Zurück aus München von unserem Betriebsausflug und voller Energie! Wir haben uns vor Ort etwas Besonderes für euch überlegt: Dieses Jahr gibt es zum ersten Mal den Silicon-Weekly-Adventskalender mit 24 kurzen Audiotürchen! Ganz ohne Schokolade, dafür mit Wissen to go. 

Aber bevor es am 1. Dezember los geht, gibt es erstmal noch eine ganz normale Episode, in der wir im Newsmix unter anderem über Sushi Bikes, Googles Öffnung von AirDrop, den Weg zum digitalen Reisepass und über ein KI Projekt sprechen, das Rettungskräften helfen soll, Einsatzorte besser zu finden.

KI-generiert von Google neuer generativer Bild-KI Nanobanana Pro

Transkript der Episode

Das Transkript wird automatisch erstellt

Jingles:
Silicon Weekly, der Tech-Podcast mit den wichtigsten News der Woche. Für dich eingeordnet von Elli, Stella und Caspar.

Caspar:
Einen wunderschönen guten Morgen, guten Tag oder guten Abend, je nachdem, wann ihr uns hört. Ich sage aber zum Zeitpunkt der Aufnahme guten Abend, Stella.

Stella:
Hallo.

Caspar:
Und guten Abend, Elli.

Elli:
Hallo, hallo.

Caspar:
Wir sind zurück aus München. Wir waren auf der So Many Voices. Ich weiß nicht, ob ihr es vielleicht auf Instagram gesehen habt. Das ist eine Podcast-Konferenz und ich weiß nicht, wie es euch beiden geht. Aber bei mir war es so, beziehungsweise doch, ich weiß es, wir haben schon darüber gesprochen. Bei mir war es auf alle Fälle so, dass ich sehr beflügelt und mit sehr viel Schwung und Ideen und Motivation zum Thema Podcast wieder zurückgekommen bin. Wie war es bei euch? Ähnlich, ne?

Stella:
Sehr beflügelt, sehr gut gelaunt. Es hat sehr viel Spaß gemacht, sich auch mit anderen PodcasterInnen dort auszutauschen. Also ich konnte echt sehr, sehr viel mitnehmen. Super positive Erfahrung. Und außerdem, ich habe Weißwurst gegessen, Brezeln, Leberkäse. Also ich erzähle euch jetzt nicht alles, was ich dort gegessen habe, aber es war auch kulinarisch ganz wundervoll.

Caspar:
Und Elli, was hast du gelernt auf der Podcast-Konferenz?

Elli:
Dass manche Sachen sind wie Fahrradfahren. Ich habe ja zusammen mit vier wunderbaren KollegInnen durfte ich am Samstagvormittag einen Workshop machen. Und ich komme ja ganz, ganz ursprünglich mal so aus der Jugendarbeitsschiene und habe da auch viel Workshop und solchen Krams gemacht irgendwie und ein Konzept überlegt. Und Whiteboards bemalt und Flipcharts benutzt. Und das durfte ich am Samstag wieder machen und ich habe gemerkt, das hat sehr gut noch funktioniert und hat sehr, sehr viel Spaß gemacht. Also das war cool.

Caspar:
Ich war leider nicht dabei, aber ich bin immer vorbeigegangen, weil ihr habt so in so einem Coworking-Space links und rechts von dem Gang, wo man zu dem anderen Workshop-Raum kam, das gemacht und ich habe euch da immer begeistert zusammensitzen und in Gruppenarbeit sitzen sehen. Es sah sehr motiviert und gut aus.

Elli:
Ja, und unsere ganze Motivation haben wir direkt mit eingepackt. Eigentlich wollten wir schon auf der So Many Voices für euch da was aufnehmen, aber wir haben es, sagen wir es, wie es ist, wir haben es verpaddelt. Es ist uns eingefallen, als wir unten in München am Marienplatz standen mit dem vollgefressenen Bauch und Caspar und Stella sollten schon wieder los zur Bahn. Da fiel uns ein, wir wollten ja noch was aufnehmen. Wir entschuldigen uns an der Stelle, aber die Ankündigung, die wir machen wollen, ist dadurch nicht minder spannend.

Caspar:
Nein, wir werden sie halt einfach jetzt ankündigen und nicht extra gesondert, wie wir das eigentlich wollten. Denn wir haben eine kleine Überraschung für euch. Wir haben eine Überraschung für euch, die ja tatsächlich zwei Gründe hat. Zum einen, weil wir eben so viel Spaß am Medium Podcast auf dieser Konferenz wieder gesammelt haben. Und das zweite ist, weil wir bei Steady dank eurer Unterstützung unser erstes Ziel erreicht haben, wollen wir auch deswegen so ein kleines bisschen Danke sagen. Und ich hause jetzt einfach raus, es gibt dieses Jahr zum ersten Mal einen Silicon Weekly Adventskalender.

Stella:
Und was heißt das jetzt, nachdem wir so die Spannung aufgebaut haben? Wir werden euch nicht jeden Tag Schokolade schicken.

Caspar:
Schade.

Stella:
Wäre jetzt nicht so, dass wir darüber nicht auch gesprochen hätten. Aber das machen wir nicht. Ihr könnt auch keine Schokolade gewinnen.

Elli:
Auch datenschutztechnisch, glaube ich, sehr schwierig.

Stella:
Also es hatte verschiedene Gründe.

Caspar:
Es wäre ein bisschen creepy, wenn plötzlich bei allen Schokoladen im Kühlskasten wäre.

Stella:
Wir wissen nicht, wo ihr wohnt. allein daran scheitert ist. Aber was wir stattdessen machen, ist euch ganz unverbindlich erreichen, je nachdem, wie ihr es auch mögt. Und zwar vom 1. bis zum 24. Dezember haben wir jeden Tag ein Audiotürchen für euch. Datenschutzkonform, frei zum Abrufen, ohne Schokolade. Also sprich, ihr nehmt auch nicht zu davon, außer an Wissen. Also... Das gibt es da. Wir haben uns drei, nee, es ist drei richtig, also wir haben uns auf jeden Fall verschiedene Rubriken überlegt.

Caspar:
Mehrere Rubriken, ja.

Stella:
Mehrere, mehr als drei. Ich habe gerade noch mal kurz so nachgezählt. Extra für diesen Adventskalender. Immer so ein bis drei Minuten lang. Also eine ganz flotte Nummer, die euch bestimmt auch gut durch diese Adventszeit begleiten wird.

Elli:
Yes, diese ein bis drei Minuten, man würde vielleicht auch sagen snackable Content, also wenn ihr euch jetzt um Gottes Willen kriegen wir jetzt 24 Tage lang so einen Schinken wie immer donnerstags, nein, aber der Donnerstagstermin, der bleibt tatsächlich gleich, wir nehmen immer mittwochs unsere reguläre Folge auf und die ist dann quasi das Donnerstagstürchen, also drei Türchen, wisst ihr jetzt quasi schon so ungefähr, was euch erwartet und beim Rest könnt ihr noch gespannt sein.

Caspar:
Genau und apropos normale Sendungen, am 24.12. Ist dann das letzte Adventskalender Türchen, das ist nochmal ein Adventskalender, weil es kein Donnerstag ist. Gleichzeitig ist dieses Türchen dann auch unsere letzte Audioausgabe in diesem Jahr. Wir gehen danach in so eine kleine Winterpause und ihr hört uns am 8.1. Wieder. Also die Winterpause geht ein kleines bisschen länger, weil Neujahr ist ein Donnerstag. Da sind wir, glaube ich, noch nicht wieder fit genug, um Sendung aufzunehmen. Und erfahrungsgenäß passiert in der Tech-Welt auch nicht so viel. Deswegen am 8.1. hören wir uns wieder mit einer normalen Sendung.

