Shownotes
Apple will unser Zuhause smarter machen und hat dabei vor allem unsere Küchen im Blick. Dafür haben sie unter anderem einen Bildschirm vorgestellt, der künftig mit uns sprechen, Termine organisieren und sogar beim Kochen helfen soll. Aber brauchen wir das wirklich? Wir schauen uns an, wie verbreitet Smart Home inzwischen ist, warum andere Hersteller mit solchen Geräten bislang nur bedingt erfolgreich waren und was Apple diesmal anders machen will. Außerdem: Weshalb weibliche KI-Bots schlechter bezahlt werden und wie Forschende Plastik besser recycelbar machen wollen.
Links zur Episode
- Den von Caspar angesprochenen Artikel zu allen Neuerungen, die Apple vorgestellt hat, findet ihr hier
Transkript der Episode
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Jingles:
Silicon Weekly, der Tech-Podcast mit den wichtigsten News der Woche. Für dich eingeordnet von Elli, Stella und Caspar.
Elli:
Hallo und herzlich willkommen und ausnahmsweise sitzen wir mal wieder in einem Raum. Das heißt, ich blicke in strahlende Gesichter. Gegenüber von mir sitzt Stella.
Stella:
Ja, hallo. Ich musste sehr lachen, weil du gesagt hast, wir sitzen in einem Raum, so in einem richtigen Raum. Wir sehen uns richtig.
Elli:
Wirklich, es ist abgefahren.
Caspar:
Hallo, Caspar. Hallo, Elie, wir könnten uns anfassen, wenn wir das wollen würden.
Elli:
Ja, falls ihr übrigens eine leicht verwaschende Aussparer habt, dann liegt es daran, dass Caspar in einer Backe noch betäubt ist.
Caspar:
Ich bin noch halb betäubt und ich habe eine dicke Lippe. Ich hatte einen Zahnarztbesuch heute Morgen und habe Folgeschäden davon getragen. Es geht mir gut, vielen Dank der Nachfrage. Ich kriege die Sendung auch hin, aber falls ich so ein bisschen einzelne Vokale wegnuschle, dann ist er mir verziehen.
Elli:
Genau, wir haben hier nicht schon ein Weinchen gekippt vor der Aufnahme, sondern es liegt nur an Caspar selbst.
Stella:
Also es gibt hier nur Tee und Wasser bisher. Man muss auch dazu sagen, der Folgestein von Caspar wird höchstwahrscheinlich wieder abheilen. Du siehst ein bisschen aus, als hättest du Botox in der Lippe.
Caspar:
Ja, ich habe schon vorhin gesagt, als ich hierher ging, habe ich mir überlegt, kann ich die Geschichte wirklich erzählen, Zahnarzt und so, oder lasse ich mir was einfallen im Sinne von, ihr müsstet mal den anderen sehen.
Stella:
Ihr müsstet mal den Zahnarzt sehen.
Caspar:
Was der abbekommen hat.
Elli:
Oh Mann. Zahnarzt oder Zahnärztin?
Caspar:
Ein Zahnarzt.
Elli:
Okay, ja, dann ist er bestimmt auch gut bezahlt worden. Warum ich diesen Joke bringe, das wisst ihr nach dem What the Fuck.
Caspar:
Das war gut.
Elli:
Ansonsten, also wir haben, es geht um Bezahlung im What the Fuck. Wir haben ein bisschen Lichtschalter und Displays und sowas.
Stella:
Also das hast du jetzt so, wir haben Lichtschalter dabei.
Caspar:
Ja, ich bin mal gespannt. Also wir haben eine Frage für euch im Input. Und da bin ich mal gespannt, wie es bei unseren Hörern und Hörern so zu Hause aussieht.
Elli:
Voll.
Stella:
So viel als Spoiler. Es sind sehr interessante Lichtschalter.
Caspar:
Ja, ja.
Elli:
Genau. Und ansonsten, was haben wir noch? Plastik.
Stella:
Gute Nachricht vielleicht?
Elli:
Ja.
Caspar:
Plastik in der guten Nachricht.
Elli:
Plastik in der guten Nachricht.
Caspar:
Wie das aufgelöst wird, das müsst ihr uns ja entsprechend anhören.
Elli:
Richtig, aber vorher, also solltet ihr ganz zufällig ein Raumfahrtunternehmen haben, dann haben wir im ersten Update direkt was, wo ihr euch bewerben könnt.
Stella:
Ja, also ich würde sagen, das hat ja jeder so einen privaten Zugang zu Raumstationen.
Caspar:
Wir könnten uns als Silicon Weekly Firma, könnten wir uns ja vielleicht auf die Ausschreibung bewerben, oder Elli?
Elli:
Naja, also dafür müssten wir erstmal 360 Seiten Request for Proposals durchlesen. Und zwar von wem? Von der NASA.
Caspar:
Das lassen wir von der KI machen.
Stella:
Warum sollen wir das tun? Und nein, Caspar, das lassen wir nicht von der KI machen.
Elli:
Weil die NASA eine Ausschreibung veröffentlicht hat, unter anderem eben mit diesem Request for Proposals, 360 Seiten, gesucht wird ein kommerzieller Anbieter, der eine Raumstation liefern kann, die ab 2030 die ISS, ablöst und quasi zur Herberge für Menschen im All wird.
Caspar:
Wir haben euch ja schon, als wir über die Mondlandung erzählt haben, haben wir euch ja auch schon berichtet, dass die NASA sowieso auf so einem Privatisierungstrip ist. Also die NASA vergibt Aufträge für solche Geschichten und das will man eben auch bei der Raumstation machen und deswegen halt diese Ausschreibung, damit sich private Firmen darauf bewerben können.
Elli:
Genau, wenn ihr die Folge nochmal hören wollt, ich habe mal nachgeschaut, die ist aus dem April, da geht es eben um die Mondmission und so weiter. Und wenn ihr euch tatsächlich diese Ausschreibung mal reinziehen wollt, die komplette Ausschreibung ist online verfügbar und wer sich bewerben will, kann das bis zum 8. Dezember machen. Da geht es dann quasi in eine Vorauswahlrunde, wo zwei oder mehr Auftragnehmer ausgewählt werden, so Zitat. Im April gibt es dann die endgültige Entscheidung.
Stella:
Und die ist mit mindestens 100 Millionen US-Dollar für das eben dann ausgewählte Unternehmen auch quasi verbunden. Also einer wird es letztendlich, wer weiß, wie gesagt, falls ihr plötzlich eine Raumstation zur Verfügung habt.
Caspar:
Falls noch einer im Kenner rumliegt.
Stella:
Genau. Was man so hat.
Elli:
Verwerbt euch mal bei der Nase.
Stella:
Wie kommen wir jetzt von Raumstationen rüber ins Silicon Valley und dann natürlich auch zum Präsidenten Donald Trump?
Elli:
Naja, wir bleiben in den USA.
Caspar:
Ja.
Stella:
Gut, ja, guter Punkt.
Caspar:
Und die NASA untersteht dem US-Präsidenten.
Elli:
Ja, und bei der NASA bleibt aber eine Weltraumstation erstmal eine Weltraumstation. Bei Donald Trump ist es mit den Begrifflichkeiten ein bisschen spannend.
Caspar:
Schön hingedreht. Ja, ihr habt es sicherlich vielleicht schon mitbekommen, wenn ihr die Tech News so ein bisschen verfolgt, so wie wir oder nicht ganz so intensiv, aber selbst wenn man es nicht so intensiv getan hat. Es war nämlich auch in der, ich sag mal, normalen Berichterstattung zu hören. Donald Trump hat jetzt vor, KI anders zu nennen und zwar ein Begriff, der eigentlich auch anders belegt war, nämlich Superintelligence.
Elli:
Ja, Superintelligence. Und Donald Trump hat auch tatsächlich das schon vor ein paar Wochen kundgetan, dass er das besser findet, weil künstliche Intelligenz suggeriert quasi, dass es artificial ist und das ist ja nicht, es ist schon sehr super.
Caspar:
Ja, und er hat es auch begründet mit super ist ein sehr gutes Wort.
Elli:
Ja, genau.
Caspar:
Das habe ich mir nicht ausgedacht.
