und dann hat man relativ früher auch schon in der Geschichte der Menschheit, zum Beispiel in der Antike war ja Münzgeld, en masse verbreitet, so viel, dass, ich habe hier welche liegen, römische Münzen so gut wie nichts wert sind, weil man so viele noch findet im Erdboden, dass das einfach massenhaft irgendwie vorhanden war, weil man sich da auch genau das schon damals überlegt hat. Wir schaffen einen Wert. Wir sagen, diese Münze ist so und so viel wert. Das ist dann zum Beispiel zwei Ziegen oder was auch immer. Da müsst ihr nicht immer Ziegen hin und her tauschen, sondern ihr könnt auch einfach miteinander die Münzen tauschen, um Warenhandel zu vereinfachen. Genau, das steckt dahinter. Und so machen wir das heute eigentlich noch immer.

Stella:
Genau. Es ist also so gesehen eine Vereinfachung im Handel und wir müssen nicht mehr klassisch tauschen. Und es ist auch ein Wertaufbewahrungsmittel. Nicht umsonst gibt es die Stabardose, denn es hält ja, wir lassen jetzt mal die Inflation außen vor, aber so generell als Zahlungsmittel zumindest seinen Wert. Sprich, ich muss das jetzt nicht sofort ausgeben, weil das irgendwie zum Beispiel wie Lebensmittel zeitnah verdirbt, sondern ich kann es auch später einsetzen. Und wichtig ist auch über die Geldmenge, die im Umlauf ist, wachen eben die Zentralbanken. Die überwachen auch die Zinsen, ändern sie gegebenenfalls, um zum Beispiel die Inflation nicht weiter anzutreiben. Aber ja, die gibt es ja permanent. Das heißt, Geld ist erstmal ein Tauschmittel, dem wir einen Wert zuschreiben. Aber Geld in unserer jetzigen Welt ist auch wirklich nur, wie Caspar sagte, seit Jahrhunderten haptisch in Form von Münzen und Scheinen vorhanden. Eigentlich ganz interessant, dass sich das noch gar nicht so viel weiterentwickelt hat. Aber dennoch hat sich unser Tauschhandel weiterentwickelt. Der läuft nämlich digital.

Stella:
Und da kommt jetzt auch die Schnittstelle. Der läuft nicht so, wenn ich jetzt meiner Bank eine Überweisung gebe und sage, hey, ich möchte was an Caspar überweisen. Dann sagt nicht die Bank, quasi meine Bank zu Kaspers Bank, hey, Stella möchte was Caspar überweisen. Und die klären das unter sich, sondern diese Bank prüft meine Anfrage, formatiert sie nach dem SEPA-Format. Das steht für Single Euro Payments Area. Das ist notwendig, damit eben dieser Datenaustausch gelingt. Und darüber bekommt dann Kaspers Bank quasi den Hint und sagt, aha, ja, das passt, alles klar, können wir annehmen. Das geht dann, heißt Interbanksystem, geht auch teilweise über die Europäische Zentralbank. Also sprich, da wird zwischen meiner und Kaspers Bank vermittelt. Und zahle ich zum Beispiel mit einer Karte, ist auch noch ein Zahlungsnetzwerk zwischengeschaltet. Ihr könnt ja mal probehalber, falls ihr hier so eure klassischen Girokarten im Start habt, gucken, was da noch für ein Logo drauf ist. Vielleicht Visa oder auf Kreditkarten häufig auch Mastercard. Das heißt, wenn ich digital mit dieser Karte zahle, und nur so funktioniert das übrigens auch international, muss eben dieses Unternehmen und in der Regel sind es US-Unternehmen an dieser Verarbeitung beteiligt werden. Das dauert zwar nur Sekunden, auch wenn wir das gar nicht merken, aber da passiert ganz, ganz viel Rechenleistung und da geht quasi mein Geld, bis es dann... Bank des Empfängers erreicht, hat noch einen Weg über ein digitales System.