Stella:
Ich weiß jetzt nicht, was du mit dieser Donnerstagsanspielung sagen möchtest.

Caspar:
Ich weiß das auch nicht.

Stella:
Caspar, da kann ich nicht folgen. Es sind übrigens vier Rubriken. Ich habe eben nachgeschaut, plus unsere regulären Folgen.

Caspar:
Genau, alles klar.

Elli:
Aber führt da mal nicht Buch drüber, weil man muss auch dazu sagen, wir stecken noch mitten im Making-of. So viel Transparenz darf sein. Deswegen, wenn es plötzlich fünf Rubriken sind, weil uns noch was eingefallen ist, noch ein Schmankerl, dann ist es so. Also ihr werdet erst im Laufe des Events rausfinden.

Caspar:
Drei, weil Dinge weggebrochen sind oder so. Also ihr merkt, für uns ist dieser Adventskalender auch eine kleine Überraschung. Genau.

Elli:
Wie gesagt, wir wollen uns damit einfach nochmal bedanken dafür, dass wir bei Steady 1 hier geknackt haben und auch so ein bisschen Sachen ausprobieren. Und vielleicht hört ihr auch die eine oder andere Stimme. Dementsprechend könnt ihr euch auf nächste Woche freuen. Aber ich würde sagen, wir gehen mal in die normale Sendung, oder?

Caspar:
Ja, ja. Lasst uns Tech News machen und lasst uns mit Updates anfangen.

Jingles:
Musik.

Caspar:
So, ich weiß zufällig, dass ihr beiden Joko von Joko und Klaas nicht kennt, aber ihr wisst, wer das ist und unsere Hörerinnen und Hörer wahrscheinlich auch. Und vielleicht wissen viele von euch auch, dass Joko immer mal wieder auch in Firmen investiert und darunter auch in Firmen, die ja vielleicht auch hier in so einem Tech-Tech-Podcast vorkommen könnten.

Elli:
Ja, es wäre jetzt an die Jokolade gedacht hat, die er auch mal gemacht hat, die mittlerweile zu Katjes gehört. Darum geht es nicht, sonst wären wir auch im Tech-Podcast ein bisschen falsch. Für alle, die ihn übrigens nicht kennen, Joko... Deutscher Fernsehmoderator, viel auf ProSieben unterwegs, falls ihr ihn da nicht so im Kopf habt. Groß, mit so einer Hornbrille, so einer eckigen.

Caspar:
Der Große von Joko und Klaas.

Stella:
Ich weiß nicht, ob das in Ordnung ist oder ob Caspar das hinterher rausschneiden muss. Aber meine Oma, 101 Jahre alt, guckt auch ganz gern die Sendungen von Joko und sagt dann immer, ach, das ist doch der mit dem langen Hals, wie so eine Giraffe. Also, falls ihr Joko und Klaas kennt, es ist der mit dem langen Hals und er heißt auch mit vollständigem Namen, Joachim Winterscheidt. Gut, so viel zu dieser Anekdote.

Elli:
Um seinen Halt soll es jetzt aber nicht gehen, sondern um Fahrräder, genauer gesagt um E-Bikes. Joko hat 2019 mitgegründet das Münchner E-Bike Startup Sushi Bikes. Seit April 2024 ist er allerdings nicht mehr Gesellschafter. Und wir erzählen euch trotzdem noch was über Sushi-Bikes, weil das so ein bisschen eine Geschichte ist, die stellvertretend für eine Branche ist. Wir wickeln das mal kurz ab in einem ganz kurzen Update.

Caspar:
Genau, weil dieses Startup, über das wir gesprochen haben, das Joko, in dem ja wie gesagt Gesellschafter war und jetzt inzwischen ausgestiegen ist, das hat nämlich, und da kommen wir zur aktuellen News, am 14. November beim Amtsgericht München Insolvenz angemeldet. Das heißt, der Webshop ist dicht, Die Webseite, dort kann man keine Käufe mehr tätigen. Die Produktseite ist offline und auf der Startseite des Webshops steht es, wir sind bald wieder da mit so einem Winkelsmiley. Und der CEO und Gründe Andy Weinzierl, der hat sich auf LinkedIn dazu auch geäußert, klingt da aber einigermaßen optimistisch dafür, dass man Insolvenz angemeldet hat. Er schreibt, wir sortieren uns ein bisschen und dann geht es hoffentlich wieder weiter.

Elli:
Ich finde, der klingt schon in der geschriebenen Form wie so ein Andi-Wein-Zierl. So stelle ich mir das vor, dass der ein bisschen sagt und die Insolvenz, das ist ja gar nicht so schlimm. Wir kriegen das schon wieder hin. Das wird schon wieder.

Caspar:
Das wird schon wieder. Genau, Elli, du hast es gerade schon erwähnt, SushiBikes ist nicht die einzige Firma im E-Bike-Bereich, die es in den letzten Wochen, Monaten und Jahren nicht ganz so gut ging und die in finanzielle Schieflage geraten ist. Man muss dazu sagen, SushiBike ist auch nicht zum ersten Mal in Schieflage, die Insolvenz ist jetzt quasi erstmal das vorläufige Ende von der Nummer. Andere Firmen waren zum Beispiel Van Moorff aus den Niederlanden, die waren auch kurz davor insolvent zu gehen, beziehungsweise waren es sogar auch und sind jetzt übernommen worden von einer anderen Firma. Und Cowboy aus Belgien, die ebenfalls E-Bikes bauen, die sind kurz davor insolvent gegangen zu sein und konnten aber auch in letzter Sekunde gerettet werden. Ja, mit einer der Punkte ist jetzt bei den zwei Firmen Probleme bei der Hardware und dass der große Corona-Aufschwung, der kam im E-Bike-Bereich, dass der sehr stark abgeebbt hat.

Elli:
Ja, und man muss auch dazu sagen, wenn du einmal so die Ebay zu Hause stehen hast, das ist ja auch nicht ganz günstig, dann behältst du das hoffentlich auch erstmal ein paar Jahre, würde ich mal sagen, dementsprechend. Ja, von Sushi-Bikes, wenn es da was Neues gibt, dann melden wir uns nochmal, ne?

Caspar:
Genau und auch, falls man erfährt, was irgendwie mit den Nutzerinnen und Nutzern ist, falls ihr so ein Sushi-Bike zu Hause habt, da ist noch nicht ganz klar, was damit passiert, wie es mit der Firma weitergeht. Wie gesagt, der CEO ist optimistisch. Wenn wir was hören, hört ihr es hier im Podcast.

Stella:
Und jetzt kommt ein harter Wechsel weg von Sushi-Bikes rüber zu Nano-Banana. Und zwar haben wir ja erst in der vergangenen Folge über das Thema Bildgenerierung gesprochen in unserem Input. Ja, und kaum haben wir das gemacht, da haut Google tatsächlich in dem Bereich auch ein Update raus. Was haben sie gemacht? Sie haben ein neues KI-Modell veröffentlicht, nämlich Nano Banana. Pro, wir erinnern uns noch mal mit dem Tool, da können einfach Bilder generiert werden. Was so die Idee dahinter ist, also dieses Pro-Modell soll besser den Kontext verstehen und auch die Texterstellung soll besser klappen. Wir haben dafür auch so ein Beispielbild. Caspar, ich weiß gar nicht, ob wir das dann auch als Kapitelmarke einblenden können oder ob das Format vielleicht nicht ganz so gut passt.

Caspar:
Das Format passt nicht so ganz und es wäre auch zu klein, das könnte keiner lesen. Wir packen euch das aber wie immer auf die Webseite in den Podcast-Artikel zu der Episode. Da könnt ihr das dann finden. Ich habe nämlich spaßeshalber direkt mal das Modell angeworfen, weil das große Versprechen ist von diesem Pro-Modell, dass es mit Schrift umgehen kann und mit Grafiken und Schaubildern. Und ich habe einfach mal gepromptet, erstelle eine Infografik zum Podcast Telekom Weekly. Und da ist ein, man kann jetzt über den Stil streiten und ob alles da drin richtig ist, aber zumindest gibt es keine Rechtschreibfehler. Da ist sehr viel Schrift da und die Grafik ergibt zumindest es im Grunde Sinn.