Stella:
Auch ansonsten hat er klargemacht, wer bei dieser Umbenennung eben nicht mitmacht, der sei ja künftig, Zitat, der Feind. Das hat er über seinen eigenen Kurznachrichtendienst Social Kund getan. Also sprich, wer da nicht mehr von der Superintelligenz spricht, sondern die künstliche Intelligenz, beziehungsweise die Artificial Intelligence erwähnt, der fällt da in Ungenade.
Elli:
Ja, und während man sich eben vor ein paar Wochen, als er damit angefangen hat, noch dachte, na gut, da wird ja jetzt auch nicht unbedingt jemand direkt mitmachen. Das Posting, was Stella jetzt erwähnt hat, wo er nochmal dem ganzen etwas Nachdruck verliehen hat, ist aus der vergangenen Woche. Und so langsam schließen sich diverse Tech-Firmen diesen Rebranding, nennen wir es mal, an. Wir nennen euch die ersten Beispiele.
Caspar:
Ja, natürlich. Und das ist jetzt wenig überraschend. Ich hätte Geld darauf gesetzt, dass er der Erste ist. Elon Musk hat angekündigt, SpaceX AI, das ist ja jetzt inzwischen eine komplett fusionierte Firma. Er hat ja quasi alles in eine fusioniert, also sowohl Ex-Kurznachrichtendienst als auch die ganze KI-Geschichte. Da steckt das AI drin. SpaceX ist das Weltraumunternehmen. Das hat er jetzt alles in eine Firma gepackt. Aber das heißt ja aktuell noch SpaceX AI und das soll unbenannt werden in SpaceX SI.
Stella:
Und auch Nvidia ist dabei. Wir erinnern uns, das ist ja die Firma, die zum Beispiel immer viele Chips liefert und deswegen auch sehr wichtig ist für das ganze KI-Thema. Die hat sich jetzt überlegt, dass sie einfach im Forschungsbereich auch für die Superintelligence forschen möchte und da auch einen Milliarde US-Dollar-Plan zu investieren.
Caspar:
Ja, und dann haben wir noch einen großen Namen, nämlich Microsoft. Der Microsoft-Chef Satya Nadella, der hat in einem kürzlich veröffentlichten Text zum Thema Risiken zu KI. Ihr wisst, die ganzen KI-Bosse sind ja gerade so ein bisschen auf dem Weltuntergangsthema, da haben wir ja auch drüber berichtet und schreiben ganz viele Texte gerade über die Risiken von KI. Und dort hat er nicht von KI geschrieben, sondern eben von SI, von Superintelligence.
Elli:
Also er hält sich jetzt vielleicht nicht so ganz an Trumps Ankündigung, dass man nicht mehr von der Gefahr durch die KI reden soll, aber immerhin von der Gefahr durch die Superintelligence.
Caspar:
Also dass die KI-Bosse jetzt nicht großes Rückgrat beweisen, das überrascht mich jetzt auch nicht, ehrlicherweise.
Stella:
Naja, vielleicht haben sie sich ja auch schon eine Domain mit SE am Ende gesichert, weil das ist ja auch etwas, was damit zusammenhängt, dass die sehr gefragt sind, die slowenischen, meine ich, sind es, Domains für SE.
Caspar:
.ai.
Stella:
Ist ja inzwischen überall eigentlich die Domain gewesen. Und dass da vielleicht auch Angehörige der Trump-Familie wohl investiert haben könnte.
Caspar:
Ach, Insider-Geschäfte, ein Schirm, wer da Böses denkt.
Elli:
Wusstet ihr, dass Superintelligence auch ein Film ist?
Caspar:
Nein, den sollten wir uns vielleicht mal angucken.
Elli:
Weiß ich nicht.
Caspar:
Meint ihr doch ein Schrapphutting gesehen?
Stella:
Oh, Caspar. Ich würde sagen, wir machen weiter. Wir haben nämlich noch ein WTF dabei und das hat den schönen Titel, schlecht bezahlte weibliche Bots.
Caspar:
Ja, und da kommen wir auch zu der Erklärung, warum Elli gerade meinen Zahnarzt, gesagt hat, der verdient besser als meine Zahnärztin.
Jingles:
Oh, oh.
Elli:
Wir starten mit einem kleinen Gedankenexperiment. Stellt euch mal vor, ein KI-Tool erledigt Aufgaben für euch und ihr sollt ihm dafür quasi eine Art Lohn zahlen. Die Frage ist jetzt, würdet ihr einen Lohnunterschied machen, je nachdem, ob das Tool weiblich oder männlich dargestellt ist?
Caspar:
Nein, nein, natürlich nicht.
Stella:
Natürlich sagen wir jetzt, wir würden keinen Unterschied machen. Aber man muss jetzt ja auch sagen, vielleicht kann ich das ja auch gar nicht so beeinflussen.
Caspar:
Ja und ist auch die Frage, ob ich mir bewusst Gedanken darüber mache. Darum geht es ja auch. Also sitze ich da gerade und denke mir, jetzt habe ich dem Ding einen weiblichen Namen gegeben oder sehe ich da einfach einen weiblichen Namen und vergebe dann irgendeinen Lohn und mache dann unterbewusst etwas, was Leute getan haben, worum es in unserem WTF geht.
Elli:
Also bei Stella hat man rausgehört, die hat glaube ich das WTF schon einmal kurz gelesen. Das sei ihr auch nachgesehen.
Caspar:
Stella hat sich für die Sendung vorbereitet. Ich glaube es nicht.
Stella:
Schrecklich so. Keine Witzgang.
Elli:
Also, ihr habt natürlich da draußen wahrscheinlich auch gesagt, nein, wir würden, einen weiblichen Bot genauso bezahlen wie einen männlichen Bot, die machen die gleiche Arbeit und so weiter. Und so ähnlich hat das auch bei einer Studie ausgesehen, die Forschende der University of Limerick, der Universität Zürich und der Schema Business School durchgeführt haben.
Caspar:
Ich liebe ja die University of Limerick. Oder? Wegen Gedicht und so?
Elli:
Ach so, oh Gott.
Stella:
Caspar, du schweifst ab.
Caspar:
Entschuldigung, Entschuldigung.
Stella:
Ist das noch die Betäubung?
Caspar:
Wahrscheinlich.
Elli:
Also, es gab eine Selbsteinschätzung in dieser Studie und die Teilnehmenden, 189 waren es, sollten angeben, wie sie denn dazu stehen, wenn ihre KI-Arbeit, die sie erledigen lassen, von dem KI-Agenten Johann oder der KI-Agentin Johanna ausgeführt wird. Und sie gaben in dieser Selbsteinschätzung eben an, das sei ihnen herzlich wurscht, ob das nun Johann oder Johanna ist. Lerum larum, es ist ja ein Chatbot, so nach dem Motto. Dann gab es eine zugehörige Versuchsreihe und die belehrt uns leider eines Besseren. Denn auch wenn die Probandinnen in der Selbsteinschätzung angaben, dass es für sie keinen Unterschied macht, ob da Johann oder Johanna sitzt und die Arbeit macht, naja, in der Praxis, was den Lohn anging und auch die Beurteilung, sah es ein bisschen anders aus.
Caspar:
Von den 169 Teilnehmenden, männlich wie weiblich, haben Johanna 10,25, Prozent weniger Lohn. Die gaben Johanna 10,25 Prozent weniger Lohn als Johann. Und das, obwohl die ja eigentlich die gleichen Fähigkeiten haben und auf der gleichen Technik beruhen. Also eigentlich auch genau die gleiche Arbeit leisten wie das Gegenstück.
Elli:
Das Spannende war, die Teilnehmenden haben die geleistete Arbeit auch ähnlich gut bewertet. Aber eben beim Lohn gab es dann 10,25 Prozent Unterschied in der Gesamtwertung. Johann wurde übrigens insgesamt etwas menschenähnlicher wahrgenommen als Johanna. Und im Vergleich zu einem klassischen nicht gegenderten Textchatbot und einem Schreibtischroboter konnten die beiden vermenschlichten Bots insgesamt deutlich besser punkten. Bei Frauen übrigens nochmal mehr als bei Männern. Ja, insgesamt finde ich das eine super spannende Sache, weil man eben merkt, der Schritt zwischen Selbsteinschätzung und dem, was man dann doch macht, ist vorhanden.