Caspar:
Ja, beziehungsweise eigentlich ja nur Zahlen. Also eigentlich sagt die eine Bank ja nur der anderen, du schuldest mir jetzt das und das und dann es geht ja niemand los, zählt jetzt 3,50 ab, die du mir irgendwie überweist, geht los, trägt die dann, von einer Bank zur anderen und die teilt die dann bei sich ein. Das würde ja viel zu lange dauern und würde auch gar nicht funktionieren, sondern das ist ja eine reine digitale Transaktion inzwischen losgelöst von allem möglichen und eben halt auch von einem konkreten Wert, Und das soll der digitale Euro halt irgendwie ändern und auch die Souveränität fördern, indem er diese Zwischenschritte irgendwie abschafft. Aber wie soll das funktionieren? Wie hilft es, wenn ich jetzt plötzlich eine Art echten digitalen Euro habe? Warum hilft das bei der digitalen Souveränität?

Stella:
Weil ich mit diesem digitalen Euro quasi dahinter eine neue europäische Lösung für den Zahlungsverkehr habe. Das heißt, ich kann dann, zumindest ist so die Idee mit meinem Smartphone, denke ich mal, oder vielleicht auch mit meiner Smartwatch, direkt, wenn ich in den Supermarkt zum Beispiel gehe, das an ein entsprechendes Gerät halten. Und es ist so von der Logik her, als würde ich dann dem Verkäufer, der Verkäuferin quasi die 10 Euro bar in die Hand drücken. Das ist die Idee dahinter. Das heißt, mit dem digitalen Euro soll ich auch gar nicht mehr über Paypal, Mastercard und Visa irgendwie verrechnen müssen und übrigens auch nicht über Vero. Das nochmal so als Hintergrund.

Caspar:
Jetzt ein Halt, Stopp. Wenn ich mit dem Handy bezahle, das funktioniert doch eigentlich auch schon. Also dann ist doch auch mein Geld bei denen und ich muss nicht großartig was machen. Aber da passiert was anderes. Also da geht ja kein echter digitaler Euro von meinem Wallet auf meinem Handy rüber zum Supermarkt, sondern auch da sind ja 5 Millionen Dienstleister in Anführungszeichen dahinter. Also zum Beispiel Apple Pay. Also Apple steckt dann mit dahinter oder Google Pay. Die Banken stecken mit dahinter. Visa ist wieder mit dabei. Mastercard. Also die ganze Kette, die wir gerade schon besprochen haben, die geht da in Sekundenschnelle los. Deswegen funktioniert es ja zum Beispiel auch nicht, wenn das Internet im Supermarkt ausgefallen ist. Ich weiß nicht, ob ihr das schon mal hattet. Ich habe das schon mehrfach gehabt. Steht dann groß, handgeschrieben, Zettel auf der Tür, gerade keine Kartenzahlung, wir haben kein Internet. Das ist genau der Grund, weil diese Transaktion ohne eine Internetverbindung eben nicht stattfinden kann. Und auch das wäre beim digitalen Euro ja anders, oder Stella?

Stella:
Genau, das wäre nämlich so wie eben gesagt komplett anders, weil ich eben quasi von Gerät zu Gerät direkt übertragen kann, ohne diese ganze große Schleife zu gehen. Übrigens, nicht falsch verstehen, das heißt jetzt nicht, dass diese Schleife wegfallen soll, das soll sie ja gar nicht, sondern es soll einfach nur eine Alternative sein. Genau gerade für solche Fälle, die auch Caspar beschrieben hat. Übrigens natürlich, das darf man nicht vergessen, diese Dienste sind nicht kostenlos. Deswegen, ich weiß nicht, ich finde mittlerweile ist es weniger geworden, aber gerade früher so in kleinen Cafés, erinnere ich mich auch, wurde auch früher so vor drei, vier Jahren vor der Pandemie beispielsweise, wurde manchmal darum gebeten, hey, kannst du mal bitte nicht mit Karte zahlen oder Kartenzahlung erst ab 10 Euro. Ist immer noch üblich und zwar nicht, weil irgendjemand dem was Böses will, sondern weil mit jeder Transaktion, die du über die Karte leistest, geht ein Prozentsatz X, das variiert von Anbieter zu Anbieter, an den Anbieter ab. Das heißt, ich als Händler, als Gastronom verdiene einfach weniger daran, weil ich eben diesen Prozentsatz abgeben muss. Und deswegen ist für häufig viele so 10 bis 15 Euro die Grenze, wo sie sagen, okay, das können wir dann für den Betrag hinnehmen, aber wenn du jetzt, keine Ahnung, deinen Kaffee für 3,50 zahlst.