Elli:
Vielleicht ein kurzer Merksatz an der Stelle. Gemini, also dieses Zwillingssternbild quasi, das ist das KI-Modell an sich und die Sache mit den Bananen, das ist dann der Bildgenerator.

Caspar:
Ja, Google hat es eh mit Namen, sie nennen ja Tools immer sehr seltsam und ganz komisch, Betriebssysteme, Android hießen ja lange nach Süßigkeiten. Dieses Nano Banana ist so ein halb offizieller Name, es war der Name in der Testphase, als man als Google noch nicht veröffentlichen wollte, dass sie ein neues Modell haben, da konnte man aber im Internet schon so ein komisches Nano Banana Modell ausprobieren, man hat natürlich schon geahnt, dass es Google ist. Es ist dann zwischendrin unter Flash 2.5, beziehungsweise, also es ist ganz seltsam. Unter Nano Banana ist es am ehesten zu finden. Und das ist auch so ein halboffizieller Name, den Google inzwischen übernimmt. Wahrscheinlich heißt es in zwei Wochen eh schon wieder ganz anders.

Elli:
Ich finde, das klingt irgendwie wie so ein Kinderspiel, wo man so Bananenkarten oder so, also wisst ihr, so wie Bonanza so ein bisschen, nur mit Bananen, so stechen wir das vor.

Caspar:
Oh, lass mal eine Bonanza-Version mit Bananen erstellen. Gut, das kann ja jetzt die neue Bild-KI.

Stella:
Ich hätte da eine ganz andere Assoziation. Ich habe an Banana Split gedacht, aber ich esse auch für mein Leben gerne Eiscreme. Vielleicht ist das dann auch einfach das vorherige Assoziation kommt.

Caspar:
Wir können uns darauf einigen, dass es ein selten dämlicher Name für eine Bild-KI ist. Okay, das ist ein schönes Schlusswort zu den Updates. Wir gehen über zum WTF, was es diesmal auch wieder verdient hat, ein WTF zu sein. Wir gehen in Richtung des Internationalen Strafgerichtshof und ja, da ist Interessantes passiert, sagen wir mal so.

Stella:
Ich möchte mit euch jetzt eine kleine Gedankenreise machen. Okay, also wenn ihr zuhört, macht die Augen zu. Caspar und Elli, ihr dürft sie auch ausnahmsweise offen lassen. Aber ihr müsst euch jetzt mal vorstellen, ihr steht morgens auf, ihr trinkt euren ersten Kaffee, ihr fahrt zu arbeiten, ganz normaler Arbeitstag, ihr habt auch vielleicht gar nicht viel Stress gehabt. Ja, und dann wollt ihr in eure E-Mails schauen, aber da kommt ihr schon nicht in euren Account. Also, was macht ihr? Ihr ruft vielleicht erstmal, wenn ihr im Büro seid, ganz klassisch noch mit dem Festnetztelefon bei der IT an, wollt das klären, wisst noch nicht so recht weiter, ihr schaut auf euer Handy und denkt, ah, ich wollte ja, wenn ich jetzt hier gerade sowieso nicht arbeiten kann, ich kann nicht in meine Mails, naja, ich bestelle mal bei Amazon ein Buch und da seht ihr, hm. Mein Account ist gelöscht, den kann ich nicht mehr aufrufen. Wird schon langsam komisch, aber dann fällt euch ein, ihr müsst noch einem Kollegen neulich fürs Mittagessen Geld via Paypal senden. Und auch da funktioniert euer Login nicht. Ja, stellt es euch einfach mal vor.

Elli:
Das klingt relativ dystopisch. Und man könnte jetzt meinen, hast du dir das aus den Fingern gesaugt? Oder ist da wohl was Wahres dran?

Stella:
Sagen wir so, den genauen Ablauf, den habe ich mir tatsächlich aus den Fingern gesaugt. Ich weiß nicht, ob es wirklich so passiert ist. Ich weiß nur, dass Nicolas Guillaume tatsächlich mal morgens nicht in seine E-Mails gekommen ist. Wer ist das? Das ist ein französischer Richter am Internationalen Strafgerichtshof. Und er ist einer von sechs Richtern und drei Staatsanwälten, die schon im August 2025 von den USA mit Sanktionen belegt worden sind. Und über die Auswirkungen, da hat er gegenüber der französischen Zeitung Le Monde drüber gesprochen. Und demnach sind eben zum Beispiel seine Konten bei US-Anbietern nicht mehr zugänglich. Also ich weiß nicht, ob das wirklich mal sein Tagesablauf gewesen ist, sondern ich habe nur probiert, einen Tagesablauf mit vielen US-Anbietern nachzubauen, wie er möglicherweise sein könnte.

Elli:
Also Amazon, Airbnb, Paypal, nichts mit Hotelbuchungen, nichts mit Online-Käufen. Wenn irgendwo ein US-Unternehmen an irgendeiner Stelle in der Kette beteiligt war, dann hieß es für den guten Mann erstmal, das geht nicht mehr.

Stella:
Was vielleicht auch viele gar nicht so auf dem Schirm haben, ist das Thema Zahlungssysteme. American Express, Visa, Mastercard sind auch alles US-Firmen und wenn du eben mit den Diensten deine Zahlung abwickeln möchtest, dann gehst du theoretisch vereinfacht gesprochen auch ein Geschäft mit diesen Firmen ein und... Und das ist eben das Problem, denn durch diese Sanktion ist es den US-Firmen generell untersagt, Geschäfte beispielsweise jetzt mit Julio einzugehen. Ja, also er darf auch keine Transaktion mit US-Dollarn vornehmen und das wirkt eben dementsprechend auf europäische Banken. Ihr könnt jetzt mal, das ist jetzt kleine Mitmach-WTF, holt doch vielleicht mal irgendwie eure EC-Karte raus, die Karte von eurem Girokonto. Und vielleicht, ich habe auf meine geguckt, da ist auch so ein Visa-Emblem drauf. Und das zeigt eben auch die Verbindung, die viele von uns zu US-Unternehmen haben. Es ist nämlich so, dass Banken jetzt zwar einfach gesagt, zum Beispiel die Visa-Infrastruktur nutzen, um Zahlung abzuwickeln. Sprich, da wird der Händler angebunden, da werde ich als Kunde angebunden, weil das eben ein globales Netzwerk ist, was verfügbar ist, gerade auch in der westlichen Welt, mit dem sich eben bisher leicht bezahlen lässt. Funktioniert so lange gut, bis eben Personen ausgeschlossen werden. Und das zeigt auch nochmal dieses Beispiel, wie abhängig wir einfach von US-Firmen sind, an ganz, ganz vielen Stellen, die uns vielleicht gar nicht so bewusst sind.

Elli:
Aber jetzt nochmal zurück zu Nicola Guilou. Wie ist es denn bei ihm weitergegangen? Ich könnte mir jetzt denken, bei dem, was er so beruflich macht, dass er eine juristische Lösung in petto hat.