Caspar:
Ja, und auch wenn man von sich sagt, ich habe keine Vorurteile, ist man vielleicht doch so geprägt, dass einem das dann unter Umständen doch unterbewusst passiert. Und wir sagen ja auch ganz oft hier in der Sendung, auch KI hat Vorurteile und Bias und ist belegt mit Dingen. Das liegt einfach daran, dass wir die KI mit Inhalten von uns Menschen füllen. Und dementsprechend spiegelt sie das wieder, was wir hier ja auch nochmal sehen.
Elli:
Ja, die Studie wird übrigens auf der Nordic Conference on Human-Computer-Interaction in Vase in Finnland präsentiert und erscheint auch in den Tagungsunterlagen der Association for Computing Machinery, falls da jemand nochmal danach suchen möchte. Und wie gesagt, ich finde es ein ganz spannendes Experiment, auch insofern, als dass man jetzt durch diese Chatbot-Komponente oder KI-Tool-Komponente... Vielleicht zum ersten Mal so ein richtiges Experiment durchführen konnte, wo auch wirklich nichts anderes, außer das künstlich vergebene Geschlecht diese Bezahlung beeinflusst hat. Also man konnte das ziemlich genau rausfiltern.
Stella:
Und deswegen haben wir uns entschieden, genau das auch zum WTF zu machen.
Caspar:
Und es passt zu, war das vergangene Woche mit Meta und dem menschenähnlichen oder verniedlichten Kali-Bots.
Stella:
Ja, das war unser Input.
Caspar:
Genau, es passt da auch nochmal super gut dazu, weil Meta dann, man sieht es auch an der Studie nicht ohne Grund, da jetzt nicht irgendwelche generischen Roboter hingesetzt hat oder das unpersönlich gelassen hat, sondern irgendwelche niedlichen Fellmonsterchen.
Stella:
Wisst ihr, was mich mal weiterführend interessieren würde? Das muss ich mal recherchieren, ob es da schon Forschung gibt. Wenn man jetzt annimmt, dass sich ja auch mehr und mehr KI-Agenten gegenseitig orchestrieren, Sprich, du hast quasi den Ober-Karriere-Agenten, der mehrere Unteragenten hat. Ist es dann auch so, wenn man die auch mehr und mehr vermenschlichen würde, dass dann zum Beispiel eher männlich geprägte Karriere-Agenten auch die männlichen Karriere-Agenten bevorzugen? Weil das müsste ja dann... Wahrscheinlich in den Daten so hinterlegt sein. Fände ich mal ganz spannend. Würde ich fast tippen, aber das ist eine interessante Annahme, das mal zu überprüfen.
Caspar:
Wenn man sich vorstellt.
Stella:
Mit die KI-Agenten so als agentisches Team.
Elli:
Welche Teammechanismen da reproduziert werden, quasi aus menschlichen Teams.
Stella:
Und ob dann auch automatisch Aufgaben anders vergeben werden.
Caspar:
Wenn ihr forscht in diesem Bereich.
Elli:
Sagt Bescheid. Wir würden gerne ein Interview führen.
Caspar:
Erwähnt einfach Stella. Und dann könnt ihr die Dinge zur Forschung haben.
Elli:
Ach so, meinst du? Nein, ich dachte jetzt, die Leute sollen zu uns kommen.
Stella:
Moment mal, Caspar, hast du jetzt gerade entschieden? Für mich entschieden? Guck mal, da merken wir schon.
Caspar:
Dass männlich-weiblich Gefälle, es geht schon los. Ach du Scheiße, es geht schon wieder los.
Stella:
Also wir machen das anders. Leute, wenn ihr dazu forscht, dann meldet euch doch bitte mal und schreibt uns einfach.
Elli:
Wir wollen mit euch sprechen und hören, was ihr so macht.
Caspar:
Ja, und ich krieche kleinlaut unter den Tisch.
Stella:
Das musst du jetzt nicht machen. Wir brauchen dich nämlich, weil du bist quasi jetzt unser Smart Home-Nerd, weil das, jetzt habe ich das Geheimnis gelüftet, im Input werden wir uns zur kalten Jahreszeit, die kommt passend, mal anschauen. Ja, Smart Home, was ist das eigentlich? Smarter Thermostat und Lichtschalter. Was steckt dahinter? Was hat das übrigens auch mit Apple zu tun? Weil die haben da jetzt ja was Neues rausgebracht. Ganz überraschend. Mitten im Oktober. In der zweiten Hälfte kommt noch mehr. Das gucken wir uns an.
Jingles:
Input.
Elli:
Stella hat jetzt Apple schon erwähnt, das wird auch gleich unser Aufhänger. Aber wir dachten uns, wir gucken das Thema mal generell an. Stellt euch vor, der Winter kommt jetzt eben, es ist herbstlich draußen, es ist gerade dunkel, wenn wir aufnehmen. Die Tage werden kälter. Es gibt Menschen, die können schon auf dem Heimweg die Heizung im Wohnzimmer höher schalten und müssen, wenn sie dann zu Hause gemütlich im Bett eingemummelt sind, nicht nochmal aufstehen, um das Licht am Ende des Tages auszumachen, weil sie ihr Zuhause per App und zum Beispiel per Sprachbefehl steuern.
Stella:
Und solche Menschen heißen zum Beispiel Caspar und sitzen hier mit am Tisch.
Caspar:
Ja, und können zum Beispiel Rollos auch steuern, haben in jedem Raum eine Luftfeuchtigkeit und einen Temperatursensor, Sprachassistenten eigentlich inzwischen in jedem Raum. Ja, es ist vielleicht auch ein bisschen überhand genommen.
Stella:
Warum braucht man das? Aber wir gucken da Step für Step drauf. Genau, how to hack Casper, was kann da alles passieren? Aber ihr merkt schon, wir wollen uns mit dem Thema Smart Home beschäftigen. Du hast gerade gesagt, mit Sprachbefehl steuern, was ist da alles möglich? Und warum kommen wir genau damit ums Eck? Weil es ist jetzt auch nicht unbedingt das Neueste vom Neuesten. Ich erinnere mich, letztes Jahr hat Ikea zum Beispiel auch da diese Lichter damit rausgebracht.
Caspar:
Ja, und Ikea hat ja auch schon seit Jahren Smart Home Produkte. Also das ist jetzt nichts, wo man noch jemanden hinterm Berg her holt.
Stella:
Aber Apple, die haben jetzt so richtig losgelegt und das ist eben, wie Elli gesagt hat, unser Aufhänger.
Elli:
Aber bevor wir zu Apple kommen, würde mich mal interessieren, ihr da draußen, schreibt uns sehr, sehr gerne mal, seid ihr drinnen im Thema Smart Home? Seid ihr Team Smart Home, ja. Dann gibt es welche, die haben, ja, so ein Thermostat, das war halt schon in der Wohnung und irgendwie kann das ein paar Sachen. Oder vielleicht auch hier nochmal eine Alexa, die irgendwelche Dinge, Entschuldigung, jetzt habe ich eure ganzen Sprachassistenten getriggert, es tut mir leid.
Caspar:
Ich dachte schon, wegen Schleichwerbung, es gibt nämlich auch noch.
Elli:
Ja, ja, nein, aber ich wollte jetzt nicht, aber ihr wisst, was ich meine. Manche haben eine Sprachassistentin, die das zu Hause auch so ein bisschen steuert und irgendwas an- und ausschalten kann. Und dann gibt es Leute, denen geht das ganz gepflegt am Poppers vorbei, wo die sich denken, mein Gott, ich kann doch auch aufstehen, um das Licht auszumachen und Rollo per Hand schaffe ich auch gerade noch.
Caspar:
Ja, und Kameras will ich erst recht nicht im Haus haben, was ich auch nachvollziehen kann.
Elli:
Und da würde mich eben mal interessieren, ob meine These richtig ist. Also schreibt uns gerne, habt ihr ein ausgeklügeltes System? Habt ihr alles, was man sich so zusammenbasteln kann, zusammengebastelt? Seid ihr irgendwo zwischendrin oder denkt ihr euch so, nee, nee, brauche ich nicht?