Stella:
Lohnt sich das für uns einfach gesagt nicht. Deswegen, genau solche Kosten sollen dann auch natürlich durch diesen digitalen Euro in Anführungszeichen so wegfallen, wie sie auch für Bargeld wegfallen. Weil natürlich, wenn ich jetzt jemandem 10 Euro gebe für Kaffee und Kuchen, weil ich im Café was verzehrt habe, dann muss der natürlich nichts an, zum Beispiel Visa oder Mastercard abtreten. Das heißt, der digitale Euro, dahinter steckt auch eine neue Infrastruktur. Zentralbanken im Euroraum geben dann diesen digitalen Euro aus, Genauso wie Bargeld. Die Zahlungsdienstleister können diese Infrastruktur auch nutzen, können natürlich auch den digitalen Euro zur Verfügung stellen. Also ist ja auch denkbar, dass zum Beispiel über meine Banking-App ich dann durchaus einsehen kann, auch nochmal oder den da irgendwie hinterlegen kann, was ich denn da quasi so an digitalen Euros quasi zur Verfügung habe. Ich meine, so gesehen, ich habe ja auch jetzt in meinem Portemonnaie etwas an Geld, was nicht auf meinem Girokonto sichtbar ist. Und so von der Logik soll es dann digital abgebildet sein. Und Europa ist auch mit dieser Idee übrigens nicht alleine. In den USA wird am digitalen Dollar gearbeitet. Der ist noch in der Entwicklungsphase. Und in China gibt es den digitalen Yuan.

Stella:
Der wird auch von der dortigen Zentralbank ausgegeben wie Bargeld. Und ich glaube, wenn man darüber guckt, kann man sich schon mal vorstellen, wie das aussieht. Auch wichtig hatten wir jetzt, also ich dachte irgendwie, ja, ist ja logisch, aber vielleicht nochmal zu betonen, hat natürlich denselben Wert wie Bargeld. Also da gibt es auch keinen Unterschied. Und zum Beispiel in China ist es so, da gibt es so eine zentrale App. Und UserInnen, die dann eben ein NFC-fähiges Smartphone haben, können diese auf dieses laden Und können dann wirklich die Geräte aneinander halten und sich einfach das Geld quasi geben, in Anführungszeichen, ohne dass da eine Bank zwischengeschaltet ist.

Stella:
Und bei der Recherche habe ich auch an Kryptowerte gedacht, weil da war doch mal was. Zum Beispiel hier dieser Täter, der ist da auch an die US-Dollar, ist ja doch gekoppelt. Genau, aber er ist eben nur gekoppelt. Das heißt, da ist keine Eins-zu-Eins-Verbindung und auch keine Garantie, das ist ganz wichtig, wie es jetzt bei, in dem Fall im digitalen US-Dollar wäre. Das gilt für alle Stablecoins, die sind zwar an existierende Währungen gekoppelt, aber das heißt nicht, dass es da irgendeine Art von, ja, wie wir das erklärt hatten, ja, irgendwie koppelt. Verlässliche, Ausfallschutzsachen gibt von Banken. Das heißt, habe ich gut beschrieben, ne? Das heißt, es ist zwar auch ein digitaler Wert, aber hat nichts mit klassischem Geld zu tun. Und wir sind jetzt auch gleich am Ende von diesem ausführlichen Input. Wir haben euch nämlich noch einmal die Kritik und den Ausblick mitgebracht.

Caspar:
Ja, und die Kritik, die erste, da springe ich gleich rein, weil ich nämlich gleich die Zahl eben auch mal nachgeguckt habe, die wir Anfangsbesprechung haben. Kritik 1 ist nämlich, es dauert lange, es ging ja im Oktober 21 mit der Idee quasi los, des digitalen Euros, da startete das Projekt und seit 2023 läuft die, Vorbereitungsphase und du hast ja glaube ich 2028, 2029 gesagt, soll es dann irgendwie weitergehen. Acht, neun Jahre. Ich habe mal geguckt, ich habe Gemini gefragt, das als Transparenz. Ich habe es jetzt nicht durchrecherchiert, sondern Gemini gefragt. Also wenn es halluciniert wird, liegt es an der KI. Gemini sagt, dass die erste Idee des Euros, also, die Einführung eines europaweiten Bargeldes, dass die rund 32 Jahre von der ersten konkreten politischen Idee bis zum eltgültigen Einführung des Euros ist. Aber rechnet man den finalen Fahrplan, das heutige System, auf dem das aufbaut, dann sind wir bei 13 Jahren. Das ist immer noch mehr, als der digitale Euro wohl brauchen wird, wenn es so nach den Plänen geht. Insofern muss ich das ein bisschen zurücknehmen. So langsam ist der digitale Euro scheinbar gar nicht.