Caspar:
Ja, tatsächlich. Er hat ein paar Forderungen, die er in Richtung der EU stellt. Er fordert nämlich, dass die EU eine Verordnung aktivieren soll, die es Drittstaaten verbietet, Sanktionen in der EU umzusetzen, in dem Fall dann also den USA. Das heißt, dass die US-Unternehmen ihre Beschränkungen eben in dem Fall nicht in der EU umsetzen können, wenn das EU-Interessen verletzen würde. Und in dem Fall kann man ja ganz klar sagen, es ist ein internationaler Gerichtshof, der sitzt in der EU, da wäre es durchaus gegen die EU-Interessen, wenn man gegen Richter so vorgeht, wogemerkt vor einem Prozess, also zum Thema Rechtsstaatlichkeit müssen wir auch noch zwei, drei Sätze dazu sagen. Wir reden hier nicht über irgendwas, wir reden gleich nochmal darüber, was der Hintergrund ist. Aber es ist tatsächlich so, dass die USA ohne, also diesen Prozess im Grunde verhindern, indem sie einfach den Richter schon mal vorab, bevor irgendwas passiert ist, mit Sanktionen belegen. Und das ist eben, wie gesagt, nicht so richtig schön. Und dieser Richter sagt jetzt, da könnte man was gegen tun, weil es gibt eine Grundlage dafür schon, dass die EU das so umsetzen könnte. Sie müsste es halt nur entsprechend mal aktivieren quasi.

Elli:
Worum ging es denn eigentlich? Also warum sind denn da... Quasi im Voraus schon mal Sanktionen gegen ihn getätigt worden.

Stella:
Das liegt daran, dass ein Haftbefehl verhängt worden ist. Und zwar gegen den israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu und den Verteidigungsminister Joachim Galant. Und zwar aufgrund, also das ist der Anklagepunkt quasi oder die Anklagepunkte, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Kontext der Zerstörung des Gaza-Streifens.

Caspar:
Ja, und egal was man jetzt davon hält, ob man das gut, richtig oder falsch findet, das kann die USA ja auch durchaus tun, aber wie gesagt, einen Richter vorab zu sanktionieren und ihn mit Terroristen gleichzustellen, die landen nämlich unter anderem auch auf solchen Sanktionslisten, das ist schon ein harter Tobak und dieses WTF ist, weil das war ja klar, dass auf dieser Liste ist das ja schon länger bekannt, das WTF ist einfach, in welchem Ausmaß das Leben eines Menschen davon betroffen ist, wenn er auf so einer Liste landet und was dann doch alles an US-Firmen und Konten damit zusammenhält. Obwohl man das unter Umständen gar nicht bedenkt. Und wir hatten hier ja auch schon mal, ich glaube es war in den Updates oder in den News auch schon mal drüber gesprochen, dass der internationale Gerichtshof jetzt daran arbeitet, Microsoft zum Beispiel abzuschaffen und durch andere Programme zu ersetzen, damit eben zum Beispiel nicht der gesamte internationale Gerichtshof plötzlich lahmgelegt wird, wenn die USA mal wieder was quersitzen haben.

Stella:
Die ganzen allein einfach E-Mail-Zugänge und sowas zu sperren, das war ja das, was somit als erstes durch die Medien ging. Ja.

Elli:
In unserem Input geht es heute Schlag auf Schlag. Und wir haben auch einige US-Firmen mit am Start, kann ich schon mal sagen. Wir haben uns gedacht, wir machen mal wieder eine News-Folge. Deswegen gibt es ein buntes Potpourri. Und es bleibt digital und wir gehen in eine App. Und es geht auch so ein bisschen um den EU-Rat. Wir sind mal wieder bei einem juristischen Thema nochmal.

Stella:
Ist alles dabei.

Caspar:
Ist alles dabei. Wir bleiben bei der EU, sagen wir es so.

Jingles:
Newsflash.

Stella:
Und jedes Mal freue ich mich über diesen Jingle, weil ich finde, der passt einfach so zu diesem Thema. Also da möchte ich ja einmal Props aussprechen, weil wer hat ihn kreiert? Es ist Caspar.

Caspar:
Ja, mach nicht zu viel Druck. Ich muss für den 90er-Länder noch Dschingels basteln. Da müssen wir mal schauen, was das wird. Lassen wir uns zum Thema kommen. Und zwar, wir haben hier ja schon über den Fahrzeugschein gesprochen und wie einfach und schön und angenehm es war, den zu digitalisieren über die neue, ich glaube, IKFZ-App oder so heißt sie. Der Name der App ist ganz fürchterlich. Auf alle Fälle kann man sein Fahrzeugschein jetzt digitalisieren und kaum ist das passiert und hat funktioniert, kommt die nächste digitale Strategie und zwar ist es so, dass der Führerschein, der soll sowieso schon digital werden, aber auch der Reisepass. Am vergangenen Mittwoch hat der EU-Rat nämlich bestimmt, dass in Zukunft der Reisepass auch in einer digitalen Form vorliegen soll. Genauer gesagt, es gibt eine Verordnung für digitale Reisepässe. Die Mitgliedstaaten haben jetzt ihre Linien festgelegt und den Ministerrat ermächtigt, mit dem EU-Parlament zu verhandeln. Also es ist jetzt quasi der Startschuss. Fertiges Gesetz gibt es noch nicht. Aber es soll eben, wie gesagt, in Richtung eines digitalen Reisepasses gehen.

Elli:
Ziel des Ganzen ist es, den Grenzübertritt an den Schengen-Außengrenzen effizienter und sicherer zu machen. Und falls ihr euch jetzt denkt, oje, oje, ich mag aber doch meinen Papierpass ganz gerne, wo dann auch so ein kleiner Stempel reinkommt, tatsächlich soll der digitale Reisepass erstmal freiwillig bleiben. Und das physische Dokument ist auch in Zukunft noch Pflicht am Grenzübergang, also Papier und Plastik werden jetzt nicht direkt abgeschafft, aber wer möchte, kann in Zukunft eben eine digitale Kopie der Daten aus dem Chip von Pass oder Personalausweis auf dem Smartphone speichern und das ist dann eben der digitale Reisepass.

Caspar:
Ja, weil du sagst Stempel, da muss ich kurz mal einschieben. Ich habe einen Reisepass, ich war auch außerhalb der EU in letzter Zeit häufiger und ich habe keinen einzigen Stempel bekommen, ich bin ganz enttäuscht gewesen. Beim digitalen Reisepass ist das eh Geschichte, aber scheinbar kriegt man auch beim analogen keinen mehr.

Elli:
Uh, kommt auch an, wo du hinreist.

Caspar:
Okay, ja gut. Mit Asien hast du einen bekommen, nehme ich was stark an, oder?

Elli:
Ja.

Caspar:
Ja, okay, cool. Aber wir wollen nicht über Reisedokumente und Stempel in unseren Pässen reden, sondern wir wollen über den digitalen Reisepass sprechen, ne Stella?

Stella:
Genau und dazu habe ich eine Frage. Also ich muss ja trotzdem das Papierdokument immer noch dabei haben. Was nützt mir denn das Ganze dann, wenn ich einfach mal, keine Ahnung, digitalen Stempel dann kriege, wenn ich es so nennen will?

Caspar:
Ja, die Idee ist, dass du die Daten vor der Ankunft schon mal an Behörden senden kannst und das möglichst unkompliziert und einfach. Wer jetzt seit, ich glaube seit Mai zum Beispiel nach England gereist ist, da müsst ihr ja auch so eine Vorab-Anmeldung machen. Es ist kein Visum, sondern ihr müsst ein paar Daten angeben und die werden dann zum Beispiel an die englischen Behörden geschickt und die prüfen das und sagen dann, ja, du darfst einreisen oder eben nicht. Und das soll zum Beispiel durch so einen digitalen Reisepass erleichtert werden, weil ihr nämlich die Daten, die auf dem Chip auf eurem Reisepass sowieso schon drauf sind, die könnt ihr dann noch in der App laden und könnt sie dann leichter verteilen. Das Versprechen ist einfach kürzere Wartezeiten, zum Beispiel an Grenzen, insgesamt mehr Sicherheit und weniger Dokumentenbetrug, verspricht die EU.