Stella:
Aber deine These ist ja eigentlich eher, dass die Gruppe in der Mitte, nämlich zwischendrin die geringste Gruppe ist. Und das ist ja das Spannende, weil sonst, also wir gehen davon aus, dass es in beide Extreme geht. Wir haben ja auch beide Extreme am Tisch sitzen. Ich muss sagen, in meiner Wohnung, Caspar, es tut mir leid.
Caspar:
Das ist nicht smart.
Stella:
Das ist nicht smart.
Caspar:
Das habe ich mit Schrecken schon festgestellt.
Stella:
Ich träume wirklich davon, ich möchte so einen Klatschschalter haben. Das ist das Smarteste, was ich haben möchte.
Caspar:
Ein Klatschschalter. Ach, man klatscht zweimal in die Hände und dann geht das Licht aus.
Stella:
Genau.
Elli:
Ich würde aber auch darauf tippen, dass in unserer HörerInnenschaft, durchaus die eine oder andere Person sitzt, die auch ein vollautomatisiertes Zuhause hat.
Caspar:
Ja, die dann mit Homeassist irgendwie selbst und Raspberry Pi zusammengedüngelt.
Elli:
Ja, vielleicht oder auch nicht mal das, aber irgendwie von einer Marke alles und dann ja.
Stella:
Leute, wir wollen aber keinen verlieren, der vielleicht noch nicht in dem Level unterwegs ist. Deswegen, was halte ich davon? Wir gucken erstmal, was Apple gemacht hat.
Caspar:
Ja, und warum?
Stella:
Wir robben uns langsam vor. Was hat Apple gemacht und warum? Ich weiß nicht, ob wir das Warum wirklich umfassend beantworten können.
Caspar:
Wir können Vermutungen anstellen, weil tatsächlich ist es so, du hast ja gerade schon gesagt, alter Hut und das ist jetzt irgendwie nichts Neues und ein, zwei, drei Firmen haben es schon versucht und sich auch ein bisschen verbrannt, da kommen wir gleich noch zu, aber Apple hat jetzt eine große Smart Home Offensive gestartet.
Elli:
Ja, und zwar am 13. Oktober, da wurden drei neue Geräte per Pressemetalle und Pressevorführung vorgestellt, also ohne großes Event und Keynote, aber so, dass man es mitbekommt. Und wir gucken mal, was gibt Es gibt den HomePod Mini 2. Das ist eine neue Version vom Smart Speaker von Apple, der relativ kompakt ist. Ich habe vorhin schon eine Konkurrenz genannt. Es gibt aber auch was von Google zum Beispiel. Ja, also da gibt es diesen Smart Speaker. Dann hat Apple einen neuen Apple TV 4K vorgestellt. Also so ein Ding, was man an den Fernseher ansteckt und dann hat man einen smarten Fernseher. Okay, also das haut mich noch nicht so aus den Socken.
Caspar:
Nein, die sind auch beide nicht. Also da gibt es zwar ein paar Neuerungen, aber es ist jetzt nichts, wo man sagt, das ist beeindruckend.
Stella:
Und man muss auch dazu sagen, wir wollen jetzt natürlich nicht quasi Apple-Werbung machen und alles nacherzählen, sondern das, was eben spannend ist, ist das nächste Gerät, was ja neu ist und auf den Namen Apple Home View hört. Ich finde den Namen auch immer toll. Das ist quasi wie ein wild gewordener Lautsprecher mit Display, kommt uns aber auch von den Konkurrenten, die Ellie genannt hat, bekannt vor.
Caspar:
Ja, Echo Show, wer den vielleicht schon mal gehört oder gesehen hat, das ist dann von Amazon die Variante.
Elli:
Genau. So, alle drei Geräte, der HomePod Mini, der Apple TV und der Apple Home View, die haben eine Gemeinsamkeit oder einen gemeinsamen Schwerpunkt, nämlich Siri. AI, also die gepimpte KI-Version von Apples Sprachassinn. Wobei, also Donald Trump würde das jetzt anders nennen. Ihr wisst schon, wie.
Caspar:
Ja, ja. Aber das ist ja auch nicht wegen Artificial bei Apple, sondern das ist ja Apple Intelligence. Also die haben Glück, die dürfen das sogar beibehalten. Oh, die haben das von vornherein für sich besetzt. Die wussten das, die wussten das.
Elli:
So, wir gucken mal ganz kurz, gedanklich schrauben wir die Dinger mal ganz kurz noch auf.
Caspar:
Ja, im Schnelldurchritt. Und weil wir packen euch einen Artikel in die Shownotes, wo ausführlich die Berichte dann zu den Geräten sind, falls ihr euch wirklich dafür hardcore interessiert. Wir wollen ja, wie gesagt, hauptsächlich auf dieses Homeview-Ding gucken, aber als quasi Chronistenpflicht einmal ganz kurz. HomePod und Apple TV haben beide einen neuen Prozessor bekommen, der ein bisschen schneller ist. Beim HomePod könnt ihr jetzt bis zu vier Geräte zusammenschalten. Vorher gingen nur zwei. Und in den Ländern, in denen Siri die neue KI vorhanden ist, diese Artificial Intelligence KI, dort ist es auch so, dass man mit dem iPhone verbunden dann Infos vom iPhone sich vorlesen lassen kann oder besprechen kann mit der KI in diesem HomePod. Aber wie gesagt, in Europa gibt es das aktuell nicht. Da kommen wir aber auch gleich nochmal zu. Preis 169 Euro. Am 30. Oktober gibt es die Dinger.
Elli:
Beim Apple TV gibt es einen schnelleren Tipp. Ihr könnt die Fernbedienung jetzt mit dem iPhone suchen. Ach super.
Caspar:
Das ist ja, also ich habe sie schon mehrfach verlegt.
Elli:
Wenn man sie irgendwo in der Ritze verloren hat. Und Siri kann euch Filme und Serien anhand natürlicher Sprache empfehlen. Das heißt, ihr könnt mit Siri quatschen und dann quatscht Siri zurück und sagt, guck mal.
Caspar:
Das könnte dir gefallen. Das ist ein Film.
Elli:
Könntest du dir angucken. Aber auch hier nicht mit der neuen Serie in der EU. Und Kostenpunkt 349 Euro. Verkauft wird das ab dem 13. November.
Caspar:
Das ist ziemlich happig, 349. So, der heimliche Star, Apple Home View, Apples Antwort auf Amazon Echo, ist tatsächlich, ihr habt es gerade auch schon gesagt, so eine Art HomePod mit Display. Und das ist das Spannende, es ist eine völlig neue Produktkategorie bei Apple. Das gab es bisher nicht. Und die Idee von Apple ist, und das sieht man auch in dem Promomaterial, was sie veröffentlicht haben, das Ding soll idealerweise in die Küche zum Beispiel oder ins Wohnzimmer oder in der Wandvariante, die gibt es nämlich auch ohne Base, die kann man sich dann zum Beispiel in den Flur hängen.
Elli:
Das Ganze kommt mit einem 7 Zoll Bildschirm, einer Kamera, Mikrofonen und Lautsprecher. Es gibt zwei Varianten, ein Tischgerät mit verstellbarem Bildschirm und kräftiger Lautsprecherbasis und eine Version, die man an die Wand dübeln kann. Und jetzt fragt ihr euch vielleicht, wofür brauchen wir Kamera, Mikrofone und Lautsprecher?
Stella:
Naja, also es erkennt eben bis zu sechs Personen anhand von dem Gesicht und kann dann jeweils persönlich Kalender zeigen, Nachrichten, Erinnerungen, Widgets, also das, was eben vorher eingestellt wird. Sprich, wenn man dann an dem Haushalt damit lebt und an dem Gerät vorbeigeht, es anguckt, kriegt man da quasi eine personalisierte Übersicht.
Caspar:
Und sieht eben nicht, was zum Beispiel die Nachrichten von den anderen sind.
Elli:
Das ist durchaus praktisch, würde ich sagen. Aber ansonsten, Siri AI ist das zentrale Bedienkonzept. Man kann also mit dem Ding ganz normal quatschen, Fragen stellen, in Verbindung mit einem kompatiblen iPhone auch Zugriff auf persönliche Informationen haben, FaceTime-Videoanrufe, Musik-Podcasts, Videos, digitaler Bilderrahmen.