Stella:
Okay, aber wir sind jetzt seit 2023 zumindest in der Vorbereitungsphase. Das heißt, da werden jetzt Regeln entworfen, Anbieter ausgewählt, eben auch diese Testplattform erstellt, Untersuchungen angestellt. Und ihr erinnert euch, in dem Rahmen, wir haben ja auch eben am Anfang diesen Aufhänger eben gewählt. Übrigens seit 2025, seit November sind wir da in der nächsten Phase, wo dann wirklich immer mehr konkreter diese Ausgabe ab 2029 vorbereitet werden soll. Heißt, Infrastruktur testen, weitere Anforderungen festlegen und da kommen wir auch in Richtung der Kritik. Denn das eine muss natürlich sein, anonymes Bezahlen soll möglich bleiben, wie eben mit Bargeld. Und dafür muss die Umsetzung stimmen. Und surprise, wie genau die aussieht. Obwohl wir ja dieses Zitat mitgebracht hatten, das ist leider noch gar nicht klar. Und auch das Thema Inklusion gehört dazu, muss ich denn jetzt ein Smartphone haben und darauf zugreifen zu können? Weil rein theoretisch, klar, ich brauche auch eine Karte, eine Euro, eine Girokarte, um bei Banken abheben zu können, sodass auch da, es gibt natürlich eine Hürde, aber rein theoretisch muss ich ja kein Smartphone haben oder so, damit ich meinen Euro in der Hand haben kann. Wie machen wir das eben beim digitalen Euro? Das heißt, das sind so zwei Kritikpunkte beispielsweise.

Caspar:
Ja, mal gucken, ob es denn jetzt wirklich mal Fortschritte geht, wie diese Testphase auch läuft, von der du am Anfang gesprochen hast, wie sich das weiterentwickelt, ob die Gesetzgebung bis Ende 2026 dann auch wirklich abgeschlossen ist. Das wäre ja der nächste Meilenstein, dass man mal festlegt, wie die Gesetzeslage rund um diesen digitalen Euro dann auch wirklich aussieht. Ja, und 2027 dann der Pilotbetrieb. Da werfen wir natürlich auch einen Blick drauf und gucken mal, was es da dazu gibt. Und ja, entweder wird es dann kleine Updates geben oder vielleicht, wenn er denn dann wirklich mal da ist und eingeführt wird, sprechen wir im Input nochmal drüber. Gucken, wann wir uns unsere ersten digitalen Euros in irgendwelchen Wallets hin und her schieben. Ich bin schon gespannt drauf, wann das soweit sein wird. Aber Stella, gibt es da auch, letzte Frage, gibt es da so Willkommenspackungen mit 5-Euro-Münzen wie früher? Wahrscheinlich nicht, ne?

Stella:
Du weißt du was, wir können das ja mal als ganz offizielle Presseanfrage einreichen, ob da sowas geplant ist.

Caspar:
Ich glaube, die zeigen uns einen Vogel. Wir fragen mal bei der Zentralbank an, der europäischen.

Stella:
Und plötzlich wird da eine Marketingaktion raus. Wer weiß, wer weiß, es braucht noch mal Akzeptanz.

Caspar:
Falls es diese Beutel gibt, wisst ihr, wie mir sie zu verdanken habt.

Stella:
Beutel vor allen Dingen. Digitale Eurobeutel, Caspar. Ich will wissen, wie die aussehen. Okay, ich hoffe auch, dass wir vor 2029 dann vielleicht da wieder drüber sprechen generell. Aber was hältst du davon? Wir machen heute schon eine lange Episode. Ich wäre bereit für eine gute Nachricht zum Abschluss.