Elli:
Es gibt aber noch einiges zu tun, was die Entwicklung angeht und wir haben euch mal hier aufgeschrieben, wer daran beteiligt ist, wer diese App und auch das Backend quasi mitentwickelt bzw. Betreut und dann auch irgendwann auf die Straße bringen soll. Die Europäische Agentur für das Betriebsmanagement von IT-Großsystemen im Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts, kurz auch die Europäische Agentur für IT-Großsysteme oder, es wird noch kürzer, Eu, Lisa.

Caspar:
Ja, es ist schön, oder? Das Ding heißt wirklich so. Ich habe das auch dreimal nachgeguckt und einen Wikipedia-Artikel dazu noch gelesen. Europäische Agentur für das Betriebssystem Management von IT-Großsystemen im Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts. Wer erinnert sich an den Reinhard Maisong? Egal, das ist eine Agentur, die EU gehört. Also die ist quasi im Besitz der EU und die soll das eben, wie gesagt, dann technisch umsetzen.

Stella:
Okay, das klingt jetzt erstmal soweit gut, aber es gibt ja auch Kritik unter anderem von Bürgerrechts- und Datenschutzorganisationen.

Caspar:
Genau, die warnen nämlich vor einem Ausbau biometrischer Überwachungsinfrastrukturen, die damit ihrer Meinung nach quasi geschaffen werden könnten auf EU-Ebene und sie sehen zum Beispiel automatisierte Gesichtserkennung als vorgesehenen Startpunkt. Das ist nicht gesagt, dass das automatische Gesichtserkennung damit dabei sein soll, aber es sind zum Beispiel biometrische Daten mit auf den Pass gespeichert und deswegen sehen diese Bürgerrechts- und Datenschutzorganisationen das durchaus kritisch, wenn da auf so einem digitalen Reisepass jetzt die Daten durchs Internet oder durch die Welt geschickt werden. Und sie befürchten flächendeckende automatische Erfassung, Auswertung von biometrischen Daten und langfristige Einschränkungen der Reisefreiheit, weil das dadurch einfacher sei, dann quasi das einzuschränken durch die Digitalisierung. Wenn wir wissen, wann der digitale Reisepass kommt, wenn es da Neuheiten gibt, hört ihr es wahrscheinlich wieder in den Updates. Das wird noch ein bisschen dauern. Aber etwas, was nicht mehr dauert, sondern jetzt gerade erst passiert ist. Die zweite News. Stellar, Microsoft und Nvidia, die haben sich halb quasi zusammengetan und mit Milliarden um sich geworfen. Was haben sie ausgegeben?

Stella:
Das erzeugt jetzt ein falsches Bild. Ich muss mir gerade, wenn ich so ein KI-Bildgenerator, dann wüsste ich, was ich baue. Welche Gebäude und dann fliegen so Scheine drumherum. Aber darum geht es nicht. Sondern es geht natürlich um Investitionen und Zusammenarbeit. Auch darüber haben wir schon mal in einer der vergangenen Folgen gesprochen. Was ist passiert? Es geht einmal um OpenAI und um Microsoft. Also Microsoft, OpenAI sind ja auch schon verbandelt über ChatGPT beispielsweise. Und jetzt ist es so, also Microsoft stellt beispielsweise schon OpenAI für ChatGPT-Server-Infrastruktur zur Verfügung. Und natürlich gibt es auch da finanzielle Verbindungen. Aber vor einigen Tagen ist jetzt ein Deal bekannt geworden, bei dem Microsoft gemeinsam mit dem Grafikkartenhersteller Nvidia, auch eine US-Firma, insgesamt 15 Milliarden US-Dollar in die KI-Firma Antrofic investiert hat. Und Moment, da darf man schon mal, Moment mal, das ist doch richtig ein OpenAI-Konkurrent, denn Antrofic kennt ihr vielleicht, das ist die Firma hinter den Cloud-Sprachmodellen.

Caspar:
Nvidia hat 10 Milliarden Dollar in die Hand genommen, Microsoft ungefähr 5 Milliarden Dollar und im Gegensatz für diese Investitionen in die Firma gibt es auch quasi eine Handwäsch die andere. Antropic hat sich dazu bekannt, dass sie jetzt stärker die beiden Firmen nutzen wollen, also zum Beispiel Azure Rechenleistung von Microsoft einsetzen wollen für ihre Sprachmodelle und zusätzliche Rechenkapazität, welche dann auf der Nvidia Hardware läuft. Also die einen investieren in die Firma und die andere sagt, okay, ich kaufe dafür Dienstleistung bei euch ein.

Elli:
Kann man jetzt natürlich sagen, an Nvidia kommt man ja gefühlt kaum vorbei, wenn man irgendwas mit KI macht aktuell. Also sonderlich schwer gefallen wird ihnen das nicht sein, dass sie zum Beispiel jetzt sagen, wir nutzen Nvidia-Hardware. Ja, es gab aber noch mehr, was an dem Deal dran war.

Caspar:
Ja, bevor wir zu dem weiteren Deal noch kommen, muss man noch einschieben, weil du die Hardware gerade angesprochen hast. Da ist tatsächlich heute oder gestern auch noch eine kleine News an mir vorbeigeflogen. Meta tut sich nämlich mit Google zusammen. Die wollen Google Chips benutzen für ihre KI und die wollen tatsächlich Nvidia so ein bisschen, also die wollen zumindest dann auf Google setzen und das wäre natürlich, hat die Nvidia Aktie dann gleich wieder ein bisschen fallen lassen. Also da ist gerade sehr viel Kampf um Milliarden, um Investitionen, um Hardware, um Serverkapazitäten. Ja, so du hast es eben angesprochen, es gibt noch einen weiteren Teil des Dienstes, Claude, das Sprachmodell von Entropic, das wird breiter in Microsoft Copilot integriert, also zum Beispiel in GitHub Copilot, den es bei GitHub gibt, wird es integriert. Bei Microsoft 365 Co-Pilot. Ihr könnt dann Claude quasi auswählen als Sprachmodell. Und KundInnen mit Microsoft Foundry bekommen auch Zugang zu den Modellen Claude Sonnet 4.5, Opus 4.1, Heiko 4.5. Leute, die sich damit auskennen, wissen, was ich meine. Die allen anderen können sagen, ja, okay, es gibt viele verschiedene Sprachmodelle, jetzt kriegen Sie jetzt Zugang. Und was auch noch ein bisschen spannend ist an der ganzen News, bisher lief Cloud überwiegend eigentlich auf Servern des Anbieters Amazon und laut Antropic bleibt das auch weiterhin der wichtigste Cloud-Anbieter für die Firma, aber man setzt, stellt sich jetzt quasi breiter, ein bisschen breiter auf und nutzt eben halt auch deine Zukunft Infrastruktur von Microsoft und Nvidia.

Elli:
Caspar, jetzt hast du gesagt, die werfen mit Geld um sich oder die haben mit Geld um sich geworfen und Stella, du hast direkt das Bild dazu im Kopf gehabt. Da kommt mir die Folge in den Kopf, die wir vor einigen Wochen gemacht haben zum Thema, wer verdient an KI und zum Thema, gibt es da eine Blase? Wie sieht es denn aus? Jetzt ist da ja wieder Geld reingepumpt worden in diese Blase, in diese mögliche.

Caspar:
Und wir reden dann immer über Firmenbewertungen. Das sind relativ hypothetische Zahlen, aber wir müssen sie trotzdem kurz mal erwähnen. Nach dieser Investition von Microsoft und Nvidia ist Entropic laut US-Wirtschaftssender CNBC nun knapp 350 Milliarden Dollar wert, beziehungsweise so bewertet worden. Und um das mal in Relation zu setzen, im September lag diese Bewertung noch bei 183 Milliarden. Das heißt, auch ich kann das, obwohl ich nicht gut im Kopfrechnen bin, innerhalb von nur zwei Monaten hat sich der Wert des Unternehmens fast verdoppelt. Und das ist schon ein ordentlicher Sprung.