Caspar:
Und jetzt kommt eine Funktion, die ich tatsächlich jetzt, also wo ich gesagt habe, vielleicht kaufe ich das Ding, aber dafür gibt man das Geld nicht aus. Wir kommen gleich zum Preis. Und zwar Schritt für Schritt Kochrezepte. Ihr könnt auf dem iPhone eine Rezepte-Webseite öffnen, eurer Wahl. Haltet das Ding dann an, dieses Homeview, das übernimmt das und zeigt euch dann Schritt für Schritt die Rezepte an und kann automatisch auch Timer erkennen und die entsprechend stellen.
Stella:
Also das Ding kostet 299 US-Dollar. Der Marktstart ist der 13. November. Und ich muss jetzt von vornherein sagen, Caspar.
Caspar:
Ich kann es gar nicht bestellen.
Stella:
So wie ich wollen würde.
Caspar:
Du kannst es nicht bestellen.
Stella:
Denn es wird in der Europäischen Union gar nicht angeboten. Offizielle Begründung, extra aus den Fußnoten dieser Apple-Presse-Beteiligung hier recherchiert. Zitat, Apple Homeview wird in der Europäischen Union nicht zum Verkauf angeboten, da Siri AI unter iOS in der EU derzeit nicht verfügbar ist. Apple arbeitet konstruktiv mit der EU zusammen, um eine Lösung zu finden. Zitat Ende. Ich möchte da, bevor wir zu einem kurzen Einschub kommen, zu Apple und der EU-Kommission, auch dazu hatten wir ja schon vergangene Folgen, Caspar. Du kannst doch auch einfach ein iPad oder ein anderes Tablet in die Küche stellen, auf einem Standfuß oder in so einem Lesehalter.
Caspar:
Bin ich völlig bei dir. Wir kommen im Fazit da nochmal drauf zurück. Ich glaube, das Gerät wird eher eine Nische haben. Aber zum iPad würde ich nur sagen, da geht das Display immer wieder aus. Und mit schmierigen, klebrigen Fingern, das ist ein Problem. Du kannst das dauerhaft anstellen. Nein, das kann ich nicht. Ich kann das nicht.
Stella:
Also ich sehe das Produkt kritisch.
Elli:
Ihr merkt schon, zwei von drei Leuten sind hier noch nicht überzeugt.
Caspar:
Wer denn?
Stella:
Ich glaube, dir gefällt das gar nicht.
Elli:
Ich bin aber tatsächlich jetzt so, ich will mal weg von Apple, naja, nicht ganz, aber ich will so ein bisschen so ein Popcorn-Teil und den machen wir jetzt. Wir gucken nämlich auf Apple und die EU-Kommission, die haben nämlich Beef.
Stella:
So, Apple, Elli möchte Beef. Wir haben das schon mal im Podcast drüber geredet, ganz kurz zusammengefasst. Apple hat kurz gesagt eine neuere, deutlich intelligentere Version von dieser Sprachassistentin Siri entwickelt. Spoiler alert, wird ja auch Zeit, weil die anderen Unternehmen gehen da ja auch weiter. Aber Siri also eben nicht nur Fragen beantworten, sondern auch Aufgaben übernehmen. Und Aufgaben, das bedeutet, eure Nachrichten zu durchsuchen, Termine zu finden, sprich auch agentisch zu arbeiten. Also Informationen aus verschiedenen Anwendungen, die ihr auf Smartphones, Tablets etc. in diesem Apple-Kosmos quasi habt, zu verknüpfen, zu nutzen und dann damit selbstständig Aktionen auszuführen. Und dazu gehören ja zwangsläufig persönliche Informationen auf zum Beispiel einem iPhone oder einem iPad. Und in der EU ist eben diese neue Siri erstmal nicht auf den iPhones, auf iPads verfügbar, weil es eben Beef, wie ehrlich gesagt hat, zwischen Apple und der Europäischen Kommission gibt. Das hängt mit dem Digital Markets Act zusammen, kurz DEMA. Das ist ja ein europäisches Gesetz und das soll eigentlich für mehr Wettbewerb bei großen Technologieunternehmen sorgen. Spoiler-Alert, finde ich nicht so klasse.
Elli:
Ich war tatsächlich kurz überrascht, weil ich erst mal dachte, okay, ist wahrscheinlich nicht in der EU verfügbar, weil Datenschutz, weil da müssen super viele sensible Daten und Apps durchsuchen und so weiter. Aber warum denn jetzt der Digital Markets Act? Die Idee ist folgende. Insgesamt im Digital Markets Act geht es ja darum, dass Unternehmen wie Apple ihre eigenen Produkte nicht bevorzugen sollen, indem sie konkurrierenden Anbietern wichtige technische Funktionen vorenthalten. Geht also auch darum, dass andere KI-Assistenten bestimmte Funktionen des iPhones nutzen können sollen und die Apple nicht nur seiner eigenen Serie zur Verfügung stellt, sondern eben auch anderen Anbietern.
Caspar:
Dass ich quasi alles, was du gerade aufgezählt hast, Zeller sagen kann, das möchte ich zwar, aber ich möchte, dass zum Beispiel Google das übernimmt und nicht die Siri AI.
Elli:
Ja, und jetzt kommt Apple mit einem Totschlag-Argument aus deren Sicht um die Ecke, dass sie irgendwie immer bringen, wenn es um den Digital Markets Act geht. Denn Apple sagt, das ist ein Sicherheits- und Datenschutzrisiko. So, wir wollen nicht dafür verantwortlich sein, dass andere Anbieter die Daten unserer User auswerten. Wenn eine KI-Nachrichten lesen, Daten bearbeiten oder Aktionen in Apps ausführen darf, dann könnte ein Fehler oder eine Sicherheitslücke erhebliche Folgen haben. Ja, also Apple möchte quasi nicht, dass auf den eigenen Produkten, so ist zumindest ihre Darstellung, fremde Anbieter irgendwelchen Schmuh betreiben.
Stella:
Ja, also zusammengefasst, Apple hält den Datenschutz ganz hoch und die EU sagt, mach mal auf für andere Anbieter. Dementsprechend, da sind die Fronten scheinbar gerade verhärtet, weil, wie gesagt, erst kam mit der iPhone-Ankündigung auch, Siri AI kommt nicht nach Europa. Es kommt ein Gerät deshalb nicht nach Europa. Ich wollte gerade sagen, nach Hannover, da auch nicht hin.
Caspar:
Ist noch Teil von Europa.
Stella:
Noch, was ist denn jetzt? Was vielleicht auch noch wichtig zu erwähnen ist, dieser neue HomePod Mini und der neue Apple TV hier in Deutschland, die wird es ja geben.
Caspar:
Als Gerät, ja.
Stella:
Als Geräte, so. Und Siri AI funktioniert ja auf beiden Geräten einfach nicht.
Caspar:
Richtig.
Stella:
Da ist Siri drauf.
Caspar:
Aber halt die gute, alte, dumme, ich stelle einen Timer Siri.
Stella:
Ja, aber man könnte ja auch rein theoretisch Home View auch verkaufen und einfach auch quasi mit der blöden alten Siri.
Elli:
Was Apple übrigens nicht erklärt ist, warum der HomePod Mini und der neue Apple TV, die kommen ohne Siri-AI. Beim Homeview sagt man dann aber doch, nee, den bringen wir ganz nicht. Das ist uns jetzt zu blöd.
Caspar:
Ja, man könnte jetzt natürlich munkeln, aber das ist eine absolut reine Vermutung. Da haben wir überhaupt keine Belege oder irgendwas, dass Apple das so ein bisschen auch als Druckmittel nutzt, um gegen die EU-Kommission Stimmung zu machen. Aber wie gesagt, das ist eine komplette persönliche Einschätzung.
Elli:
Weil der Homeview natürlich auch ein bisschen ihr Flaggschiff.
Caspar:
Genau, und das jetzt das große Gerät ist, was alle Leute drüber sprechen. und die Botschaft ist halt, ihr dürft in der EU leider nicht.
Stella:
Ich habe dieses eine Promovideo gesehen auf Social Media.
Caspar:
Mit der Familie?