Caspar:
Bin ich völlig bei dir. Und es geht wieder mal um Drohnen. Vielleicht müssen wir das mal in Drohnennachricht umbenennen. Wir haben jetzt schon über Drohnen gesprochen, die Labore mit Proben versorgen und Kliniken. Wir haben über Drohnen gesprochen, die Vulkanausbrüche analysieren können. Und jetzt gehen wir tatsächlich zu Drohnen, die in Kalifornien und Alaska sich um das Thema Weitbrände kümmern, weil nämlich gerade dort autonome Löschdrohnen getestet werden. Die Idee, die ist eigentlich relativ simpel, statt zu warten, bis so ein kleiner Brand, am Anfang ist so ein Feuer, ja meinetwegen zum Beispiel eine weggeworfene Zigarette oder eine Glasflasche, die am Boden liegt und durch die Sonne zur Lupe wird und dann den Boden ansteckt oder sowas. Aus einem kleinen Brand wird dann immer ein Großbrand. Und anstatt einfach zu warten, bis dieser kleine Brand riesig geworden ist, sollen Drohnen innerhalb von wenigen Minuten starten, wenn irgendwie Rauchentwicklung ist, sollen den Brand mit Wärmebildkameras finden, und dann direkt darüber Wasser oder Löschschaum abwerfen.

Caspar:
Jetzt gibt es ein erstes kleines Aber. Natürlich ist das kein Ersatz für so ein Löschschukzeug. Ihr könnt euch vorstellen, diese Drohnen, die können nicht viel mitnehmen, wobei ich schon über die Menge überrascht bin. Die können nämlich 45 Kilogramm Löschmittel mitnehmen. Ich hätte mit deutlich weniger gerechnet. Aber wenn so ein Feuer noch klein ist, dann kann genau das natürlich schon den Unterschied machen, weil das Ziel ist ja nicht, riesige Waldbrände mit fünf Millionen Drohnen zu bekämpfen, sondern zu verhindern, dass da überhaupt ein Waldbrand draus wird. Und wie gesagt, die Drohnen sind autonom, die fliegen da selber hin, erkennen das selber, werfen dann das Wasser selber ab und teilweise sollen sie sogar im Schwarm zusammenarbeiten. Nach dem Motto, eine Drohne sagt, ich habe es gefunden, ich habe es gefunden und die anderen fliegen da auch ganz schnell hin, um dann quasi das Feuer zu löschen. Irgendwie ein interessanter Gedanke.

Stella:
Ich muss mir das auch so gerade so vorstellen, wie in so einer animierten Kinderserie. Genau, mit diesen Rauchsensoren, wobei, vielleicht müssen wir das noch mal einmal so ein bisschen genauer erklären, wer da an welchem Grund zusammen fliegt.

Caspar:
Ja, du hast es gerade schon erwähnt, Rauchsensoren, die werden nämlich auch mitgetestet, die sind an Bäumen angebracht und, die sind miteinander vernetzt und das System meldet dann halt eben, Achtung, hier raucht es, brennt also wahrscheinlich und dann kommt eben, wie gesagt, die Drohne dahin, überprüft das und bekämpft dann entsprechend automatisch, das Feuer. Also eigentlich ist das Ganze eher, das ganze System mit Drohne und Rauchmelder und an den Bäumen angebracht und so. Das ist eigentlich eine Art riesiger Rauchmelder mit eingebautem Feuerlöscher, der dann automatisch losläuft. Und statt einfach nur die Feuerwehr zu rufen und zu sagen, Achtung, da brennt es und dann fahren die mal los und eine Viertelstunde später sind die dann vielleicht da in bewohnten Gebieten. Das Problem bei so Waldbränden ist ja auch, dass die in der Regel nicht in den größten bewohnten Gebieten, sondern irgendwo in der Wildnis ausbrechen. Da wartet man dann nicht, bis die Feuerwehr irgendwie kommt, sondern die Drohnen fliegen schon mal los und sagen, ich kümmere mich da mal drum. ich mach das mal.

Stella:
Genau und man muss auch gar nicht quasi so weit in die weite Welt gucken, denn nicht nur in Kalifornien und Alaska wird an dieser Form der Brandbekämpfung schon geforscht, das war eine lange Folge, sondern auch in Deutschland passiert da gerade einiges zu.