Stella:
Du hast das jetzt sehr sanft formuliert, ein ordentlicher Sprung. Es ist schon, sagen wir mal, recht ungeklagend. Das ist ungewöhnlich, zumal da jetzt auch, korrigiert mich gern, wenn ihr da was anderes wisst, es ist ja nicht irgendwas passiert, dass da, weiß ich nicht, eine total krasse technische Entwicklung passiert ist, wo man sagt, okay, das rechtfertigt das Ganze jetzt, sondern es geht eben um dieses Geflecht, was wir euch am Hintergrund gerade kurz aufgeschlossen haben, was eben wieder auch so ein bisschen in den Bereich KI-Finanzblase gibt und es gibt auch ganz konkret Kritik an diesem Deal.

Elli:
Ja, weil so ein bisschen ist das so, ich weiß nicht, wenn ihr so Jugendliche im Alter von 13 bis 16 kennt und die Dynamik des sich hochschaukelns, die da manchmal stattfindet. Das kann man sich da jetzt so ein bisschen in diesen Finanzgeschäften vorstellen, weil im Grunde wird da ja Geld im Kreis gegeben. Nvidia und Microsoft werfen Antropic Milliarden zu und die werfen dann wiederum Milliarden an Miete von Infrastruktur und Hardware zurück. Und irgendwie blickt man am Ende potenziell gar nicht mehr durch. Es wird so ein ganz wildes Geflecht aus, wer hat wem Geld zugeworfen und dafür aber auch wieder Geld bekommen. Also diese Summen, die im Spiel sind, da fließt ja auf der anderen Seite wieder was zurück. Und das ist, wie gesagt, sehr kritisch zu sehen.

Stella:
Genau, das ist wieder dieses Thema, was dann eben wieder zur KI-Blase oder möglichen KI-Blase geht, nämlich diese ganzen Verflechtungen, wenn Unternehmen dermaßen gegenseitig voneinander abhängig sind, Caspar Drott, das ist gerade auch angesprochen, beispielsweise mit Meta und Google, kann das für den Markt eben in dem Sinne herausfordernd sein, stellt euch das so ein bisschen vor, wie wenn ihr Dominosteine aufbaut, wenn einer fällt, reißt der ganz viel andere mit und dementsprechend, Deswegen diese ganze KI-Thematik wieder mit einem Bild abgeschlossen. Also die Firmen sind einfach sehr, sehr eng miteinander verflochten, was potenziell gefährlich sein kann für den Markt, gerade wenn es um so, so hohe Bewertung geht, wo Leute dann natürlich auch Vermögen investieren, teilweise private Anleger, aber natürlich auch Hedgefonds etc. Ich tue mich immer schwer mit dem Bild, dass da Geld so durch die Gegend geworfen wird. Ich stelle mir dann immer vor wie ein Agentenfilm, dass jemand mit einem Köfferchen kommt und dann rennt sie da, weiß ich nicht, von Nvidia und Microsoft zu Entropic hin und her. Das ist natürlich nicht der Fall. Also da geht es in der Regel einfach um Buchwerte oder um Buchgelder. Da wird jetzt nicht permanent irgendwie hin und her überwiesen.

Caspar:
Ich kann sagen, da ändert sich eine Zahl auf einem Papier, ehrlicherweise.

Stella:
Ja.

Caspar:
Okay, kommen wir von KI und abstrakten Finanzierungsrunden und Investitionen zu einem Thema, das ehrlicherweise ich nicht auf meiner Bingo-Tech-News-Karte für 2025 hatte. Ich weiß nicht, wie es euch geht.

Stella:
Du hast eine Bingo-Tech-News-Karte?

Caspar:
Ja, wer weiß. Da stand einiges drauf dieses Jahr. Nicht alles wurde erfüllt, aber das Thema war nicht dabei. Hier kommt zu unserer letzten News, die auch ein bisschen WTF-Potenzial hätte oder gehabt hätte. Worum geht es? Wer von euch ein iPhone besitzt, liebe Hörerinnen und Hörer, kennt seit vielen, vielen Jahren, nämlich seit 2011, eine Funktion, die heißt AirDrop. Damit könnt ihr Daten von einem iPhone ans andere oder auch ein iPad oder einen Mac schicken. Ich wette auch an die Vision Pro. Also es ist so ein Apple-internes Dateiaustausch-Protokoll. Das Ganze läuft ohne Server, es läuft lokal von Gerät zu Gerät. Die Daten werden verschlüsselt, verschickt, seien es Fotos, Dateien, Kontaktdaten wie Telefonnummer oder Mailadressen. 2011 habe ich schon erwähnt, da ging das nämlich los, da ist das zum ersten Mal mit dem Betriebssystem OS X Lion veröffentlicht worden für den Mac und ist dann später auch für iPhone und iPad veröffentlicht worden. So, und um diese Funktion nutzen zu können, braucht man ein iPhone, so nach dem Motto, wenn du ein iPhone hast, wenn du kein iPhone hast, hast du kein iPhone. Wir kennen den alten Werbespruch.

Elli:
Ja, das wurde mir auch schon in den letzten Wochen mal gesagt von euch. Und da klickt man dann einfach auf Teilen und das Gegenüber muss diese Funktion auch aktiviert haben und sichtbar sein und dann kann man Sachen verschicken. Könnt ihr euch so ein bisschen vorstellen, wenn ihr kein Apple-Produkt habt, wie Sachen via Bluetooth verschicken. Das geht nämlich auch, denkt man gar nicht mehr dran, weil irgendwie scheint es so von vorgestern gewesen zu sein, aber man kann tatsächlich auch zwischen vielen Geräten via Bluetooth-Sachen hin und her schicken, auch Bilder unterteilen.

Caspar:
Und bei Android gibt es eine ähnliche Funktion auch seit 2020, das ist dann halt eben nur unter Android-Geräten und nicht zum Beispiel zum PC oder Tablets. Die Funktion heißt dort QuickShare, die kann man ähnlich einsetzen wie Airdrop, sie funktioniert auch ganz ähnlich, man kann halt da auch wieder auf Teilen klicken, QuickShare auswählen und kann dann zum Beispiel an Android-Geräte, die in einem Umgebung sind, Daten irgendwie schicken. Und das große Aber ist, das geht halt bisher nur entweder unter Apple-Geräten untereinander oder eben unter Android-Geräten. Bisher.

Stella:
Genau, jetzt kommen wir nämlich zu dem Punkt, der die Nachricht ist und der zum Beispiel vielleicht jetzt auch Alice und unsere Telefone in Zukunft verbinden wird. Da gab es quasi ein kleines Beben in der Tech-Welt. Caspar, du hast gesagt, es stand nicht auf deiner Bingo-Karte. Google hat jetzt nämlich quasi, ja, AirDrop geöffnet.

Elli:
Warte mal, das ist doch eine Apple-Funktion. Was hat denn da jetzt Google mitzureden?

Caspar:
Ja, das ist ganz richtig. Google hat AirDrop geöffnet und integriert in sein Betriebssystem und nicht etwa Apple hat etwas freigegeben und auch nicht im Sinne von Apple und Google haben sich zusammengetan, harmonisch an einen Tisch gesetzt und das zusammenentwickelt. Nein, Google hat es möglich gemacht, dass Android und iOS-Geräte plötzlich miteinander Daten austauschen können über AirDrop und QuickShare. Apple war ganz offiziell nicht an dieser Öffnung beteiligt. Google hat die technische Brücke selber gebaut und das veröffentlicht und das hat auch ein Google-Sprecher gegenüber dem US-Tech-Magazin The Verge verkündet, Alex Moriconi. Und der hat gesagt, wir haben das durch unsere eigene Implementierung erreicht. Und auf die Frage von The Verge, wie Google eine mögliche Reaktion von Apple dann einschätzt, antwortet der Sprecher, wir sind jederzeit bereit, bei Interoperabilitätsfragen zwischen iOS und Android zusammenzuarbeiten.