Stella:
Das weiß ich nicht. Ich habe vielleicht auch nur einen Ausschnitt gesehen, aber da war auf jeden Fall eine Dame, die dann irgendwie, glaube ich, auch in der Küche stand, und dann war so der Use Case, das Beispiel zur Anwendung, dass man mit einer Freundin gesprochen hatte und die hat irgendeinen Song genannt und man konnte sich nicht mehr erinnern und konnte dann irgendwie auch die Freundin dann fragen, Caspar kennt das bestimmt.
Caspar:
Ja, ich habe das Video gesehen.
Stella:
Und hat dann da über die Nachrichten, über dieses tolle Gerät sagen können, Mensch, wie hieß denn der Song und konnte ihn dann direkt abspielen. Es tut mir leid, ich habe wirklich gedacht, welchen Mehrwert habe ich dadurch? Also ich kann verstehen, Apple braucht hart gesagt wahrscheinlich einfach neue Geräte und muss die eben verkaufen, weil dann kommt wieder Umsatz rein. Aber ja, ob das jetzt unbedingt Smart Home nach vorne bringt, ich weiß es nicht. Aber ich würde sagen, wir müssen mal zu unserem Ausgangsthema mal zurückkommen, nämlich Smart Home. Ist das nur so eine Nische?
Elli:
Ja, und da gucken wir nämlich jetzt mal drauf, weil natürlich ist so ein bisschen die Frage, also wie gesagt, wir können euch nicht unbedingt beantworten, warum Apple das jetzt macht und jetzt sagt Smart Home. Ich habe als Caspar dieses Thema ganz am Anfang vorgeschlagen, habe ich gesagt, mein Gott, Smart Home, das ist ja wirklich ein alter Hut. Und wenn man dann aber mal in die Recherche geht, dann wird es ganz schön spannend, weil wenn man Smart Home googelt, dann findet man... Wenig Analysen. Man findet vor allem begeisterte Menschen, die sich ein Smart Home schon gebaut haben und dir Tipps geben, wie du das selber machen kannst. Aber die Frage zu beantworten, ist das eine Nische? Ist da Apple wirklich auf was ganz Heißem auf der Spur? Oder ist es schon zehn Jahre hinten nach? Die ist nicht so einfach zu klären gewesen, aber wir haben es trotzdem mal für euch versucht.
Caspar:
Wir haben versucht, ein paar Zahlen für euch rauszusuchen, die das ein bisschen einordnen. Also, was wir definitiv sagen können, Smart Home ist durchaus im Mainstream angekommen. Es gibt nämlich eine aktuelle Bitkom-Umfrage aus dem August vergangenen Jahres, das zähle ich immer noch als einigermaßen aktuell und laut dieser Umfrage nutzt inzwischen jeder zweite in Deutschland mindestens ein Smart Home Gerät. 2018 war das nur jeder Vierte. Und Smart Home heißt, selbst wenn ihr eine smarte Lampe, eine kleine WLAN-Steckdose oder einen Saugroboter habt, dann seid ihr schon ein Smart Home.
Elli:
Da muss ich schmunzeln, denn der Saugroboter, da kenne ich doch einige Leute, die den haben. Und die vielleicht nicht unbedingt von sich behaupten würden, dass sie ein Smart Home haben. Aber mit dem Saugroboter.
Caspar:
Zack, hast du ein Smart Home. Und derjenige oder diejenigen, die das haben, die sind meistens dann auch sehr zufrieden. fast neun von zehn sagen, die Technik mache ihnen das Leben leichter.
Stella:
Na gut, wenn da schon der Saugroboter rein zählt, dann ist die Verbindung recht da. Aber das Zweite ist, die smarten Displays, wie jetzt zum Beispiel bei Apple vorgestellt oder bei Amazon eben mit dem Echo Show, die sind noch die Ausnahme. Und von denen, die eben einen Sprachassistent nutzen, macht das auch nur ein Viertel über ein Gerät mit einem Bildschirm. Also sprich, die meisten sprechen mit dem Handy, wobei das ja natürlich auch ein Bildschirm ist, oder nutzen smarte Lautsprecher. Ich würde übrigens noch die Frage stellen, zählen auch smarte Lautsprecher zum Smart Home?
Caspar:
Oh, ob du meinst, wenn jemand irgendwas von Amazon da stehen hat, ob das schon, ja, das zählt schon.
Stella:
Ja, ja, ja, Leute, ich muss kommen gehen. Ach, hast du doch.
Caspar:
Ach guck, Stella, die ganze Zeit hat sie uns hier angelogen.
Stella:
Ja, lass uns mal zum dritten Punkt kommen.
Elli:
Richtig, denn, also, wir haben jetzt festgestellt, auch der Staubsaugerroboter zählt schon, auch der smarte Lautsprecher zählt schon, damit dein Zuhause smart ist oder als smart gilt. Die Frage ist aber natürlich auch aus Unternehmenssicht, verdienen die Unternehmen damit Kohle? Und das, würde ich mal sagen, kommt ein bisschen drauf an. Wenn man jetzt aber mal Richtung Apple-Konkurrenz guckt, da ist ja Amazon, gerade was die smarten Lautsprecher angeht, durchaus in den Pole Positions, würde ich mal sagen, was Konkurrenz angeht. Und Amazon versucht seit 2017 den Echo Show, also das Ding mit dem Bildschirm und dem Lautsprecher, schmackhaft zu machen. Sieben Zoll Display, Videotelefonie, Mensch, was kann man damit alles machen?
Caspar:
Nicht alles kann. Aber so richtig erfolgreich ist Amazon mit der ganzen Gerätesparte nicht. Es gibt Zahlen vom Wall Street Journal, die haben nämlich herausgefunden, zwischen 2017 und 2021 hat Amazon mit der Hardware-Sparte mehr als 25 Milliarden Dollar Verlust gemacht. Nicht Einnahmen, sondern Verlust. Und für dieses Jahr erwarten Marktforscher von Tech Insights auch noch, dass es weltweit rund 6 Prozent weniger smarte Lautsprecher und Displays verkauft werden. Das heißt, der Markt von genau diesem Segment ist laut Prognose, das ist keine feste Zahl, sondern Prognose, auch noch rückläufig.
Elli:
Also, Smart Home ist an sich keine Nische mehr. Wir haben aber jetzt auch gelernt, es braucht gar nicht so viel, um ein Smart Home zu zählen, zumindest nicht bei der Bitkom-Umfrage. Smart Speaker und vor allem Smart Displays sind aber doch irgendwie eine Nische. Vor allem, also bei den Smart Speakern kann ich es mir noch so erklären, du kaufst dir das Ding halt einmal und dann hast du es da die nächsten x Jahre stehen. Also da wundern mich die sinkenden Verkaufsteilen nicht.
Caspar:
Ja und es gibt kein Geschäftsmodell dahinter. Was willst du als Abo verkaufen? Amazon und Google versuchen jetzt die neuen KI-Sprachassistenten in Abo zu verkaufen, da jetzt mal ein Geschäftsmodell drauf zu setzen. Ich kenne aber niemanden, der jetzt für diese neuen Assistenten aktuell in meinem Freundes- und Bekanntenkreis Geld zahlt. Das ist also auch die Frage, ob das ein so großes Geschäftsmodell ist.
Stella:
Wir haben viele Fragen und ich habe auch eine Frage, warum macht denn Apple das jetzt gerade? Weil das also ehrlich gesagt waren eure Fragen alles so gesehen gegen Argumente, gegen Smart Homes, beziehungsweise zumindest die Wirtschaftlichkeit von jenen. Aber Apple wird sich dabei ja was überlegt haben.
Caspar:
Ja und unsere Vermutung ist, es geht Apple gar nicht so sehr ums smarte Home, sondern es geht ums Home. Und Apple vor allem um das Thema KI im Home. Apple versucht nämlich mit Geräten wie dem HomeView oder den neuen HomePods, quasi die KI in euer Zuhause zu bringen. Und diese Geräte sind das Zuhause für die KI in eurem Zuhause. Und die stehen dann halt eventuell auf dem Küchentisch oder im Wohnzimmer oder im Schlafzimmer.