Caspar:
Denn in Kochstedt, in Sachsen-Anhalt, werden auch neue Waldbranddrohnen stationiert. Das sind aber keine Löschdrohnen, sondern die sehen eher aus wie kleine Modellflugzeuge und die können über 90 Minuten in der Luft bleiben. Und deren Funktion ist, dass die mit Wärmebildkameras große Gebiete abfliegen können. Das sind also eher eine Art Aufklärer. Also das, was in Alaska und Kalifornien die Sensoren an den Bäumen machen, das machen in Sachsen-Anhalt dann entsprechend die Drohnen von der Luft aus. Und die sind auch schon zum Einsatz gekommen in einem echten Brand, bei einem echten Brand, nämlich bei dem großen Waldbrand vor einigen Monaten am Saurüsselkopf in Bayern. Da haben genau diese Drohnen nachts dann aktuelle Lagebilder an die Feuerwehr übermittelt und den Einsatzkräften genau gezeigt, wo sich denn jetzt Blutnester befinden, wo die Feuerfront ist, sodass die dann deutlich gezielter und besser löschen konnten.

Stella:
Und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt wird jetzt auch dauerhaft zwei von diesen Drohnen in Kochstedt stationieren. Und auch das Deutsche Rote Kreuz sieht da übrigens Potenzial und zwar nicht nur bei Waldbrennen, auch noch ganz spannend, sondern auch um zum Beispiel vermisste Personen zu finden oder auch generell für Katastropheneinsätze. Aber, es wäre keine gute Nachricht ohne ein Aber.

Caspar:
Ja, das Aber ist eine Wunderwaffe, ist es nicht. Ich habe es ja gerade auch schon erzählt. Die ersetzen keine Feuerlöschflugzeuge. Die können nur wenige Kilogramm an Löschmitteln mitnehmen und die schaffen auch nur 16 Kilometer hin und zurück. Das heißt, man kann damit jetzt auch keine riesigen Gebiete abdecken aktuell noch. Aber sie sind ja auch, wie gesagt, gar nicht dafür da, große Waldbrände zu löschen, sondern nur die Anfänge zu verhindern. Sie sind eher ein schnelles Einsatzwerkzeug und vor allem da hilfreich, wo eben, wie gesagt, jede Minute zählt.

Stella:
Und vor allen Dingen auch wichtig, die Drohnen in Sachsen-Anhalt sind nur reine Aufklärungsdrohnen. Die können jetzt auch keinen Brand versuchen zu löschen, wenn sie ihn bemerken. Das ist nur mein Unterschied zu dem, was wir euch da eingangs vorgestellt hatten. Und ja, aber wenn wirklich dieses Löschen und halt auch das Aufklären, das wäre ja auch schon hilfreich, in der Praxis so funktioniert, könnte das echt eine sinnvolle Technologie sein. Und eben deswegen haben wir es als gute Nachricht auch mitgebracht. Ein Zeichen, wie man Technologie auch sinnvoll nutzen kann.

Caspar:
Ja, genau. Weil Waldbrände, das ist ja durch auch unter anderem den Klimawandel immer größeres Problem. Davon sind Tiere, Wälder, Häuser und im schlimmsten Fall auch Menschenleben betroffen. Deswegen, wenn das funktioniert und sich flächendeckend umsetzen lässt, ist das natürlich eine gute Nachricht. Und deswegen haben wir es auch mitgebracht.

Stella:
Ihr habt jetzt genug von mir im Aquarium gehört Naja.

Caspar:
Wie gesagt, ich denke, wir werden das ganz gut hinbekommen, dass man das am Ende kaum hört Nächste Woche hören wir uns nochmal beide mit Mikrofon oder ihr hört uns beide nochmal mit Mikrofon Da ist unsere letzte, Folge von der Sommerpause, danach sind wir dann vier Wochen im Urlaub also sind wir nicht, aber zumindest Podcast-Urlaub, Danach sind wir dann frisch und erholt zurück und ja Ich für meinen Teil werde jetzt mal gucken, dass ich ein bisschen Tee trinke, und beim Schneiden das Tee-Trink-Spiel nochmal durchführe. Ich sage dir, wie viele Liter ich am Ende getrunken habe.

Stella:
Okay, ich würde sagen, ich höre dann morgen einfach nochmal rein. Ich werde jetzt ein bisschen sporteln. Viel Spaß. Wir hören uns in der nächsten Woche wieder und wir freuen uns, wenn ihr wieder dabei seid.

Caspar:
Macht's gut bis dahin. Tschüss.

Jingles:
Das war es schon wieder für diese Woche. Folgt oder abonniert uns gerne in eurer Podcast-App und lasst uns dort eine Bewertung da. Das hilft uns sehr. Bis zum nächsten Mal.

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