Elli:
Das ist, so wie du das gesagt hast, klingt das schon so richtig, pardon my language, scheißfreundlich. Wir würden ja zusammenarbeiten von unserer Seite aus, gar kein Problem. So, fragt sich natürlich jeder, der das hört, wie konnte Google das machen? Das ist ja eine Apple-Funktion eigentlich. Wie ist das also zustande gekommen, das Ganze?

Caspar:
Ja, so ganz klar ist das nicht. Und jetzt kommen wir so ein bisschen in den Bereich der unklaren, nebligen Spekulation. Wir wissen nur, es funktioniert mit ein paar Einschränkungen und Abers, da kommen wir gleich auch noch zu. Es ist vermutlich so, dass die EU damit was zu tun haben könnte. Wir reden hier immer mal wieder über EU-Gesetzgebung und dass sie zum Beispiel etwas gegen Gatekeeper, also große Firmen, die auf Funktionen und Sachen sitzen, dass sie etwas dagegen tun wollen und so dieses Apple kann untereinander Sachen tauschen, aber nicht nach außen, dieser goldene Käfig, das ist ja etwas, was die EU gar nicht mag. Und deswegen gibt es EU-Vorgaben, dass das offene Wi-Fi-Protokoll Aware von Airdrop auch eben unterstützt werden soll. Eigentlich nutzt Airdrop ein proprietäres Protokoll, also ein hauseigenes, was nicht frei verfügbar ist, namens AWDL. Und das ist für andere Anbieter eben unzugänglich, eben auch für Google. Und mit Wi-Fi Aware gibt es nun seit neuestem in iOS 26 eben eine standardisierte Möglichkeit, Geräte in der Nähe zu finden und zu koppeln. Das, wie gesagt, musste durch eine EU-Vorgabe eingesetzt werden von Apple. Und es ist relativ wahrscheinlich, dass Google eben auf dieses Wi-Fi Aware ein Airdrop-kompatibles System aufgebaut hat.

Caspar:
Auch da ist es so, dass die Verbindung dort Google ohne Serverkontakt funktioniert, dass die Daten direkt von Gerät zu Gerät wandern und dass es durch mehrere Sicherheitsschichten, wie Google sagt, geschützt ist. Was wieder so ein bisschen dagegen spricht, dass Google einfach nur dieses neue Wi-Fi-Aware genommen hat, die neue AdWrap-Funktion von Google funktioniert laut Berichten im Netz, wir konnten das selber nicht ausprobieren, weil wir entsprechende Geräte nicht zu Hause haben, aber laut Berichten im Netz funktioniert das nicht nur mit iPhones ab iOS 26, wo das ja implementiert ist, das neue Wi-Fi-Aware, sondern eben auch mit Geräten noch mit iOS 18 und dort ist eben nur Apples Hauseigner-Dienst noch implementiert. Und trotzdem gibt es wohl die Möglichkeit, dort auch von Android-Geräten rüber zu airdroppen. Das heißt, es besteht zumindest der Verdacht, dass Google es geschafft haben könnte durch Reverse Engineering, also durch nachgucken und genauer hingucken und ausstöbern und herausfinden, wie der Airdrop funktioniert, Airdrop quasi zu knacken und sich selber dann quasi das nachzubauen.

Stella:
Ja, okay. Das heißt, wir wissen schon mal nicht, wie das Ganze jetzt wirklich funktioniert. Wir wissen, dass Google da offensichtlich den Vorstoß gemacht hat. Wir haben aber natürlich, ihr kennt uns doch, auch noch ein Aber dabei. Weil bei dieser Sache gibt es auch noch einen Haken.

Caspar:
Genau, ihr braucht aktuell von Googles Seite aus ein Pixel 10 Smartphone, um mit Android-Daten zu iPhone, iPad oder Mac schicken zu können. Google arbeitet aber laut eigener Aussage daran, die Funktion auszuweiten auf andere Geräte. Da gucke ich jetzt in Richtung Ellie. Du hast zwar kein Google Pixel 10, aber du hast ein aktuelles Android-Smartphone. Das heißt, es könnte sein, dass Google das demnächst auch mal für dein Gerät freigibt. Und der zweite Haken ist, das ist so ein halber Haken, bisher funktioniert das nur im Modus alle. Also beim iPhone muss man die Funktion Airdrop für alle aktivieren. Wer das schon mal genutzt hat, kennt die wahrscheinlich. Das ist eine Funktion, da wird man dann für alle im Umkreis sichtbar. Die wird nach zehn Minuten automatisch wieder deaktiviert, damit man nicht zum Beispiel in der U-Bahn ungefragt irgendwelche Bilder zugeschickt bekommt, was eine Zeit lang bei Airdrop zum Beispiel passiert ist. Ihr könnt ahnen, in welche Richtung diese Bilder gingen. Und diese Funktionen alle deaktiviert sich nach zehn Minuten. In der Zeit kann man dann aber von Android zu iPhone und auch andersrum Daten verschicken. Und die Daten sind dann entsprechend, wie gesagt, funktioniert das und die sind dann verfügbar.

Elli:
Kann man natürlich sagen, Google hat ein Angebot gemacht mit einem vielleicht schelmischen Gründen. Wir wissen es nicht, wir können es uns nur vorstellen. Apple hat natürlich aber auf der anderen Seite auch die Möglichkeit, technische Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Wenn man sagt im Unternehmen, wir wollen das nicht, Wir wollen weiterhin unter uns bleiben. Dann gibt es natürlich auch die Möglichkeit, dass Apple Google quasi wieder aussperrt. Ob das passiert, behalten wir natürlich für euch im Blick und falls ihr einen Pixel 10 habt, dann könnt ihr uns gerne mal schreiben, ob ihr die Funktion gut und sinnvoll findet.

Caspar:
Oder generell, was ihr davon haltet, ob ihr es schön findet, mal Daten untereinander austauschen zu können.

Stella:
Und sobald das mit mehr Geräten möglich ist, Leute, werden wir das doch in unserer Runde hier testen.

Caspar:
Natürlich, natürlich.

Stella:
Also, falls das eines Tages der Fall sein wird, wenn Apple jetzt nicht plötzlich dicht macht. Also die Funktion.

Caspar:
Also ich lehne mich jetzt mal komplett aus dem Fenster und ich sage, Apple wird sich dazu nicht mehr äußern und wird es einfach so belassen. Weil mit Blick auf die EU und EU-Regulierungen, ich glaube, es wäre nicht so smart, jetzt Google wieder auszusperren. Aber ich kann mir relativ vorstellen, dass man da in Cupertino alles andere als froh ist im Apple-Hauptquartier. Das ist eine Vermutung.

Stella:
Ich halte mich mit Vermutung zurück. Wir behalten es im Auge und werden euch dann in den Updates vielleicht nochmal ein Update geben. Oder es wird einfach stillschweigend bewahrt. Vielleicht, Caspar, würde es genauso sein. Wie sieht es denn aus? Habt ihr Lust auf so eine gute Nachricht? Tatsächlich auch mit künstlicher Intelligenz.

Caspar:
Immer. Gute Nachricht geht immer.

Elli:
Da sind wir dabei.