Elli:
Und der Punkt daran ist natürlich eben, dass dann die Art, wie wir mit den Geräten interagieren, sich verändern soll. Das eben von diesem klassischen Hey, spiel mal Podcast XY ab. Deinen absoluten Lieblingstechnik-Podcast.
Caspar:
XY? Er ist auf Silicon Weekly.
Elli:
Hin zu mach mir mal da im Kalender an dem und dem Tag einen Reminder, dass die neue Folge rauskommt und bestell mir dann schon mal dazu vielleicht Snacks und schick den auch dann direkt an meinen Kumpel weiter. So, das ist quasi die Vorstellung. Die Art, wie interagiert wird, soll sich verändern. In meinem Kopf ist da so ein bisschen die Frage nur noch offen, was passiert, wenn ich mit breitem Dialekt spreche. Der KI-Sprecher, aber das können wir nicht ausprobieren.
Caspar:
Sollte Siri hier mal verfügbar sein, die neue Siri AI, dann werden wir das mit dir mal ausprobieren oder mit verschiedenen Dialekten.
Stella:
Und außerdem auch der Bildschirm macht dann Sinn, weil wenn wir auf die agenzielle Stunzung gucken, gibt es ja vielleicht immer Sachen, die ich auch als Mensch nochmal kurz gegenprüfen muss.
Caspar:
Zum Beispiel, ja.
Stella:
Meine Bestellübersicht, die ich dann freigebe. Dementsprechend brauche ich ja den Bildschirm oder möchte vielleicht doch mal den Terminkalender sehen und das ist ja genau das, was Apple auch beschrieben hat, wenn das, ich muss mir gerade vorstellen, wie in meinem Flur so ein Bildschirm hängt und dann geht man dran vorbei. Ich finde das ein bisschen dystopisch tatsächlich.
Elli:
Ich kenne das nur von Leuten, die so eine Haustürkamera haben. Da hat man auch ein Bildschirm im Flur schon.
Stella:
Und du kannst alles damit verbinden. Das heißt, wenn das Gerät, wenn Apple jetzt quasi mit seinen Home-Geschichten da die Hub sein möchte. Das ist ja genau der Punkt. Jetzt werden sich Nutzende entscheiden, auf welchem System baue ich dann weiter auf, wenn sich Smart Home immer weiterentwickelt mit Waschmaschinen, Kühlschränken. Das soll ja ein komplett vernetztes Zuhause werden. Dann werde ich ja nicht irgendwie Google, Apple, Amazon und wer weiß, wer noch dazu kommt, kombinieren, sondern werde mich ja mehr und mehr frühzeitig für ein System entscheiden.
Elli:
Ja, und gerade bei Apple gibt es ja viele Menschen, die einfach dann komplett auf Apple setzen. eine Marke stringent. Apple muss insgesamt zwei Dinge beweisen. Erstens, dass Siri AI tatsächlich so gut funktioniert, wie der Konzern verspricht. Also ich sag mal so, an alle, die breitesten Dialekt sprechen, wir freuen uns, wenn es mal soweit ist und ihr es ausprobiert für uns.
Caspar:
Ja, und wie oft habe ich Siri schon angeschrieben? Also, The Verge hat einen sehr schönen Artikel über die neuen HomePods geschrieben und die haben gesagt, das Ding muss erstmal beweisen, das ist so Situationen wie, ich suche mein Handy und dann sagt mir der HomePod aber, weil es gibt die Funktion, dass man sagen kann, ping das an, dann sagt mir der HomePod aber, ich muss mich erst mit dem Handy anmelden, was ich gerade suche, um den anpingen zu können. Und solche Situationen gibt es am laufenden Band mit diesen Geräten. Und wenn das aufhört, dann sind sie nutzbar. Wenn das immer noch so ist oder auch das ist das Ergebnis meiner Websuche, wir alle kennen es, dann braucht man das nicht. Aber das muss Apple halt beweisen, dass sie es jetzt können.
Elli:
Ich habe in der Recherche auch einen sehr schönen Kommentar unter einem Artikel gelesen, wo jemand auch schrieb, mein Sprachassistent ist dumm wie Brot. Und ich glaube nicht, dass das so schnell besser wird.
Stella:
Meiner ist ignorant.
Caspar:
Auch schön.
Stella:
Also ich muss ganz ehrlich sagen, während Elli jetzt hier mehrmals irgendwie zum Beispiel Siri AI Hallo Siri gesagt hat, hat auf hier schon wieder, mein Handy reagiert auf mich selbst nicht.
Caspar:
Ach so, aber nur auf andere.
Stella:
Ja, aber wie oft ich schon beim Autofahren gesagt habe, Siri, öffne folgende Karte oder was auch immer.
Caspar:
Und dann macht es nichts. Tja, macht dir mal Gedanken darüber.
Elli:
Also wir wollen natürlich wissen, wie es dann wirklich ist, ob das tatsächlich besser geworden ist. Dann muss Apple aber auch beweisen, Bildschirm, Mehrwert, what is it? Oder brauchen wir nicht doch einfach Smartphone und Smart Speaker? Sind wir damit nicht längst bedient? Und dann gibt es da natürlich auch noch einen taktischen Punkt, der hinter der ganzen Sache steckt. Wir haben es angesprochen, der Beef mit der EU. Ausgerechnet das Gerät, bei dem Apple am stärksten auf Siri AI setzt, kommt gar nicht nach Europa, während der neue HomePod und der Apple TV ganz normal verkauft werden. Und ob das eine strategische Entscheidung ist, um da Druck aufzubauen, wissen wir nicht. Aber es ist schon eine Erwähnung wert.
Caspar:
Und Apple verzichtet ganz bewusst auf, also sie verzichten auf einen Markt und das können sie nicht ewig durchziehen. Auch bei iPhone und iPad, also nehmen wir mal an, das dauert jetzt noch fünf Jahre, wenn sich das Thema KI so weiterentwickelt und die iPhones in den USA und dem Rest der Welt immer mehr KI-Funktionen bekommen, die vielleicht auch sinnvoll und nützlich sind und in Europa wir immer weiter abdriften und immer dümmere Geräte quasi im Vergleich zu den anderen haben, das können sie nicht ewig aufrechthalten. Und die EU, die kann es ehrlicherweise aussitzen. Die ist kein Wirtschaftsunternehmen. Die sagt halt einfach, kümmert euch drum, ihr müsst das irgendwie regeln. Gesetz ist Gesetz.
Stella:
Ich finde es aber auch aus einer anderen Sicht spannend. Nämlich ist ja generell so, dass in Europa, wenn technische Innovationen kommen, Europäer, insbesondere auch Deutsche, sich eher zurückhaltend verhalten. und gar nicht unbedingt so die hohen Investitionen tätigen. Das sieht man ja auch bei anderen Sachen, wie zum Beispiel smarten Brillen und sowas. Das heißt, hier braucht man ja tendenziell auch manchmal länger, einfach um Dinge in die breite Masse reinzubringen. Und wenn ich mir dann überlege, okay, was passiert denn, wenn die mein Gerät nicht haben, dann nehmen sie entweder die Alternativen, sprich die Konkurrenz, oder sie stellen fest, in dem Maß brauche ich das gar nicht, weil wir haben ja auch da eine Alternative. Auch deshalb finde ich es tatsächlich echt spannend. Kann das mit dem Druck aufbauen, Also ich würde jetzt mal unterstellen, dass wegen diesem Gerät nicht zig Privatpersonen irgendwie an die EU-Kommission oder an andere Stellen der EU, Wutbotschaften schicken nach dem Motto, bitte, bitte, wir brauchen Home View von Apple, bitte und hier die Demonstrationen losgehen für neue Apple-Geräte, also deswegen... Ja, ja. Kannst du mal planst oder was?
Caspar:
Nein, nein, um Gottes Willen.
Elli:
Wegen der Kochrezepte, ne?
Stella:
Ja, genau.
Elli:
Es ist wegen der Kochrezepte.
Caspar:
Und endlich Timer stellen, das ging ja vorher nicht.