Stella:
Gute Nachricht. schauen uns jetzt erstmal auf das Problem an, was sie überhaupt mit dieser KI-Nutzung lösen wollen. Es ist nämlich so, dass teilweise die Standortübermittlung über das Handy-GPS nicht gut funktioniert. Das heißt, es ist einfach so, wenn ich zum Beispiel über mein Smartphone anrufe, dann kann irgendwie nicht genau ermittelt werden, wo ich mich gerade befinde. Und wenn ihr jetzt sagt, naja, aber du rufst ja an, dann kannst du es ja beschreiben. Ja, aber es ist nochmal so, in bestimmten Notsituationen, da klappt es auch mit der Ortsbeschreibung nicht so genau, wenn Menschen dann natürlich auch aufgeregt sind, absolute Stresssituation und das kann dann eben auch Probleme machen.

Elli:
Ja, oder du bist zum Beispiel in einer Gegend, die du einfach nicht gut kennst, wo du auch zum Beispiel die Straßennamen nicht direkt im Kopf hast. Ich hatte das mal, ich habe einen Notruf getätigt bei einer Wohnungsbesichtigung in einer Gegend, in der ich sonst so gar nicht bin. Und da muss ich auch erst mal kurz die umstehenden Leute angucken und fragen, wo sind wir eigentlich?

Stella:
Genau, und vielleicht steht aber auch gar keiner um dich rum und was machst du dann?

Caspar:
Ja, eigentlich funktioniert das über die sogenannte Advanced Mobile Location. Da wird dann automatisch der Standort geteilt. Stella, du hast es auch schon erwähnt, also wenn ein Notruf gewählt wird, erkennt das das Smartphone ja und sendet diesen Notruf wie gesagt weiter. Aber wir haben auch eine Zahl, in 30 Prozent der Fälle klappt das eben nicht, sagt Jörg Pfeiffer, der ist Fachbereichsleiter beim DRK Bodensee-Oberschwaben und er hat das gegenüber heise online gesagt. Ursache sind zum Beispiel Gespräche in der Nähe von Landesgrenzen. Da kann es ja sein, dass ihr zum Beispiel vom Mobilfunk her euch in ein anderes Netz einwählt. Oder es tatsächlich so ist, dass ihr bei dem Fall in der Anführungszeichen falschen Notrufzentrale rauskommt. Also gerade in so Grenzgebieten kann es problematisch werden.

Elli:
Wo kommt da jetzt die KI ins Spiel?

Caspar:
Ja, wo hilft die KI da?

Stella:
Die KI, Elli, deine Frage, sie ist berechtigt. Wie soll die denn jetzt helfen? Naja, die soll eben helfen, mit Hilfe von Gebäudebeschreibungen die Unfallstelle zu finden. Und dafür müssen dann Anrufer auffällige Gebäude oder Orte, also sprich Feststehendes, was jetzt nicht unbedingt einfach leicht zu verschieben ist in der Umgebung, sondern sich da generell befindet, beschreiben und diese Beschreibung gleicht dann die KI mit Open-Source-Geodaten. Und darauf basierend steckt sie dann eben Einsatzorte vor.

Elli:
Im Testlauf soll das so funktionieren, dass aus 20 potenziellen Orten, die bei rauskommen, drei Orte rausgefiltert wurden. Und jetzt habe ich schon gesagt, Testlauf. Wie weit sind wir denn? Wo stehen wir denn?

Stella:
Man könnte sagen, wenn man das jetzt so ganz Marketing-mäßig, wir sind ganz am Anfang. Ja, ich kann es jetzt auch nicht irgendwie positiver labeln. Also bis jetzt wurden nur fiktive Notrufe getestet in einer simulierten Umgebung. Das heißt, das Ganze ist noch nicht mit echten Fällen getestet worden. Und jetzt kommt das eigentlich wirklich große Aber. Denn ob und wann es diese Tests gibt, das kann ich euch nicht sagen. Und ich glaube auch das DRK kann es gerade noch nicht sagen, denn es fehlen aktuell noch die nötigen Fördermittel, um eben dann diese ausführlichen Tests auch laufen zu lassen.

Elli:
An sich finde ich es aber eine spannende Idee, weil man ja auch sieht, ich merke das zum Beispiel an meinem KI-Nutzungsverhalten, wenn ich bei einer Suchmaschinensuche nicht die richtigen Schlagworte weiß, dann fällt es mir manchmal einfacher, das in eine KI einzugeben tatsächlich, weil ich das Gefühl habe, ich kann da besser umschreiben und es wird trotzdem verstanden. Also wenn ich das exakte Stichwort nicht parat habe, dann ist das ja das, wo ab und zu KI doch ein bisschen besser anpacken kann noch gerade und dementsprechend für diese Ortsbeschreibung vielleicht gar nicht mal so schlecht. Aber ob es jetzt wirklich dann irgendwann in die großen realen Tests geht, wir werden dranbleiben.

Caspar:
Genau und für die Hörerinnen und Hörer, ihr könnt ja mal ausprobieren, ein Foto zum Beispiel in Chat-GPT zu werfen und euch mal den Ort ausspucken zu lassen. Das funktioniert teilweise erschreckend gut, manchmal liegt es auch völlig daneben, aber teilweise funktioniert das wirklich gut und es gibt auch andere verschiedene KI-Modelle, die zum Beispiel für Journalistinnen und Journalisten gedacht sind, um Orte von Fotos wieder zu erkennen und dort wird dann zum Beispiel die Entfernung von Strommasten gemessen, die auf dem Bild zu sehen sind in Relation zu so und sowas. Und das kann die KI auch alles schon abschätzen und auch da kriegt man dann eine Liste von möglichen Orten und auch das ist schon oft relativ genau. Das heißt, dieses Projekt könnte tatsächlich funktionieren, wie gesagt, wenn die Finanzierung geklärt ist, aber da drücken wir einfach mal die Daumen.

Stella:
Vielleicht haben wir da ja auch eines Tages ein Update für euch.

Caspar:
Ein Update für eine gute Nachricht, wäre doch immer schön.

Elli:
Ich würde jetzt angesichts der Ortsfrage sagen, wir hören uns nächste Woche zur gleichen Zeit am gleichen Ort wieder, aber stimmt ja gar nicht. Wenn ihr mögt, dann hört ihr uns schon am Montag wieder.

Caspar:
Mit dem ersten Türchen. Wie gesagt, ihr findet das tatsächlich aber auch an der gleichen Stelle. Es wird hier im Stream einfach gepostet. Ihr müsst nichts extra neu abonnieren. Ihr müsst nicht irgendwo hingehen. Es landet, wenn ihr uns abonniert habt und zum Beispiel die Glocke aktiviert habt in eure Podcast-App, kriegt ihr auch eine Mitteilung und es landet direkt in eurer Playlist. Das ist sowieso eine kleine Empfehlung von uns, das zu tun.

Stella:
Genau. Am 1. Dezember geht es los. Schaltet ein, seid gespannt. Und es bleibt natürlich eine Überraschung, wie bei einem richtigen Adventskalender, was sich dann hinter den Türchen verbirgt.

Elli:
An der Stelle sei aber auch noch ganz kurz gesagt, ihr hört uns dann nicht immer zu dritt, sondern ihr kriegt uns einzeln zu hören.

Stella:
Ja, das stimmt. Exklusiv quasi.

Caspar:
So, dann machen wir mal Schluss. Ich überlege mir, wie der Jingle aussehen könnte und schnippel ein bisschen dran rum.

Stella:
Sollen wir was einsingen?

Caspar:
Vielleicht nicht. Vielleicht müssen wir das noch gleich ausdiskutieren.

Elli:
An der Stelle würde ich sagen, wir drücken mal die Stopp-Taste.

Stella:
Macht es gut.

Elli:
Bis nächste Woche.

Caspar:
Bis dann. Tschüss.

Elli:
Tschüss.

Jingles:
Das war es schon wieder für diese Woche. Folgt oder abonniert uns gerne in eurer Podcast-App und lasst uns dort eine Bewertung da. Das hilft uns sehr. Bis zum nächsten Mal.