Elli:
Ja, also ihr seht schon, wir sind so semi-beeindruckt von der ganzen Sache, aber haben jetzt nochmal auf die Hintergründe geguckt und auch darauf, was das Thema Smart Home insgesamt gerade so angeht. Was uns natürlich noch interessiert, abgesehen von dem, ob ihr ein Smart Home habt, wahrscheinlich würdet ihr die Frage vielleicht jetzt sogar auch anders beantworten, seit ihr wisst, dass auch der Staubsauger-Robot erzählt. Und hier der kleine Lautsprecher. Hättet ihr für ein Gerät mit Bildschirm Verwendung, für diesen Home View, wenn es den gäbe, fändet ihr das spannend oder sagt ihr euch, also komm, ich kann auch meinen Sprachbefehl an die kleine fensterlose Box abgeben?
Caspar:
Schreibt uns gerne. Wir freuen uns über jede Nachricht. Idealerweise entweder macht ihr Spotify-Kommentare oder ihr schreibt uns eine Mail, da habt ihr mehr Platz, an post.silicon-weekly.de.
Elli:
Wir freuen uns immer von euch zu hören.
Caspar:
Und wir lesen und wir antworten auch.
Stella:
Richtig, jetzt so nach einer Abmoderation. Aber wir haben noch einen ganz wichtigen Teil.
Caspar:
Richtig.
Stella:
In jeder Folge gibt es ja die gute Nachricht zum Abschluss. Und die haben wir auch dieses Mal wieder dabei.
Jingles:
Gute Nachricht.
Elli:
Plastik. Ich möchte unsere Rubrik fast schon umbenennen in fetzige Anstalts- und Institutsnamen.
Caspar:
Ja, den sollten wir vielleicht machen.
Elli:
Wir haben diese Woche.
Stella:
Das würde verwirren und für vielleicht Neugier sorgen. Wir sollten das diskutieren.
Caspar:
Es wäre eine Insider. Wir müssen das bei der nächsten Podcast-Retro nochmal besprechen.
Elli:
Wir haben diesmal das Herion-Institut für Funktionale Materialien für Nachhaltigkeit mitgebracht.
Caspar:
Es ist großartig. Haben die eine Abkürzung?
Elli:
Ich weiß nicht, ob Herion...
Caspar:
Nee, die haben keine Nachhaltigkeit. Ob das schon eine Abkürzung ist?
Elli:
Die sitzen auf alle Fälle in Teltow. Und haben für ihre Forschung auch zusammengearbeitet mit der Brandenburgisch-Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, die hat die Abkürzung BTU, mit der FU Berlin und mit der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg.
Caspar:
Jetzt haben wir es ja alle erwähnt.
Elli:
Ganz schön viele Institutionen.
Stella:
Mich würde nach dieser Namensschlacht noch bitte interessieren, woran die denn eigentlich forschen und was denn da… Ach.
Caspar:
Du willst inhaltlich auch noch was wissen.
Stella:
Ich wäre inhaltlich dezent interessiert.
Caspar:
Stella, Stella.
Elli:
Also es geht um einen Kunststoff, der uns im Alltag überall begegnet und der ziemlich beschissene Recycling-Eigenschaften hat.
Caspar:
Nett ausgedrückt.
Elli:
Ja, ich kannte den Namen nicht, aber wenn ihr PlastikexpertInnen seid, dann wisst ihr es wahrscheinlich. Polystyrol. Das wird aus Rohöl hergestellt und unter anderem in Verpackungen, Joghurtbechern, Isolierbehältern, Petrischalen und in Zierleisten im Bauwesen verwendet.
Caspar:
Zierleisten im Bauwesen.
Elli:
Mensch, also mir ist der Joghurtbecher am nächsten, muss ich ehrlich sagen.
Caspar:
Ja, auch da habe ich mich doch kurz wiedergefunden. Verpackung vielleicht auch noch, aber Tierleiste im Bauwesen.
Elli:
Polystyrol beschissen zum Recyceln und deswegen, weil es aus stabilen Styrol-Molekülketten besteht, wird es meistens am Lebensende verbrannt oder einfach irgendwo abgelagert.
Caspar:
Und dort vergammelt es halt nicht.
Elli:
Genau, es liegt da einfach für immer.
Caspar:
Geil.
Elli:
Und da hatte man sich gedacht, beziehungsweise Panaroneem und sein Team, Also er ist ein Forscher und sein Team haben jetzt eine Polystyrol-Variante entwickelt, die, zu 50 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen besteht, in der Herstellung energieeffizienter ist und besser recycelbar sein soll.
Caspar:
Ja, so jetzt die Frage. Wie immer, ist es ein Aber? Wo steht die Entwicklung? Ist das ein Aber? Ist das schon so, dass es morgen quasi einsetzbar ist oder ist das noch Forschung?
Elli:
Ja, es ist Forschung. Also das Team hat die Verarbeitung vom neuen Polystyrol getestet. Und zwar haben sie Mini-Petrischalen getestet. hergestellt in so einer Laboranlage, die waren so groß wie ein-Euro-Münzen, diese Mini-Petrischalen. Das ist wirklich Mini. Genau. Sie gehen aber davon aus, dass da Potenzial ist für relativ vielfältige Anwendungen in Zukunft. Und wenn ihr euch reinnerden wollt, dann findet ihr die Forschungsergebnisse, die aktuellen in der Fachzeitschrift Chem Circularity. Wir sind mal gespannt und hoffen, dass dann vielleicht irgendwann der Joghurtbecher, aus einem besseren Material produziert wird.
Caspar:
Ja, und ich finde auch, dass die daran geforscht wird und die Forschungsergebnisse vielversprechend aussehen, ist ja schon eine gute Nachricht. Weil wenn es das nicht gäbe, dann wäre ja gar nichts gegen Plastikmüll getan.
Stella:
Ich finde es schön, dass du da noch so die Kurve gerietest und nochmal betont hast, warum das unsere gute Nachricht ist.
Caspar:
So, wisst ihr, was auch eine gute Nachricht wäre? Dass wir gleich was essen. Wenn unser Essen gleich kommt. Genau.
Elli:
Ihr wisst mittlerweile, glaube ich, wenn wir zusammen aufnehmen, dann wird meistens Essen bestellt.
Caspar:
Dann wird auch noch gegessen.
Elli:
Vor der Sendung und dann nehmen wir auf und dann danach wird gegessen. Dementsprechend, falls ihr auch gerade irgendwie so um die Essenszeit uns hört, lasst es euch schmecken.
Caspar:
Einen guten.
Elli:
Wenn ihr uns auf dem Weg zur Arbeit hört, dann frohes Schaffen. Und ansonsten, wie immer.
Caspar:
Wenn ihr uns zum Einschlafen hört.
Elli:
Schlaft gut.
Caspar:
Aber dann seid ihr wahrscheinlich schon weggedämmert. Also die Episode ist ja jetzt zum Ende hin.
Stella:
Ja, und wenn du nach, ich glaube, es müssten so roundabout 40, 45 Minuten seit dem Podcast durchgehört hast und dir dann einer sagt, schlaf gut. Bei mir persönlich ist dann so, da denke ich immer, oh Gott, jetzt ist die Folge vorbei, 45 Minuten. Schlaf immer noch nicht. Wenn du dann immer noch wach bist.
Caspar:
Hast du eh ein Problem.
Stella:
Dann hast du ein Problem.
Caspar:
Dann habe ich gute Nacht, habe ich nicht gesagt.
Elli:
Mach jetzt hier keinen Einschlaf-Shaming.
Stella:
Einschlaf-Shaming?
Caspar:
Nein, aber idealerweise ist man doch bei den Updates schon weggedöst bei uns.
Elli:
Wir sind so spannend und hören mal durch.
Stella:
Leute, wir sind einfach kein Einschlaf-Podcast. Vielleicht sind wir dafür nicht geeignet.
Caspar:
Weil wir hatten ja jetzt Beef, Wir hatten Crime, wir hatten alles Mögliche. Also insofern.
Stella:
Wir müssen jetzt noch ein bisschen was besprechen. Und vor allen Dingen essen. Wir hören uns nächste Woche wieder.
Elli:
Schaltet ein, bleibt gesund.
Caspar:
Und macht es gut.
Elli:
Bis dann. Tschüss.
Jingles:
Das war es schon wieder für diese Woche. Folgt oder abonniert uns gerne in eurer Podcast-App und lasst uns dort eine Bewertung da. Das hilft uns sehr. Bis zum nächsten Mal.